SPORT UND SPIEL
MIT LEIDENSCHAFT

Spiel und sportverein margertshausen 1924 e.v.​

Bergstraße 50 / 86459 Margertshausen

Der SSV Margertshausen hat eine rege Theatergruppe, die jedes Jahr über 1.000 Besucher mit Ihrem Spiel bestens unterhält und erfreut. 

Dazu bieten wir Kabarettabende im Sportheim für alle, die gute Unterhaltung schätzen und lieben an.

Theater

„… Theater, Theater, der Vorhang geht auf
Dann wird die Bühne zur Welt.
Theater, Theater, das ist wie ein Rausch
Und nur der Augenblick zählt …“

So heißt es im weltweit bekannten Song „Theater“ von Katja Ebstein aus dem Jahre 1980. Es ist wie ein Rausch, wenn wir auf der Bühne stehen und Zuschauer faszinieren und zum Lachen bringen können. Wer wir genau sind, erfahrt Ihr auf den folgenden Seiten. Natürlich sind wir innerhalb des SSV Margertshausen auch organisiert. Das hat aber nichts zu sagen, wenn es darum geht, ein neues Stück einzustudieren. Da wird schnell der erste Abteilungsleiter zum Opa und ein völlig unbekannter avanciert zum Regisseur.

Aus dieser kleinen Einleitung kann man schon herauslesen, dass wir ein ganz lustiger Haufen sind. Bei uns gibt es immer jede Menge zum Lachen und was dabei ganz wichtig ist: man muss auch mal über sich selber lachen können.

So fing alles an

Wir schreiben das Jahr 1989. Der SSV Margertshausen bespricht die alljährliche Weihnachtsfeier. Da hören wir doch mal kurz rein. „Nikolaus und Flötenspiel – jedes Jahr das Selbe.“ „Wie wär‘s denn dann mit ein wenig Theater?“ spricht Erich Zaha und schon hat er den Job. Zuerst ruft er die Marlene Schmid an. Schließlich sind die beiden als Comedy-Duo bei Geburtstagen und anderen Feiern gern gesehene Gäste.

Und damit fangen die Probleme an: Welches Stück soll gespielt werden? Wer stellt sich als Darsteller zur Verfügung? Was braucht man alles für die Requisiten? Es ist also Improvisation gefragt. Aber die Mühen haben sich dann doch gelohnt. Der weihnachtliche Einakter „Der himmlische Besuch“ findet großen Anklang und schon bei der nächsten Weihnachtsfeier kehrt bereits Routine ein. Plötzlich wollen immer mehr auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Nach nur zwei Jahren gibt das Kindertheater 1991 mit dem Weihnachtsstück „Der ausgeflippte Nikolaus“ sein Debüt. Drahtzieher der ganzen Geschichte ist natürlich auch der Erich. Die Erwachsenen spielen erstmals einen Schwank, der überhaupt nichts mit Weihnachten zu tun hat.

Wiederum zwei Jahre später wird die Spielzeit mit dem Zweiakter „Das vermietete Bett“ verdoppelt und es wird klar, dass damit auch ein ganzer Abend gefüllt werden kann. Die Gruppe nennt sich von nun an „Theaterfreunde“ und tritt schon kurz darauf mit dem Dreiakter „Der Liebestee“ in der Fastenzeit 1994 im Sportheim in Margertshausen als eigenständiges Highlight im regen Dorfleben auf. Seit diesem Moment ist jedes Jahr in der Zeit um Ostern Bauchmuskeltraining der ganz besonderen Art angesagt. Unser Publikum lacht auch sehr gerne. Das merken wir jedes Jahr wieder und wieder, wenn die Vorstellung bis auf den letzten Platz besetzt ist.

Das Sportheim bietet anfänglich nur knapp 80 Personen Platz, aber dadurch entsteht eine sehr familiäre Stimmung im Saal und der Zuschauer ist mittendrin, statt nur dabei. Zum Abschluss einer jeden Vorstellung gibt es dann noch eine kleine Besonderheit. Die Gäste dürfen ein bisschen Theater in Form eines Gastgeschenks mit nach Hause nehmen und werden so an einen schönen Abend im Sportheim erinnert.

Im Laufe der Zeit werden die Stücke raffinierter. Neue Darsteller treten auf, das Publikum staunt über die ausgefeilte und detailverliebte Bühne und auch dahinter gibt es Zuwachs bei der Maske und in anderen Funktionen. Mit dem Stück „So viel Krach in einer Nacht“ feiern die Theaterfreunde 2003 das zehnjährige Bühnenjubiläum. Bis dahin ist die Gruppe locker organisiert. Nach Zustimmung der Mitgliederversammlung des SSV Margertshausen werden die Theaterfreunde 2005 eigenständige Abteilung. Nur zwei Jahr später beschließt der SSV das Vereinsheim zu vergrößern. Damit besteht auch für die Theaterfreunde die Chance etwas zu ändern um mehr Platz und mehr Möglichkeiten zu erhalten. Innerhalb eines Jahres wird die Bühne vollständig umgebaut und an die neuen Gegebenheiten angepasst um nahtlos 2008 „Zwei wie Hund und Katz“ aufführen zu können. Für die nun knapp 100 Zuschauer pro Auftritt wird zusätzlich ein Podium im Saal aufgebaut, sodass von jedem Platz gute Sicht zur Bühne möglich ist. Für unsere Auftritte ernten wir viel Applaus und Lob und teilweise sogar das Prädikat „Fernsehreif“. Als 2017 die Anfrage vom Lokalsender Augsburg.TV zur Aufzeichnung eines Beitrags über die Theaterfreunde kommt, ist die Begeisterung riesig. Zum 25-jährigen Bühnenjubiläum wird 2018 das Stück „Alles neu macht der Mai“ aufgeführt und wir sind gespannt, was in den kommenden Jahren noch so alles passiert…

Theaterstücke

Lustspiel in drei Akten von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Im Jahr 2020 zwei Tage vor der Premiere wegen Corona abgebrochen.

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Thomas)
> Andrea Di Benedetto (Angelo)
> Christian Eller (Ritchi)
> Simone Frank (Bärbel)
> Anna Geh (Renate)
> Johanna Holl (Hilde)
> Julia Kastner (Teresa)
> Katrin Mühleisen (Chantal)
> Peter Schmid (Hans Jochen)
> Erich Zaha (Oskar)

Crew
> Stephan Eller (Regie, Bühnenbau, Technik)
> Peter Finch (Bühnenbau)
> Johanna Holl (Kartenverkauf)
> Nadine Gebele (Souffleuse, Kartenverkauf)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Ramona Lipp (Kartenverkauf)
> Traudl Schaller (2020 Kartenverkauf)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Christoph Strasser (Abendkasse, 2020 Ritchi)
> Andreas Wolf (Bühnenbau, Malereien)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Markus Zaha (Backup Technik, 2020 Technik)

Inhaltsangabe
Bärbel und Hilde wollen in ihrem Urlaub so richtig „einen draufmachen“. Für ihre Eskapaden haben sie sich das kleine Familienhotel „Amore mio“ auserkoren, das von der geschäftstüchtigen Teresa und ihrem gutaussehenden Sohn Angelo betrieben wird, der sich seiner Wirkung auf die Damen sehr wohl bewusst ist, vor allem, wenn er mit italienischem Akzent spricht.
Da aber Hilde aus Versehen im Zug einen falschen Koffer mitgenommen hat, verläuft der Urlaub der beiden Freundinnen tatsächlich sehr turbulent, aber ganz anders, als sie sich haben träumen lassen.

Schwank in drei Akten von Ralph Wallner
(Wilhelm Köhler Verlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Malz-Beppo)
> Stephan Eller (Abstauber-Bartl)
> Simone Frank (Adelheid Amsel)
> Nadine Gebele (Mina Sonnhofer)
> Anna Geh (Giggi)
> Johanna Holl (Sonnhoferin)
> Peter Schmid (Tschacko)
> Erich Zaha (Langfinger-Jockl)

Crew
> Andrea di Benedetto (Requisiten)
> Julia Dullinger (Souffleuse)
> Christian Eller (Regie)
> Stephan Eller (Bühnenbau)
> Peter Finch (Bühnenbau)
> Johanna Holl (Kartenverkauf)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Kathrin Mühleisen (Maske)
> Traudl Schaller (Kartenverkauf)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Christoph Strasser (Requisiten, Kartenverkauf)
> Andreas Wolf (Bühnenbau)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Markus Zaha (Technik)

Inhaltsangabe
Der Dusterhof steht seit Jahrzehnten leer. Schließlich soll es dort spuken. Langfinger-Jockl und sein Sohn Abstauber-Bartl, arme Landstreicher und gerissene Taschendiebe, nehmen den Hof dennoch als Übernachtungslager in Anspruch. Dass zur gleichen Zeit Mina und Giggi, zwei Freundinnen aus dem nahegelegenen Dorf, dort eine Wunschzettel-Geisterbeschwörung planen, war natürlich nicht abzusehen. Aber in der Zeit der Rauhnächte sollen Wünsche, die man in einem magischen Gefäß deponiert, in Erfüllung gehen. Das umherstehende Bodschamperl, ein alter Nachttopf, kommt da gerade recht. Giggi, die weder Schnupftabak noch Schnaps verabscheut, und Mina, die bei Bartl gehörigen Eindruck hinterlässt, veranstalten eine turbulente Wunschzettelaktion. Braumeister Beppo und die Sonnhoferin haben ihr jeweils eigenes Interesse am leerstehenden Dusterhof. Und der naive Tschacko und die verkopfte Dorflehrerin Adelheid Amsel kommen sich ungeplanterweise sehr nahe. Langfinger-Jockl holt bald seine Vergangenheit ein, und Bartl muss erfahren, dass vieles in seinem Leben nicht ist, wie es scheint. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn wird auf eine harte Prüfung gestellt. Da muss der gute Geist vom Dusterhof etwas nachhelfen. Und den einen oder anderen Wunsch erfüllen

Lustspiel in drei Akten von Wolfgang Bräutigam
(Wilhelm Köhler Verlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Josef Schwarz)
> Andrea di Benedetto (Ali Gürüst)
> Christian Eller (Michael Bayer)
> Simone Frank (Veronika Bayer)
> Nadine Gebele (Sabine Bayer)
> Anna Geh (Katja Schön)
> Johanna Holl (Katrin Licht)
> Traudl Schaller (Maria Bayer)
> Peter Schmid (Olaf Handwerker)
> Christoph Strasser (Ivan Ivanovitsch)
> Erich Zaha (Karl Bayer)

Crew
> Julia Dullinger (Souffleuse, Requisiten)
> Stephan Eller (Regie, Bühnenbau)
> Peter Finch (Bühnenbau)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur, Requisiten)
> Katrin Mühleisen (Maske)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Andreas Wolf (Grafik, Malereien)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)
> Markus Zaha (Technik)

Inhaltsangabe
Schon seit Jahren beschwert sich Ehefrau Veronika über die Unzulänglichkeiten des Eigenheims. Im Elternhaus von Michael kleben noch die braunen Fliesen aus der Erbauerzeit mehr oder weniger an der Wand, es gibt noch immer die hellgrüne Badewanne, die Wände mit Tapeten mit tollem Muster bräuchten einen neuen Anstrich, so die Vorwürfe von Veronika. Ehemann Michael Bayer ist die ewigen Beschwerden leid. Er verspricht schon seit Jahren eine Renovierung in Eigenleistung. Veronika hat sich deshalb ohne Wissen der Familie bei der Heimwerkersendung „Alles neu, macht der Mai!“ beworben. Karl, Vater von Michael, will der Renovierung auf die Sprünge helfen, da er von seiner Frau Maria der Renovierung der eigenen Einliegerwohnung möchte. Er hat den Handwerker Josef an der Hand, der die Umbau­maßnahme fast umsonst macht. Für ihn ist das wesentlich kostengünstiger, als den Geldforderungen seiner Frau für eine verjüngende Schönheitsoperation nachzugeben.

Tochter Sabine hat ihre Freundin Katja, eine junge Architektin, eingeladen, um ihren Vater mit konkreten Plänen zu überzeugen. Nach einer Nachschicht, die wegen der Walpurgisnacht recht anstrengend war, trifft sie jedoch auf die Handwerker Ivan und Ali, welche einen Auftrag zur Badrenovierung haben.

Maria erwartet inzwischen den Redakteur eines Livestylemagazins, das sie als Gewinn eines Preisausschreibens einen Auftritt in der Sendung „Schöner an einem Tag!“ gewonnen hat. Dort werden Frauen vor und nach einer Schönheitsoperation gezeigt.
Olaf und Karin, die beiden Fernsehredakteure, kommen ins Haus, um Wohnung und Gewinnerin auf ihre Renovierungsbedürftigkeit hin zu untersuchen.

Wenn nun drei Handwerker, zwei Fernsehredakteure und eine Architektin ins Haus eines handwerklich begabten Alleskönners kommen, kann es schon mal turbulent zugehen. Wenn dann noch die Fernsehleute verwechselt werden, der Maler zum Schönheitschirurgen wird, eine Exhibitionistin im Haus ihr Unwesen treibt und die Handwerker sich mit einem Wettrenovieren duellieren, kann es dem Hausherrn schon mal zu viel werden.

Die schlagfertige Redakteurin gönnt Michael eine kurze Auszeit, bevor dieser ein zweites Mal die Handwerker und Architekten vor die Tür setzen kann. Danach scheint der Heimhandwerker wie ausgewechselt und freut sich seiner Werke.
Ob es ein neues Badezimmer und eine neue Oma geben wird, wird an dieser Stelle noch nicht verraten.

Schwank in drei Akten von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Darsteller & Rollen
> Andrea di Benedetto (Alfred Schwertle)
> Gottfried Biber (Eugen Hämmerle)
> Simone Frank (Rosa Anna Fröhlich)
> Nadine Gebele (Vroni Fröhlich)
> Anna Geh (Cäcilie Agathe Zenzi Sturm)
> Johanna Holl (Sophia Maria Sturm)
> Peter Schmid (Hieronymus Siegelring)
> Christoph Strasser (Franz Hämmerle)
> Erich Zaha (Johann Schwertle)

Crew
> Christian Eller (Souffleur, Requisiten)
> Stephan Eller (Regie, Technik, Requisiten)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur, Requisiten)
> Katrin Mühleisen (Maske)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie, Requisiten)
> Andreas Wolf (Grafik, Malereien)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Der Witwer Johann bewirtschaftet seit dem Tod seiner Frau den Hof zusammen mit seinem einzigen Sohn Alfred. Beide sind zwar sehr tüchtig, aber in dem Männerhaushalt herrscht – wie könnte es anders sein -totales Chaos. Beim leidigen Abwasch in der Küche geraten Johann und Alfred immer wieder aneinander wegen ein und demselben Thema: Johann wünscht sich, daß sein Sohn endlich heiratet. Statt dessen rät ihm der vorlaute Alfred, doch selbst noch einmal zu heiraten, wodurch dem Chaos in der Küche ein Ende bereitet werden könnte. Auch der ebenfalls verwitwete Nachbar Eugen hat arge Not mit seinem Sohn. Anscheinend besteht die einzige Tätigkeit von Franz darin, vor seinem Vater und der Arbeit zu flüchten. Beliebter Zufluchtsort ist der Hof von Johann und Alfred, wo immer ein gefüllter Kühlschrank, Schnaps und ein Bett auf ihn warten. Auch Franz kümmert sich absolut nicht um das andere Geschlecht, viel wichtiger ist ihm Essen, Trinken und Schlafen. Selbstverständlich kennt Eugen seinen Sohn gut genug, um ihn immer wieder aufzuspüren und mit Gewalt und Geschrei zur Arbeit zu treiben. Als Johann seinem Sohn Alfred den Hof übergeben will und eigens dafür den Notar Siegelring einbestellt, muss er feststellen, dass sich die Hofübergabe gar nicht so einfach darstellt, wie ursprünglich angenommen. Johann nutzt deshalb geschickt die Wettleidenschaft von Alfred aus und schlägt diesem eine Abmachung vor: Wer von beiden zuerst eine Frau findet, bekommt den Löwenanteil des Hofes. Dieser Wette kann Alfred nicht widerstehen und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Jeder der beiden Wettpartner – Vater und Sohn – will auch dem anderen zum Glück verhelfen und so suchen beide ohne Wissen des anderen jeweils zwei Frauen – Mutter und Tochter! Die vier Damen kreuzen gleichzeitig auf und so ist das Chaos in dem sonst so friedlichen Männerhaushalt perfekt. Es beginnt ein richtiges „Damenduell“ um die Gunst der Männer, das die Herren geschickt ausnutzen. Vier Frauen sind jedoch in jedem Fall zwei zuviel und aus diesem Grund widerfährt auch den Nachbarn Eugen und Franz unverhofftes „Glück“.

Geist-reiche Komödie in drei Akten von Markus Scheble und Sebastian Kolb
(Wilhelm Köhler Verlag)

Darsteller & Rollen
> Andrea di Benedetto (göttliche Stimme)
> Gottfried Biber (Froschmeier)
> Stephan Eller (Stelzl)
> Simone Frank (Finni)
> Nadine Gebele (Anna)
> Johanna Holl (Froschmeierin)
> Ramona Lipp (Schellnberger Resi)
> Peter Schmid (Emmeran)
> Erich Zaha (Bömmerl)

Crew
> Christian Eller (Souffleur)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Andreas Wolf (Grafik, Bühnenmalereien)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)
> Markus Zaha (Technik)

Inhaltsangabe
Der Polizeibeamte Stelzl steht an der himmlischen Pforte und ist schon gespannt darauf, was ihn dahinter wohl Schönes erwartet, als ihn eine göttliche Stimme davon in Kenntnis setzt, dass er sich durch einen Spezialauftrag seine göttlichen Flügel erst verdienen muss. Etwas irritiert stimmt er zu und erwartet seinen letzten Auftrag. Er muss „nur“ den verstorbenen Schreinermeister Bömmerl binnen 24 Stunden hinauf in den Himmel holen. Erfreut über den „leichten Spaziergang“ macht er sich auf den Weg hinunter. Der Auftrag erweist sich stündlich schwieriger als gedacht und die „Engel in spe“ müssen sich allerhand einfallen lassen, um ein Verbrechen zu verhindern und um alle weltlichen Dinge geordnet zurücklassen zu können.

Schwank in drei Akten von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Franz Kohlkopf)
> Christian Eller (Mario „Bonzo“)
> Stephan Eller (Thorsten Weichmann)
> Simone Frank (Maria Tomati)
> Anna Geh (Henneliese von Wolkenstein)
> Johanna Holl (Erika Kohlkopf)
> Ramona Lipp (Berta Lädele)
> Angelika Nähr (Maja Müslein)
> Peter Schmid (Klaus Müslein)
> Erich Zaha (Giovanni Tomati)

Crew
> Christian Eller (Technik)
> Stephan Eller (Technik)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Andreas Wolf (Grafik, Bühnenmalereien)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Franz und Erika Kohlkopf sind einfache und robuste Gemüsebauern, die hart arbeiten und leider nur sehr wenig verdienen. Täglich rackern sie sich ab, um finanziell einigermaßen über die Runden zu kommen. Zu allem Überdruss gibt es täglich „Zoff“ mit ihrer überaus gesundheitsbewussten Nachbarin Maja Müslein, die auf ökologischen Gemüseanbau und die traditionelle chinesische Heilkunst schwört. Damit verdient Maja ordentlich Geld insbesondere dann, wenn die vornehme und wohlhabende Frau Henneliese von Wolkenstein samt Kater Amadeus mit ihren Wehwehchen und Problemen zur Behandlung kommt. Majas verschlafener und äußerst langsamer Ehemann Klaus hat dafür nichts übrig. Er ist froh, wenn er essen, trinken und schlafen kann und seine Ruhe hat. Doch die gönnt ihm seine resolute Frau nicht allzu oft.

Die leichtgläubige Kaufladenbesitzerin Berta Lädele kauft ihr Obst und Gemüse mal bei Kohlkopfs aus herkömmlichem Anbau, mal bei Müsleins aus ökologischem Anbau je nachdem, wer ihr den größeren Bären über die Anbaumethoden des jeweiligen Kontrahenten aufbindet. Weitere Kunden sind der italienische Pizzabäcker Giovanni Tomati und seine impulsive Frau Maria von der Pizzeria „La Traviata“, die bei ihren Problemen und Sorgen immer den Rat und die Hilfe der gutmütigen Kohlkopfs in Anspruch nehmen.

Der naive Franz Kohlkopf wittert das große Geld, als plötzlich Mario, eine äußerst dubiose und geheimnisvolle Gestalt, auftaucht und ihm ein paar seltsame Pflanzen andreht. Mario legt dem gutmütigen Gemüsebauern ans Herz, er solle die Pflanzen möglichst unauffällig zwischen den Tomatensetzlingen anbauen und hegen und pflegen. Dafür werde er reich belohnt. Denn Mario gibt an, die Pflanzen gehörten einem Pharmakonzern und eigneten sich zur Herstellung eines Wundermittels zur Potenzsteigerung deshalb sei strengste Geheimhaltung geboten. Franz will seinem Freund Giovanni bei dessen „Liebesproblemen“ helfen und gibt ihm ein paar dieser Wunderpflanzen zum Verzehr. Und der trottelige Klaus Müslein verkauft auf dem Bio-Bauernmarkt versehentlich diese seltsamen Pflanzen anstatt der Tomatensetzlinge. So wird aufgedeckt, dass es sich um Cannabis-Pflanzen handelt. Alle Beteiligten sind nun in höchster Gefahr, denn Mario entpuppt sich als gefährlicher Drogen-Dealer, der vor nichts zurückschreckt, um seine Haut zu retten. Zum Glück schreitet Thorsten ein, der sich bis dato als harmloser „Softie“ mit einer Schwäche für das männliche Geschlecht tarnte, aber in Wirklichkeit ein knallharter Drogenfahnder ist. Er kann dem schrägen Vogel Mario noch rechtzeitig das Handwerk legen. So wendet sich ganz zum Schluss doch noch alles zum Guten und den Kohlkopfs winkt sogar eine Belohnung für ihre Unterstützung.

Schwank in drei Akten von Beate Irmisch
(Theaterverlag Rieder)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Gotthard von Knöttelmeier)
> Stephan Eller (Albatius von Knöttelmeier)
> Simone Frank (Heidi Gockel)
> Anna Geh (Gloria Pappendeckel)
> Johanna Holl (Auguste von Knöttelmeier)
> Joachim Kugelbrey (Hannes Waldeck)
> Ramona Lipp (Berta Sauerkraut)
> Marlene Schmid (Agathe Gockel)
> Peter Schmid (Franz Hirsch)
> Erich Zaha (Ferdinand Gockel)

Crew
> Verena Biber (Souffleurin)
> Christian Eller (Technik)
> Angelika Nähr (Souffleurin)
> Traudl Schaller (Regie)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Andreas Wolf (Grafik, Bühnenmalereien)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Es herrschen nicht gerade rosige Zeiten für’s alte Waldhotel „Zum wilden Gockel“! Dringende Modernisierungsmaßnahmen wären notwendig, um neue Gäste zu locken, aber den Gockel’s fehlt das nötige Kleingeld. Da die Wildschweinplage in diesem Frühherbst besonders groß ist, hat der hiesige Forstverband eine Treibjagd in Gockel’s Pacht angesetzt.
Just zu diesem Spektakel hat sich der betuchte Hobbyjäger Gotthard von Knöttelmeier nebst Gattin Auguste und Sohn Albatius aus Köln angesagt. Knöttelmeier war früher oft zu Gast im alten Waldhotel, als man noch auf Jagd nach Rehen und Hirschen ging. Auf einen Hirsch hat es der alte Knöttelmeier besonders abgesehen. Es ist Rudi – ein Sechzehnender! Ganz versessen darauf, dieses Tier auf der Pirsch zu erlegen, verspricht er Ferdinand Gockel eine stille Teilhaberschaft am Hotel. Die Sache hat nur einen Haken, von dem der alte Knöttel nix weiß: Rudi steht unter Naturschutz! Eigens für die Jagd hat man den Hirsch in ein Gehege gesperrt, damit ihm nichts passiert. Als jetzt auch noch Gloria Pappendeckel, die heimliche Geliebte von Gotthard auftaucht, und sich der trottelige Albatius in diese Dame verliebt, ist das Chaos perfekt!
Ausreden, faustdicke Lügen, Verwechslungen und ein Schuss während einer nächtlichen Pirsch, treiben die Geschichte auf den Höhepunkt! Auch Berta, die Köchin und gute Seele des Waldhotels hat mächtig ihre Hände im Spiel! Lieber Zuschauer! Wie heißt es so schön? Lachen ist die beste Medizin!!! Viel Spaß! (Die Autorin)

Schwank in drei Akten von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Darsteller & Rollen
> Christian Eller (Klaus Muffel)
> Stephan Eller (Peter)
> Simone Frank (Erika Muffel)
> Johanna Holl (Gisela Hansemann)
> Ramona Lipp (Jenny)
> Angelika Nähr (Frauke Brunsberg-Zickenstein)
> Traudl Schaller (Martha Muffel)
> Peter Schmid (Tom Hansemann)
> Erich Zaha (Gottfried Hansemann)

Crew
> Gottfried Biber (Technik)
> Verena Biber (Requisiten)
> Silvia Eller (Requisiten)
> Nadine Gebele (Souffleurin)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Andreas Wolf (Grafik, Bühnenmalerei)
> Petra Wolf (Maske)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Gisela und Gottfried Hansemann, ein vermögendes Ehepaar, genießen seit Jahren die himmlische Ruhe ihres Campingurlaubs. Das ändert sich schlagartig, als Klaus und Erika Muffel mitsamt Schwiegermutter Martha eintreffen. Hier prallen zwei Welten aufeinander, denn die Hansemanns sind äußerst rücksichtsvolle und angenehme Zeitgenossen, wogegen sich insbesondere Klaus Muffel als streitsüchtiger Polterer und Stänkerer erweist. Mit seiner Schwiegermutter Martha liegt Klaus Muffel sowieso im lautstarken Dauerclinch.
Eine weitere Campingplatz-Nachbarin ist Frauke, eine alleinerziehende Mutter und temperamentvolle Erziehungsberaterin, die mit ihren gut gemeinten, spontanen Therapieversuchen allerdings nicht sehr erfolgreich ist. Ein weiterer Camper ist der unscheinbare Peter, der ständig – meist in den unpassendsten Situationen – auftaucht, um dies und jenes auszuleihen. Die Nachricht, dass ein benachbarter Campingplatz von einer Diebesbande heimgesucht wurde, versetzt die Camper in Aufruhr.
Da kommt Hansemanns Sohn Tom wieder einmal zu Besuch, der sich immer nur dann blicken lässt, wenn er bis zum Hals in Schwierigkeiten steckt und Geld braucht. Um ihm ein Schnippchen zu schlagen, beschließen Hansemanns, mit den Muffels einfach die Plätze und damit auch die Verhältnisse zu tauschen. Tom, angeblich erfolgreicher Besitzer einer Model-Agentur, kommt nicht alleine: Er hat Jenny im Schlepptau, der er eine große Karriere auf dem Laufsteg verspricht, die sich jedoch schnell in Luft auflöst. Bis die diversen „Rollenspiele“ aber aufgeklärt sind, gibt es noch viel Aufregung und viel zu lachen.

Schwank in drei Akten von Jürgen Schuster
(Theaterverlag Rieder)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Florian Brandner)
> Christian Eller (Johannes Schöninger)
> Simone Frank (Eva Brandner)
> Johanna Holl (Brigitte Brandner)
> Traudl Schaller (Anna Rehbein)
> Peter Schmid (Bernhard Kälble)
> Erich Zaha (Pfarrer Kaslinger)

Crew
> Stephan Eller (Regie/Technik)
> Nadine Gebele (Souffleurin)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Andreas Wolf (Grafik, Bühnenbau)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Die Feuerwehr von Unterbach, einer kleinen Gemeinde, kämpft beständig um ihre Unabhängigkeit. Bisher konnte die Fusion mit der größeren Nachbargemeinde Oberbach abgewendet werden, aber die Situation verschlechtert sich zusehends.
Florian Brandner, eifriger Vorstand der Feuerwehr, ist der größte Verfechter und stellt seinen Einsatz sogar über seine Familie, was ihm regelmäßig den Zorn seiner Frau Brigitte einbringt. Als er sich trotz anderer Versprechen wieder zum Vorstand wählen lässt, platzt Brigitte der Kragen. Sie jagt ihren Florian aus dem Haus, so dass dieser sich in seinem geliebten Spritzenhaus einquartieren muss.
Doch dann beginnen die Probleme erst. In der ersten Nacht wird er überfallen und niedergeschlagen und ein Drohbrief sorgt für weitere Aufregung. Er verdächtigt seine Frau und beschließt auf keinen Fall klein beizugeben. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern dem alternden Dorfcasanova Johannes Schöninger und dem etwas einfältigen, stotternden Bernhard Kälble plant er unbeirrt das große Feuerwehrfest, probt hierfür sogar bereits fleißig die Einlagen.
Unter den mehr oder weniger strengen Augen des Dorfpfarrers Kaslinger und dessen Haushälterin Frl. Rehbein geschehen jedoch immer noch  turbulentere Dinge: auch Kälble wird von zu Hause ausquartiert, ein Feuerwehreinsatz wird gründlich sabotiert, Johannes Schöninger in einen Hinterhalt gelockt. Alles in allem wird der Fortbestand der Wehr immer unsicherer. Seltsam ist auch, dass Brandners Tochter eigentlich gar nichts gegen einen solchen Zusammenschluss hätte! Was steckt wohl hier dahinter?

Lustspiel in drei Akten von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Gustav)
> Verena Biber (Lisa)
> Stephan Eller (Dr. Reinhard Kümmerlich)
> Simone Frank (Rosi)
> Johanna Holl (Klara)
> Angelika Nähr (Sonja)
> Traudl Schaller (Brunhilde)
> Peter Schmid (Hajo Hassmann)
> Erich Zaha (Anton)

Crew
> Christian Eller (Regie, Technik)
> Nadine Gebele (Souffleurin)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Sandra Schinko (Maske)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Jungbäuerin Rosi bewirtschaftet nach dem Tod ihres Mannes den Bauernhof alleine. Ihr Schwiegervater Opa Anton hat nur Dummheiten im Kopf. Unterstützung erfährt Rosi lediglich durch ihre Mutter Klara, die wegen ihres Putzfimmels aber für Opa Anton ein Dorn im Auge ist. Die geizige Nachbarin Brunhilde taucht regelmäßig bei Rosi auf, um die neueste Frauenzeitschrift „Herz-Schmerz“ auszuleihen und was ihr sonst noch fehlt. Postbotin Lisa schwärmt von der Kolumnistin Britta von Schwallbach, die in der Herz-Schmerz Ratschläge von „Frau zu Frau“ veröffentlicht. Lisa hofft, mit Hilfe dieser Tipps endlich den „Richtigen“ zu finden.

Nebenbei hat Rosi das Altenteil für Opa Anton seniorengerecht renovieren lassen und noch schöne Fremdenzimmer eingerichtet. Opa Anton kündigt an, mögliche Urlaubsgäste so schnell wie möglich wieder zu vertreiben. Auch gibt er in der Herz-Schmerz eine Anzeige auf, worin Rosi angeblich einen zupackenden Bauern sucht. Mit Gustav Glitzer tauch sogar ein Heiratskandidat auf, der aber den Erwartungen ganz und gar nicht entspricht. Dr. Reinhard Kümmerlich hat sich verlaufen und wird von Bäuerin Rosi versehentlich für den sehnlichst erwarteten Tierarzt gehalten. Der erste Feriengast, ein Schriftsteller, möchte inkognito bleiben. Doch Rosi findet heraus, dass es sich um Hajo Hassmann handelt, einen überzeugten Single und Autor von frauenfeindlichen Büchern. Und irgendwie hat Hajo Hassmann auch etwas mit der Zeitschrift Herz-Schmerz zu tun, kennt er doch alle Ratschläge dieser Britta von Schwallbach.

Als sich Brunhilde mit einer Leserzuschrift an die Ratgeberin wendet, stellt sich überraschenderweise heraus: Hajo Hassmann ist der Verfasser dieser Tipps, für Geld tut er eben alles! Dann taucht auch noch Sonja, Hajos heimliche Geliebte auf, die sich als Britta von Schwallbach ausgibt. Opa Anton durchschaut die Tricksereien und lässt sich soviel „Schweigegeld“ zahlen, wie die Gästezimmer monatlich einbringen würden. So hat er die lästigen „Mitbewohner“ los und Rosi bekommt trotzdem die dringend benötigten Einnahmen. Alles scheint bestens geregelt zu sein, doch als Rosis Mutter Klara nun bei Anton einzieht, wünscht er sich sogar den Feriengast wieder zurück.

Schwank in drei Akten von Erich Koch
(Reinehr Verlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Rolf Tauber)
> Christian Eller (Charles de la Pissoir)
> Simone Frank (Ramona)
> Johanna Holl (Emma Schläfer)
> Angelika Nähr (Sabine Klick)
> Traudl Schaller (Klara von Geldig)
> Peter Schmid (Lars)
> Willi Steiger (Erwin Schläfer)
> Erich Zaha (Otto)

Crew
> Verena Biber (Souffleurin)
> Stephan Eller (Technik)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Sonja Schmid (Souffleurin)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Opa Otto will mit allen Mitteln nochmals seine Wirkung auf Frauen ausprobieren. Dabei scheut er weder Friedhof noch Internet. Und da interessiert es ihn nicht, dass Erwin aus der Kur, in der dieser sich als Rolf Taube ausgegeben hat, Klara als Kurschatten mitbringt. Da Erwin die Kur frühzeitig abbrechen musste, versucht er, als Adele Kehraus verkleidet, bei seinem Freund Rolf unterzutauchen. Aber dessen rabiate Schwiegermutter hat etwas dagegen. Doch Rolf, der Gefallen an Klara findet, weiß, wie man Schwiegerdrachen mit Baldrian bändigt.

Emma, Erwins Frau, hat bei ihrem heimlichen Wellnessurlaub Charles kennengelernt. Als der bei ihr auftaucht, geraten ihre Gefühle in einen großen Zwiespalt. Sie weiß ja nicht, dass Charles de la Pissoir ein gesuchter Heiratsschwindler ist. Blöd nur, dass Emma im Urlaub aus Langeweile am Wettbewerb einer Zeitung teilgenommen hat und nun zur Hausfrau des Jahres gekürt werden soll. Um die Prämie in Empfang nehmen zu können, muss sie jedoch der Reporterin Sabine erst die erfundene Monsterfamilie präsentieren. Da passt es, dass sich ihr Sohn Lars in Opas Inernetbekannte Ramona verliebt hat. Auch wenn er dabei seinen männlichen Status verliert und Ramona zeitweise seine sprachgestörte Schwester spielen muss. Da alle mitspielen, gelangt der Scheck schließlich doch in Emmas Hände.

Als Charles damit verschwinden will, löst sich schließlich das Versteckspiel auf. Erwin muss den Gang nach Canossa antreten und auch Emma muss ihr Rentnerpetting beichten. Da eine gute Ehe nur wenige Komplimente am Tag verträgt, vertragen sie sich aber wieder. Auch Opa findet nach mehreren Fehlversuchen schließlich Rolfs Schwiegermutter eine platonische Partnerin fürs Altenheim. Doch so ganz hat er seine Hoffnung auf erotische Gefühle noch nicht aufgegeben. Meidtieren hilft immer: Ommni-bus, Ommni-bus.

Lustspiel in drei Akten von Wolfgang Bräutigam
(Wilhelm Köhler Verlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Rudolf Diestler)
> Verena Biber (Melanie Grafinger)
> Christian Eller (Paul Winkler)
> Simone Frank (Sandra Grafinger)
> Johanna Holl (Anna-Maria Maurer)
> Joachim Kugelbrey (Anton Schober)
> Angelika Nähr (Nathalie Herzberg)
> Traudl Schaller (Hedwig Winkler)
> Peter Schmid (Erich Winkler)
> Willi Steiger (Michael Grafinger)
> Erich Zaha (Herbert Grafinger)

Crew
> Nicole Bauer (Souffleurin)
> Stephan Eller (Technik)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Sonja Schmid (Souffleurin)
> Petra Wolf (Maske)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Das Kurhotel „Sonnenschein“ steckt in finanzieller Not. Masseur Anton Schober hat aus dem geerbten Hotel ein Kurhotel gemacht. Die Gesundheitsreform machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Die gesetzlichen Krankenkassen überweisen keine Patienten mehr. Seine Frau hat bei der Scheidung das halbe Vermögen zugesprochen bekommen. Das Anwesen soll nun gepfändet werden.

Als letzte Rettung versucht man das Konzept einer privaten Kurklinik in Reisekatalogen unterzubringen. Das Reiseunternehmen Leckermann ist interessiert und veranstaltet für den Qualitätstest des Hauses ein Preisausschreiben mit dem Gewinn von zwei Wochen freien Aufenthalt für zwei Personen.

Doch leider hat das gesamte Personal gekündigt. Nur der Geschäftsführer Paul hält zu seinem Chef. Hilfe soll Pauls Bruder Erich, ein arbeitsloser Schauspieler, und dessen Freundin, die angehende Ärztin Sandra bringen. Sie sollen als Personal und Gäste für eine florierende Klinik sorgen. Die Reparatur am Fahrstuhl erledigt ein guter „Freund“ von Sandra, der sich als deren Cousine Melanie entpuppt. Paul und Erich haben seit Jahren ihre Mutter brieflich über den angeblichen Werdegang zum Elektroingenieur bzw. zum Arzt auf dem Laufenden gehalten.

Ausgerechnet die Mutter und die Tante der beiden erscheinen als Gewinnerinnen des Preisrätsels in der Klinik. Herbert und Michael wollen in der Klinik wegen eines Inserats zwei „Täubchen“ kennen lernen. Das Erkennungszeichen, eine rote Rose, ist zufällig auch das Begrüßungsgeschenk für die anderen weiblichen Gäste. Herbert und Michael, die Väter von Melanie und Sandra, haben auch nicht die geringste Ahnung davon, dass ihre Töchter beruflich auf Abwegen sind. Auch die Eltern haben einiges vor ihren Kindern verborgen gehalten. Nun treffen in der Kurklinik alle Heimlichkeiten aufeinander. Die Kinder müssen alle Berufe und noch viel mehr unter Beweis stellen. Paul ist Geschäftsführer, Koch und Elektriker; Erich mimt Liftboy, Schauspieler und Kurarzt; Melanie Elektrikerin und Bedienung; Sandra, Sportlehrerin, Schauspielerin und Ärztin. Und dies alles um die Klinik florieren zu lassen und den ganzen Schwindel aufrecht zu erhalten.

Dies wäre kein Problem, wenn da nicht auch noch ein Gerichtsvollzieher, ein Mörder, eine Leiche und doch keine, ein Scheich, Romeo und Julia, und, und, und….wären. So manchen wird es schwindelig, bis sich hoffentlich alles in Wohlgefallen auflöst. So gibt es am Ende viele glückliche Paare, viele mit reinem Gewissen, eine große Überraschung und vielleicht doch noch etwas Sonnenschein für die Kurklinik…?

Lustspiel in drei Akten von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Sebastian)
> Christian Eller (Michael)
> Silvia Eller (Bärbel Restle)
> Stephan Eller (Knut Sonnenschein)
> Simone Frank (Hedwig)
> Johanna Holl (Erna Restle)
> Michael Huber (Gustav)
> Joachim Kugelbrey (Leo Lachmann)
> Angelika Nähr (Klothilde Sonnenschein)
> Traudl Schaller (Lina)
> Peter Schmid (Karl)
> Willi Steiger (Johannes Restle)
> Erich Zaha (Wilhelm Restle)

Crew
> Christian Eller (Regie)
> Nadine Gebele (Souffleurin)
> Sandra Schinko (Maske)
> Tamara Wegner (Souffleurin)
> Norbert Wolf (Technik)
> Petra Wolf (Maske)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Es ist schon merkwürdig! Über Nacht rückt ein kleines, unscheinbares Dorf in den Mittelpunk der Presse-, Radio- und Fernsehberichterstattung. Sogar der Ministerpräsident interessiert sich urplötzlich für dieses Dorf und schickt deshalb einen hochkarätigen Ministerialbeamten. Und dabei fing alles so harmlos an: Der Bürgermeister und der Dorfpfarrer, seit jeher Nachbarn, streiten wieder einmal, daß die Fetzen fliegen. Und das, wo doch die 1200-Jahr-Feier der Gemeinde ins Haus steht! Der Bürgermeister ist derart von sich überzeugt, daß er sich als Brunnenfigur auf der Mitte des Dorfplatzes verewigen läßt. Diese Selbstverherrlichung ist dem Pfarrer zuwider. Wen wundert es, daß er im Zorn meint, aus diesem Dorfbrunnen müsse schon Heilwasser fließen, damit er mit dem Bürgermeister zusammenarbeiten könne. Dieser Ausspruch hat fatale Folgen! Der gerissene Opa und der Altknecht, zwei „kaisertreue Haudegen“ vom alten Schlag, nutzen die Ankunft von Feriengästen, um den „Wunsch“ des Pfarrers wahr werden zu lassen. Angeblich sei ein Feriengast durch einen Sturz vom Heuboden schwer verletzt worden, aber durch die Berührung mit dem Brunnenwasser wieder geheilt, erzählt man sich. Daraufhin bricht das Heilwasser-Fieber aus. Bürgermeister und Pfarrer werten dieses Phänomen als Ergebnis ihrer „blendenden Nachbarschaft“ und werden plötzlich Freunde.

Presse, Fernsehen und Radio lassen nicht lange auf sich warten, ebensowenig der „Commerz“. Beflügelt durch unerwartete Einnahmen aus dem Heilwasserverkauf, planen die beiden nicht nur eine 1200-Jahr-Feier, sondern ein Jahrhundertereignis. Vorschnell wird ein vermeintlicher Opernstar engagiert. Doch an dessen Echtheit darf gezweifelt werden, denn der gewiefte Opa hat die Fäden in der Hand und bereitet dem Heilwasser-Fieber ein schnelles Ende.

oder „Lieber einen Mann als gar keinen Ärger“
Schwank in drei Akten von Regina Rösch (Theaterverlag Rieder)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Maximilian Müller)
> Simone Frank (Susanne Pfeiffer)
> Johanna Holl (Betty Fetzer)
> Traudl Schaller (Helga Geiger)
> Marlene Schmid (Tante Edith)
> Peter Schmid (Stefan Fetzer)
> Willi Steiger (Emil Fetzer)
> Erich Zaha (Oswald Geiger)

Crew
> Christian Eller (Souffleur)
> Silvia Eller (Requisiten)
> Stephan Eller (Requisiten)
> Michael Huber (Requisiten)
> Joachim Kugelbrey (Requisiten)
> Angelika Nähr (Requisiten)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Norbert Wolf (Technik)
> Petra Wolf (Maske)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Es ist der 24. Juni, ein warmer Sommertag, doch im Wohnzimmer der Familie Fetzer steht noch immer der Weihnachtsbaum, an dem sich mit letzter Kraft einige Nadeln festhalten. Die Wohnung versinkt im Chaos, denn die Umgebung des Christbaums wurde von Emil, dem Herrn des Hauses, zum Sperrgebiet erklärt.

Schließlich stehen 30 Liter Bier auf dem Spiel, die Emil erhält, wenn „es sein Baum länger aushält“ als der seines Freundes Oswald. Und mitten in den Streitereien um den Baum und das seit 25 Jahren nicht mehr tapezierte Wohnzimmer, keimt bei Emil und seiner Frau Betty der Verdacht, man könne in einer Woche Silberhochzeit haben. Doch in welchem Jahr war der „Kriegsbeginn“? Die „Sterbeurkunde“ ist nicht zu finden, das „Fangeisen“ geht nicht vom Finger und auch Oswald, der den Fehler seines Lebens im gleichen Jahr wie Emil begangen hat, kann sich lediglich erinnern, dass es im besagten Jahr auf dem Feuerwehrfest Schaschlik gab. Der Verdacht wird zur Gewissheit, die Silberhochzeit steht vor der Tür!

Betty und Oswald’s Frau Helga wollen groß feiern und erwarten Geschenke für ihr Durchhaltevermögen, doch die Männer sind der Meinung ein „Obstbödele“ und eine Tasse Kaffee wären in Anbetracht dessen, was man bereits erlitten habe, völlig ausreichend. Die Enttäuschung ist groß, bei Helga und Betty fließen die Tränen und auch Emil gerät in Panik, als Betty die Anreise der Erbtante Edith zur Silberhochzeit verkündet. Schnell wird allen klar, dass man den Erwartungen der Erbtante wohl in keinster Weise gerecht werden wird. Denn Betty hat in ihren Briefen an Tante Edith ihr Familienleben so dargestellt wie sie es sich immer erträumt hat. Sohn Stefan, der mit Ach und Krach seine Schlosserlehre geschafft hat, ist Zahnarzt, man verkehrt, statt mit Oswald und seiner Frau Helga, die nicht mit Intelligenz gesegnet sind, in höchsten Kreisen, und der sein Sofa und Bier liebende Emil ist der angesehenste Bürger der ganzen Gemeinde. Nun ist guter Rat teuer, schließlich baut Emils gesamte Altersvorsorge auf Tante Edith auf und man will auf keinen Fall enterbt werden!

Die Silberhochzeit steigt, genau so, wie Betty es sich erträumt hat! Unter Mithilfe der Nachbarn und Freunde wird für Tante Edith ein wahres Theaterstück inszeniert um sich als „High Society“ darzustellen, was leider nicht immer ganz reibungslos klappt, denn Manieren und gute Umgangsformen bekommt man leider nicht von heute auf morgen. Aber – nicht nur die von Emil für die Feier engagierten Nachbarn spielen Theater!

Ein ungewöhnliche Wahlkampf auf dem Dorf von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Peter Hering)
> Christian Eller (Hannes Klug)
> Silvia Eller (Anni Gscheidle)
> Simone Frank (Gerda Scharf)
> Johanna Holl (Kunigunde Schlotterbeck)
> Michael Huber (August Scharf)
> Angelika Nähr (Marylin)
> Traudl Schaller (Gisela Keusch)
> Marlene Schmid (Emma Hering)
> Peter Schmid (Karl Fässle)
> Willi Steiger (Heinz Gscheidle)
> Erich Zaha (Paul)

Crew
> Stephan Eller (Technik)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Norbert Wolf (Maske)
> Petra Wolf (Maske)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Eigentlich sollte es in der Gemeinde wieder einen Kommunalwahlkampf geben, wie man ihn kennt. Die Ortsgewaltigen kandidieren um das Amt des Gemeinderats, werden selbstverständlich gewählt und treiben in der nächsten Amtsperiode weiterhin ihr Unwesen. Und Bürgermeister Heinz Gscheidle wäre sicher wieder zufrieden, wenn er am Ratstisch seine altbekannten Kumpanen um sich hätte.

Aber alles kommt anders! Bei dieser Wahl hat sich nämlich erstmals eine Frauenliste gebildet mit dem Ziel, die Männerherrschaft im Gemeinderat zu brechen. Mit ihrem nicht alltäglichen Wahlprogramm, das gravierende Einschnitte in die „heile Männerwelt“ vorsieht, findet die Frauenliste unter Führung der resoluten Kunigunde Schlotterbeck große Zustimmung bei den weiblichen Wählern. Auch in den Meinungsumfragen schneiden die Damen sehr gut ab und die Hälfte der Gemeinderatssitze scheint der Frauenliste sicher zu sein.

Dies ist Grund genug für Bürgermeister Gscheidle, den Vormarsch der resoluten „Emanzen“ im Wahlkampf zu bremsen. Dazu ist ihm jedes Mittel recht. Kurzerhand beschließt er, seinen neuen Gemeindeinspektor Hannes Klug in die Frauenriege einzuschleusen. Dieser soll – als Frau verkleidet – ihn über die Pläne der gegnerischen Liste informieren. Kurz vor der Wahl will der Bürgermeister dann aufgrund der so gewonnenen Informationen zum vernichtenden Gegenschlag ausholen, um den Frauen sämtliche Chancen zu verderben. Selbstverständlich wäre auch Hannes Klug als Mitwisser danach überflüssig und könnte sich nach einer anderen Stelle umsehen.

Hannes spielt jedoch seine Rolle als eine „männergeschädigte Emanze“ so perfekt, daß ihn die Frauenliste zur „Spitzenkandidatin“ macht. Schließlich waren es seine Vorschläge, die den Wahlkampf der Damen zur „FRAUENPOWER“ werden ließen. Auch die Presse freut sich an dem neuen und für die Männer gänzlich unverständlichen Wahlprogramm der Damen und füllt ihre Zeitungen damit!

Das umstrittene Nachtlokal „Rosaroter Panther“ und Bardame Marylin tragen ihren Teil dazu bei, daß der Wahlkampf interessant bleibt. Die Männer sind dort Stammgäste, sehr zum Leidwesen der Damen, die derartige Lokale verabscheuen und aus Prinzip nicht betreten. Hannes Klug schafft es jedoch mit List, daß die Damen der Frauenliste in entsprechender Verkleidung – um inkognito zu bleiben – den „Panther“ betreten. Wie der Zufall will, sind auch Bürgermeister Gscheidle und seine Gemeinderäte dort. Die Herren erkennen jedoch ihre politischen Gegnerinnen nicht und „baggern“ sie an. Die Folgen sind fatal! Peinliche Fotos dieser ungewöhnlichen nächtlichen Begegnung und weitere Druckmittel nutzt Hannes geschickt, um beide Parteien in die Knie zu zwingen. Schließlich schwindet die Lust sowohl bei den Damen wie auch bei den Herren, in den Gemeinderat einziehen zu wollen, und Hannes kann getrost seinen „Wunsch-Gemeinderat“, sehr zum Leidwesen des Bürgermeisters, zusammenstellen.

Ein dörflicher Schwank in drei Akten von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Prof. Dr. Gottlieb Schippenschein)
> Christian Eller (Heinz-Harald von Silberstein)
> Simone Frank (Hannelore)
> Johanna Holl (Helene Kübele)
> Michael Huber (Anton Besele)
> Angelika Nähr (Ludwiga von Silberstein)
> Traudl Schaller (Rosalinde Schneckenberger)
> Marlene Schmid (Emma Lädele)
> Peter Schmid (Sepp Schäufele)
> Erich Zaha (Franz Kübele)

Crew
> Stephan Eller (Technik)
> Silvia Eller (Souffleurin)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Norbert Wolf (Technik)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)
> Petra Ziegelmeier (Maske)

Inhaltsangabe
Franz Kübele, stressgeplager Ortsvorsteher einer ländlichen Gemeinde, ist vom Pech verfolgt. Zuerst vergißt er seinen Hochzeitstag und muß sich die Vorwürfe seiner Frau anhören. Dann kreuzt, wie jeden Tag, das überkandidelte Ehepaar Silberstein auf, um sich über den krähenden Hahn, die probende Blaskapelle und die läutenden Kirchturmglocken zu beschweren. Franz Kübele ist bereit, in allem nachzugeben, aber wie soll er einem Hahn das Krähen verbieten? Die Glocken hingegen will er eigenhändig abhängen. Der Versuch geht allerdings schief und Franz erhält einen Schlag auf den Kopf, der ihm das Gedächtnis für die letzten fünf Jahre raubt. Diese Situation nützt der gerissene Amtsdiener Sepp geschickt aus. Zunächst sorgt er für seine Beförderung. Dann löst er die Probleme der Silbersteins auf seine Weise. Auch die Sekretärin Hannelore trägt mit einer Heiratsanzeige dazu bei, daß die Lage in der Amtsstube alsbald eskaliert. Und damit auch alle im Dorf erfahren, was sich dort abspielt, erkauft sich die Schwatzbase Emma vom Lädchen nebenan die jeweils neuesten aber nicht unbedingt zutreffenden Gerüchte mit kleinen „Geschenken“.

Kabarett

Hillus Herzdropfa sorgen auf gut Schwäbisch für viele Lacher bei den Theaterfreunden aus Margertshausen (von Marcus Angele)

Zum 15. Kabarettabend hatten die Theaterfreunde des SSV Margertshausen zwei besondere „Schwoaba“ zu Gast: Hillus Herzdropfa alias Hillu Stoll und Franz Auber brachten den randvollen Saal im Vereinsheim zum Kochen. Mit Dialekt, schwarzem Humor und dem ewigen Kampf zwischen Mann und Frau zündeten sie über zwei Stunden ein herrlich lustiges Pointenfeuerwerk, bei dem die Zuschauer kaum aus dem Lachen heraus kamen. Der Erfolg der beiden steckt mehr oder weniger versteckt im Detail: in jeder der kleinen überspitzt lustigen Geschichten steckt vielleicht ein Fünkchen Wahrheit, die man aus dem wirklichen Leben kennt.

Hillus Herzdropfa sind mittlerweile weit über die Grenzen der schwäbischen Alb, auch durch Funk und Fernsehen, bekannt und feiern in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. In ihrem Flyer haben sie dazu eine Aufstellung mit einigen interessanten und witzigen Fakten zusammengestellt. So haben sie in den 20 Jahren 4.300 Auftritte, zirka 34.400 Auftrittsstunden gespielt, sind 680.000 Kilometer gefahren, haben sechs Mal eine Fahrzeugkontrolle schadlos überstanden und Hillu ein Paar Gummistiefel durchgelaufen. Mit rund 280 Auftritten sind sie praktisch das ganze Jahr unterwegs und machten nun wieder in Margertshausen einen unterhaltsamen Stopp. „Ich hab eigentlich nur ein Plakat bei unserem Bäcker aufgehängt und dann blieb das Telefon praktisch nicht mehr still“, meinte Gottfried Biber zum schnell ausverkauften Kartenvorverkauf.

Bevor der Angriff auf die Lachmuskeln beginnt, gibt es aber zunächst ernste Worte von Hillu in Form eines Gedichts, wie schön es doch auf einer friedlichen Erde wäre. Doch hier gehört auch Lachen dazu und da hatten die Herzdropfa die absolut richtige Medizin dabei.

Im Programm sind Lena und Maddeis zwei Ur-Schwoaba vom Baurahof mit einem rota Bulldog. Lena führt dabei mit Schurz, Kopftuch, Gummistiefel und einer sehr strengen Mimik das Regiment, während der etwas naive Maddeis zwar gern der Herr im Haus wäre, aber dies eben nur dann auslebt, wenn seine Lena grad nicht da ist. Und so beginnt der äußerst heitere Kampf der Geschlechter. Dazu gelingt es den beiden immer wieder herrlich, das Publikum ins Schauspiel mit einzubeziehen. Die Meinung der resoluten Lena ist dabei klar: „Alle Männer sind gleich, wenn man die in einen Sack steckt und drauf haut, trifft man immer den Richtigen. Wer Männer versteht, kann auch durch Null teilen“. Aber auch die „Hegga-Scheißer“, das sind die unbeliebten Bewohner rund um Stuttgart, kann sie nicht leiden und Lena freut sich nach einem Unfall mit ihrem geliebten Massey-Ferguson-Bulldog tierisch, als die feine Dame plötzlich in der „Seuchrinna vorm Misthaufa“ liegt. Anschließend kommt ihr Mann Maddeis mit einem Buch auf die Bühne. Mit „Der Herr im Haus bin ich“ soll daheim alles anders werden und er weiß, wie befreiend es ist, wenn man allein zu Hause einmal auf den Tisch haut. Als er sich so in Rage redet, wie er künftig regiert möchte, steht seine Frau Lena bereits im Hintergrund und hört sich das Ganze mit ihrer unnachahmlichen grimmigen Mimik genau an, um dann ihrem Mann wieder die Leviten zu lesen und er natürlich brav klein beigibt.

Herrlich gelingt auch der anschließende Kirchenbesuch, und da kommt den beiden nichts aus: wer ist der Herr mit dem Hut, die unmögliche Nachbarin mit den roten Haaren, wer was in den Klingelbeutel wirft oder ob zuhause das Bügeleisen ausgeschaltet ist, ist wesentlich wichtiger als die Messe selbst. Aber auch Frauen untereinander können beim Tratsch zweier Ratschweiber schon bissig werden. Schließlich wird diskutiert, ob eine Unterhose nach 15 Jahren schon ausgetauscht werden darf und unter Umständen auch weitervererbt wird.

Nach der Pause erfährt das Publikum, dass man ohne Hirn in der Politik durchaus weit kommen kann. Dazu muss sich noch ein Malermeister mit seinem naiv-faulen Lehrling herumärgern genauso wie eine Brauereibesitzerin mit ihrem Fahrer. Der will ihr nämlich verschönt erklären, dass die Abkürzung beim Bierausfahren durch einen Eisenbahntunnel nicht ganz so lief wie geplant.

Zur Zugabe zeigen die beiden noch musikalisches Talent, als sie über die schlüpfrige Herkunft der fünf Kinder der Brauereibesitzerin Lisbeth singen. Nach langem Applaus merkt man schnell, dass es nicht nur dem Publikum einen Heidenspaß gemacht hat, sondern auch den beiden Protagonisten auf der Bühne und sie kündigten an, dass sie voraussichtlich in 2025 wieder nach Margertshausen kommen.

Helmut A. Binser begeistert in Margertshausen mit unglaublichen Geschichten und schwarzem Humor (von Marcus Angele)

Margertshausen Es ist schon wieder vier Jahre her, als Helmut A. Binser zum ersten Mal beim Theaterverein in Margertshausen zu Gast war. Nun kam er wieder mit seinem neuen Programm „Bavarian Influencer“ in die Staudengemeinde und sorgte unter anderem mit seinen schier unglaublichen Geschichten aus seinem oberpfälzischen Heimatdorf für fast pausenlose Lachsalven im kleinen Sportheimsaal.

Das neue Bühnenprogramm von Musikkabarettist Helmut A. Binser kam zwar coronabedingt fast zwei Jahre später als geplant, es ist aber ein über zweistündiger Angriff auf die Lachmuskeln pur. Es macht ihm auf der kleinen Bühne sichtlich Spaß und er muss sogar wie beim Lied „Alkoholfreies Bier“ mit dem Publikum, das er immer wieder in seine Geschichten und Lieder einbindet, mitlachen. Für Binser, der eigentlich Martin Schönberger heißt, ist es ein Privileg auf der Bühne zu stehen und so genießt er jeden Auftritt: „Gerade die Coronapause hatte einen ganz speziellen Effekt für mich. Man geht wieder mit viel mehr Freude auf die Bühne und man spürt, wie schön und nicht selbstverständlich es ist, seinen Traumberuf auszuleben“. Der Name „Bavarian Influencer“ kommt eigentlich von seinen sehenswerten kurzen YouTube-Videos, in denen er bayerische Bräuche und Begriffe in einem kuriosen bayerischen Englisch erklärt. Das Bühnenprogramm handelt dagegen von „fast echten“ Geschichten aus seinem Heimatdorf Runding bei Cham, die er gespickt mit Ironie im schönsten oberpfälzischen Dialekt vorträgt. Dabei wechselt er gekonnt innerhalb von Sekunden von liebenswerten Nettigkeiten zu schwärzestem Humor.

Der sympathische immer mit Hut, Brille und in schwarz gekleidete Künstler macht vor nichts halt und versteht es meisterhaft, der Spitze noch einen drauf zu setzen. Die Geschichten beginnen meist recht harmlos. So ging der Pfarrer beim Faschingsumzug im Schottenrock. So weit so gut, aber als Hochwürden dann einen Handstand direkt vor dem Frauenbund machte, eskalierte die Sache. Genauso der Männerausflug nach Hamburg, der ursprünglich zum Modelleisenbahnmuseum führen sollte, der aber dann durch unglückliche Verkettungen über die Reeperbahn in der Kellerbar im Hotel Atlantic endete, wo schließlich Udo Lindenberg mit Udo Jürgens verwechselt wird. Er selbst hat ein Wiesengrundstück mit 25000 Quadratmetern für den sagenhaften Preis von 25000 Euro an einen Investor verkauft. „Jeden Tag steht eben a Blöder auf“, sagt der Binser stolz. Am Schluss ist aber er der Blöde, weil auf der Wiese einige teure Bauplätze entstanden, wo jetzt lauter Häuser im typisch-bayerischen Toskana-Stil stehen. Binser erzählt von seinen beiden Katzen, Benedikt und Franziskus, die ihre Hinterlassenschaften bevorzugt im Zen-Garten, der wahrscheinlich so heißt, weil er das zehnfache kostet, des ungeliebten Nachbarn verrichten. Herrlich verrückt mutiert auch die Story über das „kontrollierte“ Abfackeln seines denkmalgeschützten Stadels, das, dank seiner Freunde, zu einem wahren Dorffest wird. Sogar der Rettungshubschrauber bekommt hier dann noch seinen Einsatz, da sein Freund Doni mit der Kettensäge wenig „Fingerspitzen“-Gefühl zeigte und selbige dann erst wieder aus der Biotonne zwischen den abgenagten Ripperl herausgesucht werden müssen.

Und in der gleichen Humor-Taktung geht es mit den Vorteilen von großen Nasenlöchern oder Intervallfasten, einem ländlichen Arztbesuch oder dem Zusammenhang von Pflasterpflege und Zahnreinigung fort. Das Publikum ist begeistert und fordert am Ende immer wieder eine Zugabe, die natürlich auch kommt, weil Binser gar nicht von der Bühne geht, sondern sich nur hinter dem schmalen Lautsprecher „versteckt“. Zum Schluss bietet er auch noch eine Wette an, wer ihm das Lied „Überall dahoam“ auswendig vorsingen kann, bekommt 100 Liter Freibier. Allerdings sind hier die Chancen eher bescheiden, da er in seinem Blues rasend schnell alle bisherigen Auftrittsorte aufzählt – und schließlich dann mit Margertshausen das Lied und das Konzert beendet.

Die Coronapause nutzte Binser übrigens, um sich seinen lang gehegten Wunsch – einen Roman zu schreiben – zu erfüllen. In „Flink“, so der Titel, geht es um einen ehemaligen Profifußballer, der seinem Heimatverein zum Aufstieg verhilft. Dazu kommen auch noch einige Dorf- und Liebesgeschichten. Mittlerweile sind es sogar drei Bücher geworden.

Thomas Mayer alias der Vogelmayer sorgt beim Kulturabend der Margertshauser Theaterfreunde mit Witz und Gesang für viele Lacher (von Marcus Angele, Augsburger Allgemeine, 30.10.2019)

Beim schon traditionellen Kabarettabend der Theaterriege des SSV Margertshauen durften die Besucher gut zwei Stunden über das mit teils derben Stammtischwitzen und kuriosen Wortspielen gespickte Programm des Vogelmayers lachen. Der gesellige Niederbayer versteht es dabei, die Leute zu unterhalten, mitzunehmen und bei seinen Liedern auch zum Nachdenken zu animieren.

„Genießen Sie den Abend, meistens komm ich bloß einmal“, begrüßt der sympathische Vogelmayer lachend im „Dahoam“-T-Shirt und Lederhose seine Gäste. Zuerst erklärt er sich und sein Programm, möchte das aber gar nicht so langziehen um aber dann doch wieder grinsend noch eine Erklärung nachzulegen. Über den gesamten Abend bekommt man so den Eindruck, er könnte beinah der gemeinsame Sohn von Fredl Fesl und Willi Astor sein, der oft am Witze erzählenden Stammtisch sitzt. Der Vogelmayer spielt gern mit dem Publikum und darum ist er auch lieber auf den kleinen Bühnen zuhause. Rund 170 Vorstellungen gibt er im Jahr hauptsächlich in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg sowie Österreich und hier und da muss er dann doch etwas mehr oder weniger „hochniederbayerisch“ reden. In Margertshausen hatte er keinerlei Verständigungsprobleme und lederte mit seinen Witzen los, öfters auch völlig hemmungslos und herrlich politisch unkorrekt. Doch er weiß genau wie weit er hier gehen kann und relativiert dies oft geschickt im gleichen Atemzug wieder, wenn er sich zum Beispiel nach einigen Witzen über Schwule, gegen die er überhaupt nichts hat, rechtfertigt: Es gibt ungefähr zehn Millionen Österreicher, aber 300 Millionen Schwule auf der Welt – und merkt´s was?“. Dann kalauert er sich von einer Schote zur nächsten, wenn er unter anderem behauptet „Ich habe den Körper eines Gottes, leider ist es Buddha“ oder fragt „ist Kegeln mit Thomas Anders als mit Dieter Bohlen?“. Spontan witzelt er auch über eine Vegetarierin in der ersten Reihe. „Gell, sie ist schon mager, aber wir sind hier ja auch in Ma(r)gertshausen“. Seine Blödeleien bewegen sich immer knapp über oder auch unter der Gürtellinie, aber er hat eben den Charme und das Können, dass er alle damit einfängt und zum Lachen bringt.

Thomas Mayer ist seit fast fünfzehn Jahren der Vogelmayer und möchte der Gesellschaft schon hier und da den Spiegel vorhalten. Als Vogelmayer darf er auch derb und unbequem sein und spricht das aus, wo viele von uns öffentlich mit der eigenen Meinung lieber zurückhalten. Darum findet Thomas Mayer den Vogelmayer für sich selbst und für die Besucher gleichermaßen wichtig: „Jawohl, der hat´s amol gsagt wie´s is.“ Aber er fügt auch hinzu:  „Man muss das halt auch alles im richtigen Kontext zueinander sehen und nicht einseitig nach falsch oder richtig beurteilen – in jede Richtung ist ‚extrem‘ wahrscheinlich ungut“.

Diese Ansicht bringt er sehr deutlich in zwei nachdenklichen Liedern zum Ausdruck.  In „Die Welt wird von Tag zu Tag blöder“ prangert er die zunehmende Dummheit auf der Welt an, in der sich die Leute von Klatschpresse, Politiker und Internet übel beeinflussen lassen, ohne nachzudenken, was eigentlich viel wichtiger ist auf dieser Welt: Friede, gute Freunde und auch einmal über sich selbst lachen können. In „Dahoam“, so auch der Titel seines aktuellen Programms, zeigt er, dass „Dahoam“ kein Ort, sondern ein Gefühl ist.

Gegen Ende lässt er das Publikum noch einmal herzlich lachen, wenn beim Zungenbrecher der schwarz-weiße Ritter und seine bunte Ritterschar vom karierten Drachen gefressen werden oder wenn er über den Furz beziehungsweise den „Schoiß“ sinniert. Denn nicht das erste Date oder der erste Kuss sind in einer Beziehung entscheidend, nein, der erste „Schoiß“ auf dem Sofa neben deinem Partner, der ist es, genau dann sind die beiden richtig zusammen. Außerdem sollten es die Leute doch öfter so machen wie sein Kumpel: „Bevor i mi aufreg, is´ mer des wurscht“.

Zum Dank für einen sehr unterhaltsamen Abend überreichten die Theaterfreunde zum Schluss dem selbst ernannten Goaßmaß-Botschafter Vogelmayer eine Halbe des „edlen Getränks“ und stießen mit ihm gemeinsam auf die gelungene Vorstellung an.

Helmut A. Binser begeistert in Margertshausen mit zünftigem und spitzbübischem Humor (von Marcus Angele, Augsburger Allgemeine, 22.10.2018)

Eines muss man den Margertshauser Theaterfreunden lassen: Ihr Gespür für gute Unterhaltung ist sehr gut ausgeprägt. Nicht nur mit ihren Theaterstücken liegen sie immer in der Gunst der Zuschauer, auch mit ihrem Kabarettabend begeistern sie Jahr für Jahr. Diesmal hatten sie den Kabarettisten Helmut A. Binser zu Gast – und der ganze Saal bog sich fast den ganzen Abend bei seinen manchmal albernen aber oft sehr hintersinnigen Geschichten vor Lachen.

„Viel braucht er nicht, der Binser“, sagt Margertshausens ‚Kabarettbeauftragter‘ Gottfried Biber vor der Veranstaltung, „schwarzer Hut, schwarzes T-Shirt und schwarze Hose. Dazu seine Instrumente und noch einen Tisch für sein Bier“. Er ist schon länger ein Fan des lustigen, bei uns aber eher noch unbekannten Oberpfälzers, der vor ein paar Jahren noch als „Praktikant“ mit Martina Schwarzmann unterwegs war. Hauptsächlich ist Binser auf den kleineren Bühnen in Bayern, Österreich und Baden Württemberg daheim, ist aber auch gelegentlich im Bayerischen Fernsehen zu sehen.

Es dauert keine fünf Minuten, da hat der sympathische Musikkabarettist den ausverkauften Saal für sich gewonnen. Binser beherrscht von Anfang an das humorige Zusammenspiel mit dem Publikum und er improvisiert auch mit viel Vergnügen. So erzählt Binser zum Beispiel, dass er schon vier Stunden früher nach Margertshausen gekommen sei, um sich die Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde anzuschauen – „guat, i bin dann davon dreiahalb Stund da hinten in meiner Umkleide gsessen“ – resümiert er dann schließlich achselzuckend unter dem Gelächter der Zuschauer. Immer wieder darf das Publikum bei seinen Liedern mitsingen oder sich auch einmal als Echo betätigen. In seinen Erzählungen und Liedern nimmt das urige bayerische Original hauptsächlich den Alltagswahnsinn mit viel Selbstironie aufs Korn.

So sei er trotz seiner „Lebensmittelschwangerschaft“ schon sportlich, nahm erfolgreich beim Blitzermarathon teil und hat 2017 mehrfach zum Rauchen aufgehört. Seine Schnupftabaksucht bekämpft er mit Belladonna-Globuli, die aber ab und zu lustig aus der Nase an die Windschutzscheibe klatschen.  Zuhause geht auch nicht immer alles so glatt, wenn er den Namen seiner schwangeren Frau verwechselt, einen Tomatenfisch beim Dosenöffnen in der ganzen Küche verteilt oder mit dem Opa in den Wald zum Holzmachen geht und dieser dann Ein-Mann-Mikado spielt, wenn der Baum fällt. „Drei neue Bulldog ham mer deswegen schon kaufa müssn“. Sein Lehrer verzweifelte an ihm und sagte immer nur „Von Schweinen kann man kein Rindfleisch erwarten“, was er aber nicht verstand. Die Schule hat er schließlich mit der Note 3,8 abgeschlossen – aber das war ja noch zu D-Mark-Zeiten, was jetzt ja ungefähr 1,9 bedeuten würde. Ja und sein Nachbar, des is a Depp, aber der denkt wohl genauso.

Binser gelingt es bravourös, die Dinge, die uns alle irgendwie bewegen und die wir uns vielleicht nur denken, in seinen Liedern spaßig, teils aber auch mit einer Prise schwarzen Humors umzusetzen. Als Letztes gibt er musikalisch den wohlgemeinten Tipp: Ma muass oft nur a bisserl warten, dann regelt sich alles von alloa. Ma muass oft bloß a bissal Zeit ham, mehr braucht ma gar ned doa“.

Frei nach Binsers neuem Programm „Ohne Freibier wär das nie passiert“ überreichten ihm die Theaterfreunde  Willi Steiger, Christian Eller und Gottfried Biber zum Dank für einen wunderbaren Abend eine Kiste regionale Bierspezialitäten.

Kabarettabend des SSV Margertshausen sorgt für Bauchmuskelkater (von Marcus Angele)

Margertshausen  Mit dem Duo Hillu Stoll und Franz Auber alias „Hillu´s Herzdropfa“ hatten die Theaterfreunde des SSV Margertshausen wieder den richtigen Riecher: Über zweieinhalb Stunden sorgten die beiden schwäbischen Mundart-Kabarettisten im ausverkauften Sportheim für Schenkelklatscher und Lacher im Minutentakt.

„Die Globalisierung macht auch in Margertshausen nicht halt. Darum haben wir diesmal internationale Gäste aus Baden-Württemberg eingeladen“,  begrüßte Theaterleiter Christian Eller grinsend das Publikum zum elften Kabarettabend des SSV Margertshausen. Hillu Stoll und Franz Auber sind Vollblut-Komiker. Bekannt sind sie vor allem im schwäbischen Raum rund um Ulm. Auch im Fernsehen sind sie mittlerweile öfters zu sehen, wie zum Beispiel bei der Memminger Faschingssitzung „Schwaben weiß-blau“. Prämiert wurden die beiden im Jahr 2016 mit dem Sebastian-Blau-Preis für ihr schwäbisches Mundart-Kabarett.

Ohne große Einleitung geben die beiden Künstler auch sofort Gas. „Verstandet ihr uns iberhaubt“, frägt Hillu Stoll nach einem ausdrucksstarkem Disput mit ihrem Partner Franz, wer jetzt das Publikum begrüßen darf. Und wenn Hillu dann in Fahrt ist, dann rattert das Mundwerk wie eine Maschinenpistole und Franz muss mit seinen Weisheiten so gut es geht dagegenhalten. Auf ihre fehlende Größe angesprochen, hat sie natürlich auch sofort eine Antwort parat: „Woisch, in de kloine Fläschla isch´s Gift“. Fließend verwandeln sich die beiden in verschiedenste Charaktere. Ob als Doktor oder Krankenschwester, Bräuwirtin und Bierkutscher oder als schlicht gestrickte Feuerwehrmänner – die beiden verstehen es meisterhaft, mit teils derbem Sprachwitz und urkomischer Mimik das Publikum mit den Banalitäten aus dem täglichen Leben zu begeistern.

Hillu´s Paraderolle ist aber definitiv Bäuerin Lena. Mit ihrem einfältigen Mann „Maddeis“, wunderbar naiv von Franz Auber gespielt, hat es die resolute und wortgewaltige Bäuerin schon schwer. Geheiratet hat sie ihn auch nur, weil er einen roten Bulldog hat. Weil „auf dr Alb hant die reiche Baura en roten und die arme en grüna Bulldog“.  Aber auch im Elektronikmarkt bringt sie den Verkäufer bald an seine Grenzen. Hier biegen sich die Zuschauer vor Lachen, wenn er der technikresistenten aber doch altklugen Bäuerin anfangs noch freundlich das neue Navigationsgerät für ihren Bulldog erklären und programmieren möchte.

Sehr amüsant ist auch das Aufeinandertreffen der Generationen im Wartezimmer eines Arztes, wenn sich der leicht schwerhörige Opa („Friedhofsverweigerer“) mit der jungen aufgestylten Tussi („junger Misthaufa“) über Anstand, Mode und Alter zankt. Bei der Feuerwehr geht es dagegen etwas ruhiger zu und wenn´s brennt, dann kommen sie meist erst, wenn die Maurer schon wieder aufbauen.

Das Publikum wird im Laufe des Programms immer wieder herrlich eingebunden und so entsteht eine durchwegs heitere und ausgelassene Stimmung im Saal, die am Schluss mit verdient langanhaltendem Applaus und einer Zugabe endet. Willi Steiger und Gottfried Biber übergaben zum Schluss noch  Gastgeschenke an die beiden Akteure und Steiger gestand, dass er jetzt schon Muskelkater vom Lachen hat. Den dürften vom Publikum dank der „Herzdropfa“ in den nächsten Tagen einige haben.

Das Allgäu-Schwäbische Trio „Maulquappen“ sorgt im Sportheim für viele Lacher. Doch die Kabarettisten schlagen auch ernsthafte Töne an.
von Frederick Haug 

Wenn in der offiziellen Ankündigung des Kabarett-Abends des SSV Margertshausen von „Humor bedingter Inkontinenz“ zu lesen ist, liegt die Erwartung an die drei Herren aus Allgäu-Schwaben, die sich zusammen „Maulquappen“ nennen, relativ hoch. Doch der Name ist im süddeutschen Raum bereits bestens bekannt: Mit ihrer Mischung aus Musik, Kabarett, Gedichten und derbem Wortwitz begeistert das Trio regelmäßig ein beachtliches Publikum.

Und um es gleich vorweg zu nehmen: Auch an diesem Abend in Margertshausen gelingt es ihnen gleich von Beginn an, die 150 Menschen, die sich im ausverkauften Sportheim auf einen lustigen Abend freuen, mitzureißen.

Dabei treten sie in große Fußstapfen, denn die Liste vergangener Künstler, die den mittlerweile zur Tradition gewordenen Kabarettabend in Margertshausen in der Vergangenheit besuchten, liest sich wie ein Who-is-who der lokalen Kabarettszene. So fanden bisher unter anderem Herr und Frau Braun und Silvano Tuiach den Weg in die Stauden. „Wir haben ein treues Publikum, das auch teilweise von außerhalb kommt“, kommentiert Christian Eller von der Abteilung Theater des Sportvereins den Erfolg ihrer Veranstaltung.

Das knapp dreistündige Programm der „Maulquappen“ ist ein wilder Ritt durch verschiedenste Themen, mal politisch, mal nicht, mal ironisch und dann aber auch wieder nachdenklich. So vielfältig, wie der Inhalt ist auch die musikalische Garnierung.

Vor keinem Musik-Genre scheinen die drei Herren, die seit 2004 als Trio auftreten, Halt zu machen. Sie spielen volkstümliche Lieder, aber auch Blues, Chansons, Reggae und Bossa Nova. Dabei kommen zahlreiche Instrumente zum Einsatz: neben Akkordeon, Gitarre und Kontrabass, bekommt man im Laufe des Programms auch eine Klarinette, eine Tuba sowie eine „Steirische Ziach“ zu hören. Man erhält oft den Eindruck, als habe man eine ganze Band vor sich. Dies gelingt ihnen vor allem durch den Einsatz eines Kofferschlagzeugs, welches sie mit den Füßen zusätzlich bedienen können.

Inhaltlich erfährt man viel über die Sicht des Schwabens auf die Dinge. Vor allem natürlich auf das politische Weltgeschehen. Aus Hillary Clinton wird „Hillery Hollero“ und aus dem Geheimdienst NSA „Neigierige-Sau-Ami“. Auch Ulli Hoeneß, Präsident Erdogan, Bischof Tebartz van Elst und die „erneuerbaren Bundesländer“ bekommen ihr Fett weg.

Doch den Schwaben beschäftigen auch einfache Dinge wie Thermomix, Tupperparties und der Traum von wärmeren Gefilden. Ganz grundsätzlich hat er so seine Probleme mit den neuen englischen Begriffen. Er versteht statt „Halloween“ „Hello Wien“ und muss einer Ostdeutschen die Dampfnudel als „Steamnoodle“ erklären. Nicht zuletzt denkt der Schwabe natürlich an das Alter und lebt nach dem Motto: „Lasst uns unsere Zeit genießen, bevor uns die Verwandten gießen“. Er liest die „Rentnerbravo“, also die Apotheken Umschau, und trinkt sein RedBull mit Blasentee.

Ein bisschen ernster wird der Auftritt der „Maulquappen“ dann zum Schluss, als sie ein Lied über den Neid in einem solch reichen Land wie unserem singen. Bei all dem Spaß trägt dies dann wieder zur Besinnung bei.


(Fotos von Christian Eller)

Am vergangenen Samstag (04.06.2016) erlebten die Kabarettbesucher in Margertshausen zwei Stunden erstklassige Unterhaltung bei „Heimatkunde“ mit Herr und Frau Braun.

Es könnte vielleicht das letzte Mal gewesen sein, dass man das Duo Roland Krabbe und Gabriela Koch live auf Tour erleben darf. Deswegen haben die Theaterfreunde Margertshausen kurzerhand den Termin für den 9. Kabarettabend in den Juni vorverlegt, denn im November, der sonst üblichen Zeit, wäre es zu spät gewesen. Es hat sich auf alle Fälle gelohnt, dass man die beiden Künstler zum bereits vierten Mal ins Sportheim des SSV Margertshausen einladen konnte.

Wenn Herr und Frau Braun auf die Bühne gehen, dann bekommt der Zuschauer nicht nur Stand-up-Comedy geboten. In vielen kleinen Szenen zeigen die beiden ihre Liebe zum Theaterspiel. Sie schlüpfen in die unterschiedlichsten Rollen um einem die Eigenheiten der „Augschburger“ beizubringen. Dabei versäumen sie es aber nicht, zu der gehörigen Portion Lokalkolorit auch aktuelle Themen und Gesellschaftstrends beizumischen.

In der Anatomiestunde erläutert ein verrückter Professor den Körperbau des Augsburgers und anschließend ermittelt die Kommissarin aus dem Tatort Augsburg. Nach ein paar kurzen philosophischen Gedanken über das Älterwerden bringt Schlagersängerin Gabriella mit ihrem neuen Plärrerhit“Leopardenspur“ den Saal zum Kochen. Die Ängste von Helikoptermüttern werden ebenso durchgenommen wie der Handywahn in der heutigen Zeit. Es gibt praktische Tipps zum sofortigen Ausprobieren bei der kollektiven Eheberatung, bevor Frau Beitelrock einen Mann über eine Dating Agentur sucht.

Das Publikum in Margertshausen erlebte einen sehr humorvollen Abend. Es hat allen sichtlich Spaß gemacht, was besonders in den Szenen zu spüren war, in denen die Zuschauer zum Mitmachen und Mitsingen animiert wurden. Nach zwei Zugaben verließen Herr und Frau Braun unter viel Applaus die Bühne. Mal sehen, ob es ein Wiedersehen gibt.

(Fotos von Gottfried Biber)

TraumFraun therapieren die Lachmuskeln – Allgäuer Duo sorgt mit frechen Anekdoten und einer Portion Selbstironie für Spaß in Margertshausen
von Philipp Kinne (Augsburger-Allgemeine 17.11.2015)

„Heute abend sind Sie alle unsere Privatpatienten“, stellen die beiden Kabaretttherapeutinnen gleich zu Beginn ihres Auftritts klar. Was das Margertshauser Publikum dann erwartet, ist eine Sitzung mit viel Charme, urkomischer Alltagskomik und Pointen, die treffen wie Nadelstiche einer Akupunktur. „Therapieren durch akupointieren“, das ist das Motto des siebten Bühnenprogramms der beiden Allgäuerinnen Claudia Lau und Elke Hermann.

Sichtlich wohl fühlen sich die beiden Powerfrauen auf der kleinen Bühne im Sportheim, während sie künstlerisch zwischen Slapstick, Gesang und großer Literatur glänzen und inhaltlich irgendwo zwischen Alltäglichem und Weltgeschehen pendeln. Die großen Themen der Zeit gehen die TraumFraun anschaulich mit dem eigenen Körper als Modell an. „Stellen Sie sich einmal vor, die Claudia wäre ein Gebäude“, erklärt TraumFrau Elke Hermann. Dem Klimawandel könne man hier beispielsweise bestens mit einer „lipiden Dämmung“ in der Bauchgegend entgegenwirken. Seit Jahren investiere sie schon in diese Dämmung, meint Claudia Lau, das zahle sich energietechnisch natürlich aus. Auch das sogenannte „Female Fracking“, mit dem auch das letzte bisschen Energie aus dem weiblichem Körper gewonnen werden könne, sei immer interessanter geworden, scherzen die Kabarettistinnen. Bei den Männern hingegen sehe das rein energietechnisch oft ganz anders aus. „Lohnt sich die Investition in die Fassade, oder greift da schon der Denkmalschutz?“, sei das Stichwort.

Daneben kommen die beiden TraumFraun auch ihrem Bildungsauftrag nach. Den hätten die beiden Mütter schließlich „mit der letzten Presswehe im Kreißsaal“ mitbekommen. Sie interpretieren immer wieder literarische Klassiker und verwandeln sie in Verszeilen des Alltags. Mörikes „Frühling“ wird zu einem Gedicht des menschlichen Stoffwechsels, Goethes „Erlkönig“ zu einem Dialog zwischen Führerscheinneuling und besorgter Mutter. Wie Goethes Vater, der mit seinem Sohn durch Nacht und Wind reitet, begleitet dann die ängstliche Mutter jede Bewegung des pubertierenden Sohnes hinter dem Lenkrad. Dass dieser am Ende lieber zu Fuß den Heimweg antritt, als nur noch eine Sekunde neben der uncoolen Mutter zu verbringen, versteht sich wohl von selbst. Zum Thema Fitne,ss: Beim Yoga gebe sie allerdings mehr das Modell „Maulwurfshügel“, als graziler Kranich ab, witzelt Claudia Lau. Die „Kontrollspiegel“ im Studio hätten ihr bislang nur eine gewisse Ähnlichkeit zu Tsunamis attestiert: „wellenförmige Katastrophe“. Ins Schwitzen gerieten die Kabarettistinnen doch wohl auch ohne Fitnessübungen auf der Margertshauser Bühne. Bis auf den letzten Platz war das Sportheim mit begeistertem Publikum gefüllt, was die Temperatur im Saal in die Höhe steigen ließ.

Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Glücklich therapiert bedankten sich die Margertshauser mit großem Applaus.

Zur Eröffnung des Jubiläumsjahres des SSV Margertshausen (90 Jahre) präsentierte die Theaterabteilung bei ihrem sechsten Kabarettabend: „Geisterfahrer“ Silvano Tuiach mit seinem Programm „Immer auf der richtigen Seite“. Tuiach war schon 2008 und 2011 zu Gast im Margertshauser Sportheim. Vor einem seit Wochen ausverkauften Haus begrüßte der erste Vorsitzende des SSV Margertshausen Anton Schmid im Namen des Vereins das begeisterte Margertshauser Kabarettpublikum. „Leider erhielt ich heute Morgen den Anruf von Silvano Tuiach, dass er erkrankt sei und somit nicht auftreten kann“, so Anton Schmid. Die Suche nach einem Ersatz war nicht einfach, doch ist er auf einen Herr Hennemann gestoßen.

Als Herr Hennemann von der Firma Hausfrauenglück aus Bergisch Gladbach, der seine Kundinnen im Publikum ausmachte, war er von Beginn an mittendrin, im wahrsten Sinne des Wortes. Tuiach alias Hennemann machte schnell in Margertshausen allerseits bekannten drei Damen unter den Zuschauern aus und stellte sie dem Publikum vor. Er plauderte mit ihnen über die Sauberkeit im Wohnzimmer. Seine Waren sind nicht peinlich, er preist mit indiskreten Geschichten den Schnarchstopper ebenso an wie die Toilettenhilfe für den Herrn, die Erdstrahlendecke und den Seifenresteverwerter. Seinen Bröselrambo nutzt der Perücken tragende Schwerenöter für eine nette Anmache. Doch mit einem Griff an den Kopf ist Hennemann verschwunden, der glatzköpfige Tuiach wird zum Verlagsmitarbeiter, der die Werke des Sodala-Verlags präsentiert. Die bieten ihm unbegrenzte kabarettistische Möglichkeiten. Das Kleinbürgerliche Gesetzbuch braucht der spießige Hauseigentümer unbedingt wegen des Nachbarschaftsrechts. Im Sodala-Verlag findet auch der älter werdende Mann den passenden Ratgeber, nebenbei verrät Tuiach, dass sich das männliche Alter trotz vielerlei Tricks nicht verstecken lässt, jedenfalls nicht in der Königstherme oder im Bärenkellerbad. Geisterfahrer Tuiach gab nebenbei eine kleine Biografie preis. Er erklärte seinen Namen, der kein Künstlername, sondern der seiner italienischen Eltern sei. Nach dem „V8“ in Steppach absolvierte er eine Druckerlehre, machte über den zweiten Bildungsweg Abitur, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie. So liegt es ihm nicht fern, sich mit dem modernen Sprachgebrauch auseinanderzusetzen, über die Verwendung des Wortes Todsünde zu philosophieren und auf sehr individuelle Weise die sieben christlichen Todsünden zu erklären.

Am Ende der Vorstellung erzählte er noch in seiner Paraderolle des Walter Ranzmayrs aus dem Hochfeld über die lustigen Geschehnisse mit seiner Frau Mathilde, seiner Schwägerin Iris und seinen Stammtischbrüdern. Nach einer Zugabe und langem Schlussapplaus überreichte der erste Vorsitzende des SSV Margertshausen Anton Schmid dem Kabarettisten mit einem zum Auftritt passende Gastgeschenk. Anschließend mischte sich der Künstler unter die Besucher und ließ den gelungenen Abend mit noch vielen freundschaftliche Gespräche ausklingen. (Gottfried Biber)

Von Anton Schmid (Staudenzeitung, Heft 116, Dez. 2014)

Ein gutes Pflaster für Kabarettauftritte wird zunehmend das Sportheim des SSV Margertshausen. In den letzten Jahren fanden sieben Kabarettabende vor jeweils ausverkauftem Haus mit Silvano Tuiach, den „Traumfraun“ sowie „Herr und Frau Braun“ statt. Diesmal waren wieder letztere, und das schon zum dritten Mal hier auf der Bühne. Abteilungsleiter Christian Eller erinnerte einleitend an diese Tradition, ließ aber auch den Scherz mit dem „Verflixten Telefon“ einspielen, den Roland Krabbe (alias Herr Braun) mit dem SSV-Mitglied Gottfried Biber aufführte.

Das aktuelle Programm des Duos unter dem Titel „Tütenknaller“ löste bei den begeisterten Besuchern viele Lager und Applaus aus. Es war ja auch beste Unterhaltung, als die beiden Kabarettisten in der Rolle von Polizisten einen Handtuchdieb dingfest machen wollten, als Lehrer/Eltern beim Elternabend oder als „baustellengeplagte Augschburger“ auftraten. Die beiden Künstler versprachen, gerne wieder zum SSV zu kommen, und das schon allein deshalb, weil die Besucher „das beste Publikum waren“, das sie heute Abend hatten.

Von Philipp Kinne (Augsburger Allgemeine, 18.11.2014)

Für den SSV ist es ein wichtiges Jahr. Der Verein wurde 1924 gegründet und feiert in diesem Jahr somit sein 90-jähriges Bestehen. So war es für den Abteilungsleiter der Theatergruppe des SSV, Christian Eller, ein ganz besonderes Anliegen, in diesem Jubiläumsjahr einen unterhaltsamen Kabarettabend auf die Beine zu stellen. „Wir möchten die Leute unterhalten, heute sollen sie für zwei Stunden den Alltag vergessen und Spaß haben“, so Eller am vergangenen Samstagabend.

Zu Gast war das Augsburger Kabarett-Duo „Herr und Frau Braun“. Ihnen scheint es in Margertshausen besonders gut zu gefallen, denn sie spielten am vergangenen Wochenende bereits zum dritten Mal im ausverkauften Sportheim des SSV.

Auch zum engagierten Vereinsmitglied Gottfried Biber haben die beiden ein besonderes Verhältnis. Herr Braun hatte ihm vor einiger Zeit mit seinem „verflixten Telefon“ des Hitradio RT1 einen Telefonstreich gespielt. Natürlich konnte er es sich nicht nehmen lassen, das Telefonat zu Beginn des Abends noch einmal vorzuspielen. Damals wollte Herr Braun 500 Stück der – spätestens seit der WM in Brasilien in aller Munde – Freistoß-Spraydosen direkt in den Keller von Gottfried Biber liefern lassen. Dieser ließ sich allerdings nicht so leicht aus der Ruhe bringen, blieb ganz locker und erkannte den Kabarettisten Braun am Ende sogar.

Das aktuelle Programm des Kabarett-Duos „Tütenknaller“, war dann ein großer Erfolg. Egal, ob als Polizisten verkleidet, als Lehrer oder Ehepaar, die Beiden unterhielten mit ihrem typischen „Augschburger“ Humor jeden einzelnen der rund 150 Gäste. Das begeisterungsfähige Margertshauser Publikum dankte mit reichlich Lachern und Applaus. So verabschiedeten sich die Künstler am Ende gewohnt humorvoll: „Ihr wart das beste Publikum, das wir heute Abend hatten!“

Sehr gute Stimmung im Sportheim in Margertshausen

Die Theaterabteilung des SSV Margertshausen veranstaltete letzten Samstag ihren fünften Kabarettabend. Die Traumfraun, alias Claudia Lau und Elke Hermann begeisterten das Margertshauser Publikum mit ihrem neuen Programm „Wild auf Wechsel“. Dabei zeigten sich die TraumFraun nicht nur von einer, sondern von ganz vielen neuen und sehr verschiedenen Seiten. Sie schlüpfen – wortwörtlich – in fremde Häute, wechseln Identitäten und Perspektiven, tauschen Rollen und Erfahrungen: Das „Mysterium Mann“ wird gründlich geprüft und analysiert, es wird wortreich „am Hirn vorbei direkt ins Mark“ kommuniziert und kein noch so „haariges“ Thema ausgelassen. Zwischendurch tauchen freilich auch immer wieder mal Hanni und Celestine auf, die beiden Figuren, mit denen seinerzeit alles begann. Zu Lachsalven hingerissen wurde das Publikum, als vom Besuch beim Edelfriseur erzählt wurde. Hier erläuterte man nicht die neuesten Frisurentrends für den Kopf, sondern für tiefer liegende Körperteile. Das Modell „Landebahn“ sei jetzt „in“ und diene der Männerwelt als taktile Orientierungshilfe. Claudia Lau meinte errötend, dass es nichts Besseres als die „Leberwurstsemmel und die Schokolade danach“ gäbe, und dass man es ihr ja schon fast ein wenig ansehe, dass „es“ (noch) oft passiert. Die TraumFraun scheuen sich auch nicht, als Tofuwurst (die Schlanke) und als Schweinsbratwurst (die weniger Schlanke) auf dem Grill über ihre jeweiligen gesundheitlichen Vorzüge zu berichten. Arztbesuche seien mittlerweile frustrierend, weil selbst der Gynäkologe nicht mehr nach Verhüttungsmitteln frage, sondern nach der Fähigkeit, das Wasser zu halten. Die beiden TraumFraun äußerten ihre Freude über die Männer, die als „Randgruppe“ ihr vollstes Verständnis bräuchten. Männer und Autos hätten Gemeinsamkeiten. „Kaum hast Du einen angeschafft, bekommt er Mängel und wird teuer“, meinte Claudia. Eine langjährige Ehe führe zu einem ansehnlichen Frontspoiler, ein Tuning wäre fällig und eine kleine Spritztour ab und zu sei nur bis 22 Uhr möglich. „Männer sind keine Altersvorsorge, nur ein schönes Hobby“, waren sie sich einig. Nach mehr als zwei Stunden Programm wurden die beiden Damen aus Waltenhofen im Allgäu nach einer sehr gut gelungenen Vorstellung von dem Kabarettbegeisterte Margertshauser Publikum, das immer wieder herzhaft lachte und klatschte, zu drei Zugaben überredet.

Willi Steiger und der Abteilungsleiter der Theaterfreunde Margertshausen Christian Eller dankten den Künstlerinnen in Reimform und übereichten zur Erheiterung aller zwei Traummänner zu anbeißen aus Hefeteig. Beide zeigten sich darüber hocherfreut. Im kulturell sehr aktiven Margertshausen wird diese Veranstaltung als Highlight des Jahres angesehen. (gobi)

Die Theaterabteilung des SSV Margertshausen veranstaltete letzten Samstag ihren vierten Kabarettabend. Herr und Frau Braun waren bereits das zweite Mal zu Gast im Sportheim Margertshausen. Mit nur wenigen Requisiten schlüpften die beiden dabei in unterschiedlichste Rollen, kramten humorvoll in allen Registern und wechselten problemlos Stimmungen und Gesichter. Das kabarettbegeisterte Margertshauser Publikum musste immer wieder herzhaft lachen und klatschte oft spontan Beifall.

Als Außerirdischer landet Herr Braun im von Baustellen geprägten Augsburg. Nicht nur mit der Landung, sondern auch mit der Sprache der Einheimischen hat er Probleme. Mit der Vereinsbrille betrachtet Frau Braun die Geschehnisse auf dem Fußballplatz. Ihr fünfjähriger Sohn gilt in ihren Augen als Jahrhunderttalent und soll schließlich auch einmal Real Madrid spielen. Die verbalen Auseinandersetzungen mit den Müttern der gegnerischen Mannschaft kamen so manchem Zuhörer recht bekannt vor. Die Erfahrung, dass es trotz einer Menge von gespeicherten Rufnummern möglicher Partner, nicht einfach ist an einem Samstagabend ein Date zu vereinbaren machten beide. Als Kommissarin ermittelt Frau Braun im Tatort Augsburg und Herr Braun obduziert als Gerichtsmediziner die Leiche, deren Mageninhalt er in einer Plastiktüte noch genauer inspiziert.

Nach mehr als zwei Stunden Programm verabschiedete sich das Augsburger Comedy-Duo von den begeisterten Margertshauser Besuchern mit den Worten“ Wir kommen gerne nach Margertshausen“.Im kulturell sehr aktiven Margertshausen wird diese Veranstaltung als Highlight des Jahres angesehen. (gobi)

Im Landboten der Augsburger Allgemeinen war dazu folgender Artikel zu lesen:

Kreuzfahrt statt Altersheim

Zum Auftakt der Kulturtage verpflichtete die Theaterabteilung des SSV Margertshausen die Brüder Reiner und Dietmar Panitz – unter dem Namen „Mehlprimeln“ sind sie seit fast 40 Jahren im schwäbisch-bayerischen Raum ein Begriff für Kleinkunst, Satire und Musik. Vor 300 Zuschauern stellten sie in der Schwarzachhalle ihr neues Programm vor. Es trägt den Titel: „Kurz vorm Gebiss“.

Wortspielereien zu den aktuellen Themen: Die Politik, die Piratenpartei als „Facebookgemeinde“, die Gesundheitsreform, die Überalterung unserer Gesellschaft, die Lebensmittelskandale und schließlich auch Beziehungskrisen und Schönheitschirurgie kamen diesmal in Vers- und Liedform voller Witz und Ironie zur Sprache. Die Wortspielereien der beiden Brüder sind grandios, hintersinnig, man könnte platzen vor Lachen. Gemeinsame Auftritte mit Gerhard Polt, Dieter Hildebrandt und der Münchner Lach- und Schießgesellschaft können die beiden Kabarettisten vorweisen. Bei allem Wortwitz bleiben ihre Sketche stets tiefgründig und hintersinnig. Die Brüder nahmen besonders die Senioren und die Rentner unter die Lupe: „Jung ist ein Mensch, der mit dem Alter nicht mithält“, sagte Reiner Panitz und spielte damit auf die „Apotheken-Umschau“ an. Herzschrittmacher, Blutdruckmessgerät und Demenz waren ebenso Schlagworte wie Viagra. Und sie rechneten vor: Die Kosten für die Unterbringung im Altersheim seien höher als die für eine Kreuzfahrt mit der Aida! Auch die Klimakatastrophe war ein Thema: „Wenn im Schlafzimmer der geografische Nordpol ist, wenn die Frau abgekühlt ist und nicht mehr dahin schmilzt, ist die Klimakonferenz angesagt.“

Die „Mehlprimeln“ gingen auch einer brisanten Frage nach: Wer kümmert sich eigentlich um die Hinterlassenschaften unserer geliebten Vierbeiner? Der Song „Hundekacke-Tütchen“ erläuterte die Problematik recht anschaulich. Mit Gitarre, Klarinette und Harfe bewiesen die beiden Künstler auch ihr musikalisches Können. Schließlich musste noch Heinos Schnulze „Bergvagabunden“ für eine Parodie herhalten, in der es um Biwak und Zwieback ging. Drei Zugaben hatten die Brüder noch in petto. (soc)

AUSFLÜGE

In diesem Jahr haben wir bei unserem Ausflug den Schritt auf eine wirklich große Bühne gewagt. Auf dem Programm stand eine Backstage-Führung beim Musical Aladdin in Stuttgart. Es ist wirklich beeindruckend auf einer Spielfläche von knapp 200 Quadratmetern zu stehen. Über einem hängen mehrere tonnenschwere Kulissen in luftiger Höhe und unter dem Bühnenboden liegen nochmal zwei Stockwerke. Es gibt meterlange Kleiderstangen mit bunten Kostümen und etliche Regale voll mit Requisiten. Dazwischen stehen noch riesige mobile Bühnenelemente mit ausgeklüglter Technik für Spezialeffekte. Wenn man diese Dimensionen hautnah erleben darf, erkennt man sehr schnell den gewaltigen Aufwand, der hinter dieser millionenschweren Produktion steckt. Da bekommt der Laienspieler den Mund vor Staunen nicht mehr zu. Während der 75-minütigen Führung bekommen wir jede Menge Hintergrundinformationen. Bei Fragen zu Zauberticks und dem fliegenden Teppich hat unsere Gastgeberin auf einmal temporäre Taubheit. Das ist aber auch gut so. Schließlich soll die Magie in den Straßen von Agrabah erhalten bleiben.

Fotografiert von Dietmar Holl

Nach diesem aufregenden Vormittag gibt es erst einmal ein gutes Mittagessen. Beim PAULANER am Kirchplatz in Leinfelden-Echterdingen gibt es Riesenbrezenbröselschweineschnitzel und andere Leckereien. Es wird genüsslich geschlemmt und über die Eindrücke bei der Musicalführung diskutiert. Ursprünglich wollten wir danach noch durch die Gärten von Schloß Hohenheim schlendern. Gemütlich entscheiden wir uns dann aber aufgrund des schlechten Wetters zur Weiterfahrt nach Ulm. Einige von uns spazieren dort ein wenig durch die nassen Straßen des Fischerviertels, andere genießen eine gute Tasse Kaffee mit Kuchen. Gegen halb sieben setzen wir unsere Rückreise fort und sind pünktlich zur Tagesschau wieder zuhause.

Dieses Jahr starteten wir wieder mit dem Zug zu unserem Theaterausflug. Kurz vor acht am Sonntagmorgen fuhren wir von Gessertshausen über Augsburg, Buchloe und Immenstadt nach Lindau am Bodensee. Bei sonnigem Wetter empfing uns Ursula Ippen in der Rolle der Frau des einzigen Leuchtturmwärters in Bayern bereits am Bahnhof.

Mit ihr tauchten wir ein in das Lindau des 19. Jahrhunderts. Humorvoll und sehr unterhaltsam erklärte sie uns den großen Einfluss der Dampfeisenbahn auf das Stadtbild. Zudem gab sie uns einen tiefen Einblick in den Alltag und das Leben der Frau. Gespickt mit bekannten Sprichwörtern ließen die vielen kleinen Anekdoten über die Rechte der Frauen der das Aussehen des Löwen bei der Hafeneinfahrt die Zeit wie im Flug vergehen. Die Kostümführung ist keine klassische Stadtführung, sondern ganz großes Theater, und leider viel zu schnell vorbei.

Im Anschluss ging es zum Mittagessen in die Alte Post. Mit schwäbischen Spezialitäten wie Maultaschen und Zwiebelrostbraten mit Kässpätzle stärkten wir uns für den Nachmittag.

Einige von uns zog es auf den See. Bei einer Rundfahrt im Drei-Länder-Eck konnte man die Seele baumeln lassen und Bregenz und Lindau vom Wasser aus bestaunen. Der andere Teil der Gruppe schlenderte durch die engen Gassen oder vom Casino am Ufer entlang zum Hafen.

Am frühen Abend trafen wir uns alle im Biergarten des Gasthofs Stift zu einer gemeinsamen Brotzeit, bevor wir satt und zufrieden wieder zurück fuhren und um viertel vor zehn einen schöner Theaterausflug beendeten.

Dieses Jahr starten wir bei unserem Theaterausflug Ende August die Fahrt ins Blaue. Bis zur Abfahrt mit Kleinbussen in Margertshausen wissen nur die Organisatoren das Ausflugsziel. Nach ein paar Tipps erraten es auch die zahlreichen Teilnehmer. Wir fahren bei herbstlichem Wetter und Nieselregen zum Schliersee.

Nach einem kurzen Zwischenstopp erreichen wir den Schliersee und dort das Markus Wasmeier Freilichtmuseum. Dort erfährt man in einem altbayerischen Dorf einiges über das bäuerliche Landleben, wie es einst war. Bei einer Führung mit Christoph Reichenbach tauchen wir ein in die Geschichte: er erzählt uns, wie es auf alten Bauernhöfen, die bis ins Jahr 1513 zurückreichen, früher zuging. Die lockere Art und die lustigen Anekdoten lassen uns die Zeit komplett vergessen.

Wir sehen eine traditionelle Bierschöpf-Brauerei, die historische Schreinerei und Schmiede und dazwischen Bauern- und Kräutergärten.

Nebenbei der Geruch von frischem Brot und Auszogne (Kiachla). Wir treffen auch den Edelweißschnitzer Sepp und den Schindlmacher Stefan. Nach gut 90 Minuten haben wir vieles erfahren und gelernt. Redensarten wie „Vom Regen in die Traufe“ oder „den Löffel abgeben“ sind jetzt klar. Zudem wissen wir jetzt auch, dass die früheren viel zu kurzen Betten mehr mit Aberglaube als mit der kleinen Wuchsform der Menschen zu tun hatten.

Danach stärken wir uns erst einmal im Wirtshaus „Wofen“ bei bayerischen Spezialitäten und Bier aus der eigenen Brauerei. Nach dem Mittagessen haben wir noch genügend Zeit um zufrieden durch das Museumsdorf zu schlendern oder gemütlich einen Kaffee zu trinken. Einige machen sich noch auf zu Slyrs Single Malt Whisky Destillerie, der Whiskybrennerei am Schliersee. Nach einem kurzen Film zur Einleitung können wir bei einem Rundgang durch die Brennerei lernen, wie guter Whisky hergestellt wird und worauf es bei der Lagerung von bis zu 12 Jahren ankommt. Auf einem kleinen Balkon über mehreren hochprozentigen Fässern verkosten wir dann noch verschiedene Sorten.

Gemeinsam fahren wir nun zum Ufer des Schliersees. Bei einem kleinen Spaziergang werden noch Fotos von der schönen Lage des Sees in mitten der bayerischen Alpen gemacht. Bevor wir zurück nach Margertshausen fahren gibt es natürlich noch ein ordentliches Abendessen. Wir kehren im Augustiner Ratskeller direkt in Schliersee ein und lassen es uns kulinarisch nochmal so richtig gut gehen. Es ist bereits dunkel, als wir nach einer entspannten Fahrt ohne Staus wieder glücklich zuhause ankommen.

Der diesjährige Theaterausflug führte uns ins Allgäu. Mit dem Zug ging es von Gessertshausen über Augsburg und Buchloe nach Seeg. Dort wurden wir schon von Herrn Linder mit zwei Kutschen erwartet. Die sechs Haflinger brachten uns bei noch sonnigem Wetter in etwas mehr als einer Stunde zur Alpe Kögelhof, einem beliebten Ziel für Radler, Wanderer und natürlich Kutschenfahrer. Den kräftigen Regenschauer konnten wir bei einem gemütlichen Mittagessen mit bayerischen Schmankerln gut überbrücken.

Danach ging es mit den Kutschen weiter, vorbei an Bauernhöfen mit Blick auf die Bergkulisse der Allgäuer Alpen. Ein paar Regentropfen konnten unsere gute Stimmung nicht drücken und es wurde während der Kutschfahrt das eine oder andere Lied angestimmt. Bei Sonnenschein erreichten wir gut gelaunt das Landhotel Haflingerhof in Vordersulzberg zwischen Seeg und Roßhaupten. Nach einer Tasse Kaffee erhielten wir eine kurze Führung über das Haflingergestüt. Herr Linder erzählte uns einiges über die Haflingerzucht in Deutschland und die Geschichte des Gestüts. Dabei hatte er durch seine humorvolle Art und manche Anekdote die Lacher stets auf seiner Seite. Auch auf unsere Fragen hatte er immer die passende Antwort und einen kleinen Witz parat.

Zum Abschluss genossen wir im Restaurant des Haflingerhofs noch eine ordentliche Brotzeit, bevor uns Herr Linder zurück zum Bahnhof in Seeg brachte. Nach der herzlichen Verabschiedung ging es mit dem Zug zurück nach Augsburg. Den kurzen Aufenthalt am Augsburger Bahnhof nutzten wir noch um uns ein kleines Eis zu gönnen. Gut erholt kamen wir abends wieder in Margertshausen an.

Weitere Fotos gibt es auf myHeimat.de.

Der Theaterausflug der Saison 2012 führt uns in Kuchelbauer’s Bierwelt. Fast schon traditionell brechen wir am Bahnhof in Gessertshausen auf und fahren mit dem Zug nach Abensberg. Dort angekommen sind es nur ein paar Minuten zu Fuß bis wir die Brauerei mit dem berühmten Turm des weltbekannten Künstlers Friedensreich Hundertwasser sehen. Nach einer kurzen Wartezeit beginnt die Führung. Zuerst erhalten wir Erklärungen, wie Bier gebraut wird. Vom Sudhaus geht es über den Gärkeller in die Füllerei. Zwischendurch machen wir einen kleinen Stop in der Bierapotheke. Bier als Medizin und das ohne Rezept: eine Halbe für die Dame und zwei Halbe für den Herrn und man bleibt ein Leben lang gesund.

Bereits von Anfang erkennen wir, dass in Kuchelbauer’s Bierwelt die Braukunst mit anderer Kunst kombiniert wird. Neben der Braukunstspur, die sich durch das gesamte Gebäude zieht, treffen wir auf die Spezialistenzwerge, wandeln unter einem Sternenhimmel am hellichten Tag und stehen vor einem der berühmtesten Gemälde der Welt: das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci. Der krönende Abschluss der Führung ist der Hundertwasserturm. Das Architekturprojekt soll das menschengerechte Bauen im Einklang mit der Natur versinnbildlichen. Im Turmkeller gibt es eine Sammlung von über 4000 Weißbiergläsern zu bewundern. Beim Hinaufsteigen zur Kugel und dem Baum der Erkenntnis lernen wir die vier Turmwunder kennen und können die vier Turmgeheimnisse lüften. Lediglich die Kosten für dieses Bauwerk bleibt wohl für immer im Verborgenen.

Nach der Führung haben wir uns erst einmal die Verkostung verdient. Bei einer Turmweiße oder einem Sportsfreund stillen wir den ersten Durst im Biergarten direkt am Fuß des Turms. Danach brechen wir auf in die Stadtmitte von Abensberg. In Kuchelbauer’s Brauereigasthof am Stadtplatz genießen wir unser Mittagessen und lassen bei einer weiteren Turmweiße die Eindrücke der Bierwelt nochmal Revue passieren. Gut genährt machen wir uns auf den Weg und erkunden das kleine Städtchen bei einem kurzen Rundgang. Anschließend treffen wir wieder auf dem Stadtplatz ein und genießen Kaffee, Kuchen und große Eisbecher. Bevor es zurück zum Bahnhof geht, machen wir noch einen kleinen Zwischenshop im Souvenirshop von Kuchelbauer’s Bierwelt. Die Zugfahrt zurück gibt uns Zeit für lustige und kurzweilige Gespräche. Nach knapp zwölf Stunden und einem schönen gemeinsamen Tag verabschieden wir uns am Bahnhof in Gessertshausen.

Der Theaterausflug der Saison 2011 führt uns in die Stadt Nürnberg. Auch ein defekter Fahrkartenautomat am Bahnhof der deutschen Bahn kann uns nicht daran hindern. Am Hauptbahnhof in Augsburg werden die Bayerntickets gelöst und es geht mit dem Regionalexpress in die ehemals freie Reichsstadt. Nach einem kurzen Fußmarsch treffen wir am Hauptmarkt in Nürnberg unsere Stadtführerin Ingrid Hingler.


Das Wahrzeichen Nürnbergs – Die Burg


Frau Hingler erklärt die Bedeutung Nürnbergs auf dem Hauptmarkt

Zu Beginn des zweistündigen Altstadtrundgangs gibt uns Frau Hingler einen kurzen Einblick in die Geschichte der Stadt. Im Spätmittelalter blühte Nürnberg wegen der hervorragenden Handwerkskunst, besonders im Bereich der Messingverarbeitung. Zudem war die Stadt ein wichtiger zentraler Handelspunkt innerhalb Europas. Am Hauptmarkt betrachten wir die Frauenkirche und drehen am Messingring des Schönen Brunnens. Das Drehen am Ring soll Wünsche in Erfüllung gehen lassen. Ursprünglich ging es dabei um den Kindersegen. Nach einem kurzen Regenschauer setzen wir unseren Rundgang fort und Frau Hingler führt uns in das Rathaus. Nach der Besichtigung des Stadtsaals und einem kurzen Blick auf die Reichskrone, das Reichzepter und den Reichsapfel geht es weiter zu St. Sebald, der Kirche des Stadtpatrons. Von dort geht es weiter zum Platz am Tiergärtnertor. Frau Hingler lenkt unseren Blick auf das Albrecht-Dürer-Haus und auf eine Messingskulptur, die einen Hasen und die Geschicke der Menschheit darstellt. Während einem kurzen Aufstieg in Richtung Burg bekommen wir noch ein paar Erklärungen zum Fachwerkbau und einen kurzen Überblick über das Wahrzeichen von Nürnberg: die Burg. Nach einer kurzweiligen Stadtführung verabschieden wir uns von Ingrid Hingler.


Frau Hingler und der Hase von Dürer


Am Fuß der Burg

Im Restaurant „Zum Burgwächter“ direkt unterhalb der Burg genießen wir unser Mittagessen: Kässpatzen, Schäufele mit Knödel und weiteren Leckereien, abgerundet mit einem kühlen Kellerbier. Nach dieser Stärkung erklimmen wir den äußeren Burgring und haben einen schönen Überblick über die gesamte Altstadt. Danach schlendern wir gemütlich durch die Gartenanlage der Burg, über die Stadtmauer und durch die Gassen der Altstadt.


Mittagessen im Burgwächter

Mittlerweile hat sich das Wetter auch deutlich gebessert und es ist angenehm warm. Es wird als Zeit für Kaffee und Kuchen oder einen großen Eisbecher. Langsam wird es Zeit, die Heimreise anzutreten. Wir spazieren durch die Fußgängerzone wieder zurück zum Bahnhof. Um 17:30 Uhr startet die Rückfahrt mit der Bahn und wir erreichen kurz nach 20:00 Uhr wieder Gessertshausen. Zum Ausklang des Tages treffen wir uns alle noch im Sportheim. Dort genießt der eine oder andere noch eine griechische Spezialität und bei einem Gläschen Wein lassen wir den Tag noch einmal Revue passieren.


Die Theaterfreunde in Nürnberg


Gabriele Friedl erklärt die Geschichte Augsburgs

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah.“ So lautete das Motto unseres Ausflugs, der uns am Samstag, 03. Juli 2010 mit dem Zug nach Augsburg führte. Um 10:00 Uhr nahm uns Gabriele Friedl zu einem zweistündigen Rundgang am Rathaus in Empfang. Auf dem Rathausplatz erhielten wir erst ein paar einleitenden Informationen zur Entstehung von Augsburg zur Römerzeit. Anschließend lenkte Frau Friedl unser Auge auf den Augustusbrunnen. mit aus Bronze gegossenen Figuren. Der Blick auf die Figur der Wertach, die schönste Frau Augsburgs, mit dem Rathaus im Hintergrund gilt als eines der am meisten fotografierten Motive der Stadt.


Die Wertach am Augustusbrunnen mit Rathaus im Hintergrund

Danach besichtigten wir den Goldenen Saal im Rathaus und bestaunten die prunkvollen Gemälde. Nach den Zerstörungenim 2. Weltkrieg wurde das Rathaus nach Kriegsende wieder aufgebaut. Erst zur Zweitausendjahrfeier beschloss der Stadtrat auch den Goldenen Saal nach alten Zeichnungen und Fotografien wieder herstellen zu lassen. Während auf dem Rathausplatz große Geschäftigkeit herrschte, führte uns Gabriele Friedl in die Kirche St. Peter hinter dem Perlachturm, ein ruhiger Ort in mitten des Trubels. Hier fällt das Auge des Besuchers auf das Wallfahrtsbild „Maria Knotenlöserin“. Abschließend besuchten wir die Fuggerei, die älteste Sozialsiedlung der Welt. Frau Friedl versorgte uns mit vielen Details zu den Fuggern, wie diese zu Reichtum gelangten und sich bis heute in Form einer Stiftung für die Aufrechterhaltung der Fuggerei einsetzen. Wir hatten während der Führung viel Spaß, die Zeit verging wie im Flug und mit einem herzlichen „Auf Wiedersehen“ verabschiedeten wir uns von Gabriele Friedl.


Die älteste Sozialsiedlung der Welt – Die Fuggerei

Pünktlich wie die Handwerker ging es zum Mittagessen. Bei heißen Temperaturen von über 30 Grad schmeckte jedem ein kühles Schorle oder Radler im „Cafe zu den Barfüssern“ oder im Ratskeller. Auf dem Rückweg zum Bahnhof noch ein kleiner Zwischenstopp in einer Eisdiele und dann waren wir rechtzeitig wieder in Margertshausen. Denn ab 16:00 Uhr regierte König Fußball und wir feierten den deutlichen Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien. Danach ließen wir uns im schönen Innenhof von Marlene und Leo Schmid nieder. Zum Abendessen hatte Erich Zaha auch alle Helfer eingeladen, die uns während der Theateraufführungen in jeglicher Form unterstützt hatten. In gemütlicher Runde genossen wir das gute Essen, Eis mit heißen Himbeeren und Kaffee und Kuchen und feierten bis in die späten Abendstunden den Abschluss einer wieder mal gelungenen Theatersaison.


Gemütlicher Abend im Innenhof von Marlene und Leo Schmid

Der diesjährige Theaterausflug zum Abschluss der Saison 2009 führte uns in die Stadt Bamberg, die seit 1993 als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO eingetragen ist. Mit dem Zug machten wir uns am Samstag, 18.07.09, morgens um kurz nach 6:00 Uhr von Gessertshausen auf nach Bamberg. Auf dem Maximiliansplatz erwartete uns Frau Claudia Büttner von „Abenteuer Bamberg“ um uns bei einer zweistündigen Stadtführung die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu zeigen.


Claudia Büttner von „Abenteuer Bamberg“

Wir sahen auf unserem Weg zum Bamberger Dom die Martinskirche, den „Gabelmoo“, einen barocken Neptunsbrunnen am grünen Markt, passierten den alten Stadthafen und (leider auch) die Brauerei Schlenkerla, die für das „Aecht Schlenkerla Rauchbier“ bekannt ist. Die Führung wurde durch einen Besuch des Rosengarten der neuen Residenz, von wo aus man einen guten Blick über die ganze Altstadt und die Kirche Sankt Michael hat, und des alten Rathauses abgerundet. Die zwei Stunden vergingen wie im Flug, zumal Frau Büttner neben viel Wissenswertem auch immer wieder eine heitere Anekdote zu gewissen Sehenswürdigkeiten parat hatte. Wie es in Bayern so üblich ist, konnten wir uns um 12:00 Uhr imGasthausbrauerei Ambräusianum beim Mittagessen stärken und das legendäre Rauchbier probieren.


Altes Rathaus und der Dom zu Bamberg

Der Nachmittag stand jedem zur freien Verfügung. Beim Besuch der Kirche Sankt Michael konnten wir uns von Rückenleiden heilen lassen, als wir durch den Sarkophag von Bischof Otto I. hindurch krabbelten. Den Dom haben wir dann noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Zudem war auch in der Fußgängerzone einiges geboten. Unter dem Motto „Bamberg zaubert“ traten auf kleinen und großen Bühnen Jongleure, Akrobaten und Zauberer auf. An den Buden und Ständen versorgten einige sich mit Süßigkeiten und Getränken, während andere sich in einer Eisdiele niederließen. Gegen halb sieben abends traten wir die Rückreise an und trudelten nach gut drei Stunden wieder zu Hause ein.

Weitere Bilder finden Sie unter myHeimat, die dort von Gottfried Biber bereitgestellt wurden

INFOS

Besonderes

Was macht die Theateraufführungen in Margertshausen zu etwas besonderem? Das ist zum einen die gemütliche Atmosphäre des Sportheims. Bei einer Vorführung können nicht mal 100 Zuschauer dabei sein. Aber sie bekommen bei den Veranstaltungen, die oft mehr als drei Stunden dauern, alles geboten, was zu einem gelungenen Theaterabend gehört. Zum anderen ist es die Liebe zum Detail. Nicht nur, dass oft stundenlang über kleine Veränderungen am Bühnenaufbau und an den Requisiten gebrütet wird. Der Zuschauer erhält auch ein Gastgeschenk, das eigens für jedes Stück entworfen und meist selbst gebastelt wird. Das erinnert ihn auch über Jahre hinweg an einen Theaterabend der besonderen Art.

Gastgeschenke von verschiedenen Theaterstücken: Zwoa harte Nüß, Der Ölscheich von Kraglfing, Die Lügenglocke, Das Loch in der Wand, Frauenpower, Der ledige Bauplatz, Der Liebestee, Das verflixte Klassentreffen.

Termine Theater

Aufführungen von „Malefiz Donnerblitz“
15.03.2024 / 16.03.2024 / 17.03.2024
22.03.2024 / 23.03.2024
05.04.2024 /06.04.2024 / 07.04.2024
12.04.2024 / 13.04.2024

Termine Kabarett

N/A

Theater

„… Theater, Theater, der Vorhang geht auf
Dann wird die Bühne zur Welt.
Theater, Theater, das ist wie ein Rausch
Und nur der Augenblick zählt …“

So heißt es im weltweit bekannten Song „Theater“ von Katja Ebstein aus dem Jahre 1980. Es ist wie ein Rausch, wenn wir auf der Bühne stehen und Zuschauer faszinieren und zum Lachen bringen können. Wer wir genau sind, erfahrt Ihr auf den folgenden Seiten. Natürlich sind wir innerhalb des SSV Margertshausen auch organisiert. Das hat aber nichts zu sagen, wenn es darum geht, ein neues Stück einzustudieren. Da wird schnell der erste Abteilungsleiter zum Opa und ein völlig unbekannter avanciert zum Regisseur.

Aus dieser kleinen Einleitung kann man schon herauslesen, dass wir ein ganz lustiger Haufen sind. Bei uns gibt es immer jede Menge zum Lachen und was dabei ganz wichtig ist: man muss auch mal über sich selber lachen können.

So fing alles an

Wir schreiben das Jahr 1989. Der SSV Margertshausen bespricht die alljährliche Weihnachtsfeier. Da hören wir doch mal kurz rein. „Nikolaus und Flötenspiel – jedes Jahr das Selbe.“ „Wie wär‘s denn dann mit ein wenig Theater?“ spricht Erich Zaha und schon hat er den Job. Zuerst ruft er die Marlene Schmid an. Schließlich sind die beiden als Comedy-Duo bei Geburtstagen und anderen Feiern gern gesehene Gäste.

Und damit fangen die Probleme an: Welches Stück soll gespielt werden? Wer stellt sich als Darsteller zur Verfügung? Was braucht man alles für die Requisiten? Es ist also Improvisation gefragt. Aber die Mühen haben sich dann doch gelohnt. Der weihnachtliche Einakter „Der himmlische Besuch“ findet großen Anklang und schon bei der nächsten Weihnachtsfeier kehrt bereits Routine ein. Plötzlich wollen immer mehr auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Nach nur zwei Jahren gibt das Kindertheater 1991 mit dem Weihnachtsstück „Der ausgeflippte Nikolaus“ sein Debüt. Drahtzieher der ganzen Geschichte ist natürlich auch der Erich. Die Erwachsenen spielen erstmals einen Schwank, der überhaupt nichts mit Weihnachten zu tun hat.

Wiederum zwei Jahre später wird die Spielzeit mit dem Zweiakter „Das vermietete Bett“ verdoppelt und es wird klar, dass damit auch ein ganzer Abend gefüllt werden kann. Die Gruppe nennt sich von nun an „Theaterfreunde“ und tritt schon kurz darauf mit dem Dreiakter „Der Liebestee“ in der Fastenzeit 1994 im Sportheim in Margertshausen als eigenständiges Highlight im regen Dorfleben auf. Seit diesem Moment ist jedes Jahr in der Zeit um Ostern Bauchmuskeltraining der ganz besonderen Art angesagt. Unser Publikum lacht auch sehr gerne. Das merken wir jedes Jahr wieder und wieder, wenn die Vorstellung bis auf den letzten Platz besetzt ist.

Das Sportheim bietet anfänglich nur knapp 80 Personen Platz, aber dadurch entsteht eine sehr familiäre Stimmung im Saal und der Zuschauer ist mittendrin, statt nur dabei. Zum Abschluss einer jeden Vorstellung gibt es dann noch eine kleine Besonderheit. Die Gäste dürfen ein bisschen Theater in Form eines Gastgeschenks mit nach Hause nehmen und werden so an einen schönen Abend im Sportheim erinnert.

Im Laufe der Zeit werden die Stücke raffinierter. Neue Darsteller treten auf, das Publikum staunt über die ausgefeilte und detailverliebte Bühne und auch dahinter gibt es Zuwachs bei der Maske und in anderen Funktionen. Mit dem Stück „So viel Krach in einer Nacht“ feiern die Theaterfreunde 2003 das zehnjährige Bühnenjubiläum. Bis dahin ist die Gruppe locker organisiert. Nach Zustimmung der Mitgliederversammlung des SSV Margertshausen werden die Theaterfreunde 2005 eigenständige Abteilung. Nur zwei Jahr später beschließt der SSV das Vereinsheim zu vergrößern. Damit besteht auch für die Theaterfreunde die Chance etwas zu ändern um mehr Platz und mehr Möglichkeiten zu erhalten. Innerhalb eines Jahres wird die Bühne vollständig umgebaut und an die neuen Gegebenheiten angepasst um nahtlos 2008 „Zwei wie Hund und Katz“ aufführen zu können. Für die nun knapp 100 Zuschauer pro Auftritt wird zusätzlich ein Podium im Saal aufgebaut, sodass von jedem Platz gute Sicht zur Bühne möglich ist. Für unsere Auftritte ernten wir viel Applaus und Lob und teilweise sogar das Prädikat „Fernsehreif“. Als 2017 die Anfrage vom Lokalsender Augsburg.TV zur Aufzeichnung eines Beitrags über die Theaterfreunde kommt, ist die Begeisterung riesig. Zum 25-jährigen Bühnenjubiläum wird 2018 das Stück „Alles neu macht der Mai“ aufgeführt und wir sind gespannt, was in den kommenden Jahren noch so alles passiert…

Theaterstücke

Lustspiel in drei Akten von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Im Jahr 2020 zwei Tage vor der Premiere wegen Corona abgebrochen.

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Thomas)
> Andrea Di Benedetto (Angelo)
> Christian Eller (Ritchi)
> Simone Frank (Bärbel)
> Anna Geh (Renate)
> Johanna Holl (Hilde)
> Julia Kastner (Teresa)
> Katrin Mühleisen (Chantal)
> Peter Schmid (Hans Jochen)
> Erich Zaha (Oskar)

Crew
> Stephan Eller (Regie, Bühnenbau, Technik)
> Peter Finch (Bühnenbau)
> Johanna Holl (Kartenverkauf)
> Nadine Gebele (Souffleuse, Kartenverkauf)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Ramona Lipp (Kartenverkauf)
> Traudl Schaller (2020 Kartenverkauf)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Christoph Strasser (Abendkasse, 2020 Ritchi)
> Andreas Wolf (Bühnenbau, Malereien)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Markus Zaha (Backup Technik, 2020 Technik)

Inhaltsangabe
Bärbel und Hilde wollen in ihrem Urlaub so richtig „einen draufmachen“. Für ihre Eskapaden haben sie sich das kleine Familienhotel „Amore mio“ auserkoren, das von der geschäftstüchtigen Teresa und ihrem gutaussehenden Sohn Angelo betrieben wird, der sich seiner Wirkung auf die Damen sehr wohl bewusst ist, vor allem, wenn er mit italienischem Akzent spricht.
Da aber Hilde aus Versehen im Zug einen falschen Koffer mitgenommen hat, verläuft der Urlaub der beiden Freundinnen tatsächlich sehr turbulent, aber ganz anders, als sie sich haben träumen lassen.

Schwank in drei Akten von Ralph Wallner
(Wilhelm Köhler Verlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Malz-Beppo)
> Stephan Eller (Abstauber-Bartl)
> Simone Frank (Adelheid Amsel)
> Nadine Gebele (Mina Sonnhofer)
> Anna Geh (Giggi)
> Johanna Holl (Sonnhoferin)
> Peter Schmid (Tschacko)
> Erich Zaha (Langfinger-Jockl)

Crew
> Andrea di Benedetto (Requisiten)
> Julia Dullinger (Souffleuse)
> Christian Eller (Regie)
> Stephan Eller (Bühnenbau)
> Peter Finch (Bühnenbau)
> Johanna Holl (Kartenverkauf)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Kathrin Mühleisen (Maske)
> Traudl Schaller (Kartenverkauf)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Christoph Strasser (Requisiten, Kartenverkauf)
> Andreas Wolf (Bühnenbau)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Markus Zaha (Technik)

Inhaltsangabe
Der Dusterhof steht seit Jahrzehnten leer. Schließlich soll es dort spuken. Langfinger-Jockl und sein Sohn Abstauber-Bartl, arme Landstreicher und gerissene Taschendiebe, nehmen den Hof dennoch als Übernachtungslager in Anspruch. Dass zur gleichen Zeit Mina und Giggi, zwei Freundinnen aus dem nahegelegenen Dorf, dort eine Wunschzettel-Geisterbeschwörung planen, war natürlich nicht abzusehen. Aber in der Zeit der Rauhnächte sollen Wünsche, die man in einem magischen Gefäß deponiert, in Erfüllung gehen. Das umherstehende Bodschamperl, ein alter Nachttopf, kommt da gerade recht. Giggi, die weder Schnupftabak noch Schnaps verabscheut, und Mina, die bei Bartl gehörigen Eindruck hinterlässt, veranstalten eine turbulente Wunschzettelaktion. Braumeister Beppo und die Sonnhoferin haben ihr jeweils eigenes Interesse am leerstehenden Dusterhof. Und der naive Tschacko und die verkopfte Dorflehrerin Adelheid Amsel kommen sich ungeplanterweise sehr nahe. Langfinger-Jockl holt bald seine Vergangenheit ein, und Bartl muss erfahren, dass vieles in seinem Leben nicht ist, wie es scheint. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn wird auf eine harte Prüfung gestellt. Da muss der gute Geist vom Dusterhof etwas nachhelfen. Und den einen oder anderen Wunsch erfüllen

Lustspiel in drei Akten von Wolfgang Bräutigam
(Wilhelm Köhler Verlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Josef Schwarz)
> Andrea di Benedetto (Ali Gürüst)
> Christian Eller (Michael Bayer)
> Simone Frank (Veronika Bayer)
> Nadine Gebele (Sabine Bayer)
> Anna Geh (Katja Schön)
> Johanna Holl (Katrin Licht)
> Traudl Schaller (Maria Bayer)
> Peter Schmid (Olaf Handwerker)
> Christoph Strasser (Ivan Ivanovitsch)
> Erich Zaha (Karl Bayer)

Crew
> Julia Dullinger (Souffleuse, Requisiten)
> Stephan Eller (Regie, Bühnenbau)
> Peter Finch (Bühnenbau)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur, Requisiten)
> Katrin Mühleisen (Maske)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Andreas Wolf (Grafik, Malereien)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)
> Markus Zaha (Technik)

Inhaltsangabe
Schon seit Jahren beschwert sich Ehefrau Veronika über die Unzulänglichkeiten des Eigenheims. Im Elternhaus von Michael kleben noch die braunen Fliesen aus der Erbauerzeit mehr oder weniger an der Wand, es gibt noch immer die hellgrüne Badewanne, die Wände mit Tapeten mit tollem Muster bräuchten einen neuen Anstrich, so die Vorwürfe von Veronika. Ehemann Michael Bayer ist die ewigen Beschwerden leid. Er verspricht schon seit Jahren eine Renovierung in Eigenleistung. Veronika hat sich deshalb ohne Wissen der Familie bei der Heimwerkersendung „Alles neu, macht der Mai!“ beworben. Karl, Vater von Michael, will der Renovierung auf die Sprünge helfen, da er von seiner Frau Maria der Renovierung der eigenen Einliegerwohnung möchte. Er hat den Handwerker Josef an der Hand, der die Umbau­maßnahme fast umsonst macht. Für ihn ist das wesentlich kostengünstiger, als den Geldforderungen seiner Frau für eine verjüngende Schönheitsoperation nachzugeben.

Tochter Sabine hat ihre Freundin Katja, eine junge Architektin, eingeladen, um ihren Vater mit konkreten Plänen zu überzeugen. Nach einer Nachschicht, die wegen der Walpurgisnacht recht anstrengend war, trifft sie jedoch auf die Handwerker Ivan und Ali, welche einen Auftrag zur Badrenovierung haben.

Maria erwartet inzwischen den Redakteur eines Livestylemagazins, das sie als Gewinn eines Preisausschreibens einen Auftritt in der Sendung „Schöner an einem Tag!“ gewonnen hat. Dort werden Frauen vor und nach einer Schönheitsoperation gezeigt.
Olaf und Karin, die beiden Fernsehredakteure, kommen ins Haus, um Wohnung und Gewinnerin auf ihre Renovierungsbedürftigkeit hin zu untersuchen.

Wenn nun drei Handwerker, zwei Fernsehredakteure und eine Architektin ins Haus eines handwerklich begabten Alleskönners kommen, kann es schon mal turbulent zugehen. Wenn dann noch die Fernsehleute verwechselt werden, der Maler zum Schönheitschirurgen wird, eine Exhibitionistin im Haus ihr Unwesen treibt und die Handwerker sich mit einem Wettrenovieren duellieren, kann es dem Hausherrn schon mal zu viel werden.

Die schlagfertige Redakteurin gönnt Michael eine kurze Auszeit, bevor dieser ein zweites Mal die Handwerker und Architekten vor die Tür setzen kann. Danach scheint der Heimhandwerker wie ausgewechselt und freut sich seiner Werke.
Ob es ein neues Badezimmer und eine neue Oma geben wird, wird an dieser Stelle noch nicht verraten.

Schwank in drei Akten von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Darsteller & Rollen
> Andrea di Benedetto (Alfred Schwertle)
> Gottfried Biber (Eugen Hämmerle)
> Simone Frank (Rosa Anna Fröhlich)
> Nadine Gebele (Vroni Fröhlich)
> Anna Geh (Cäcilie Agathe Zenzi Sturm)
> Johanna Holl (Sophia Maria Sturm)
> Peter Schmid (Hieronymus Siegelring)
> Christoph Strasser (Franz Hämmerle)
> Erich Zaha (Johann Schwertle)

Crew
> Christian Eller (Souffleur, Requisiten)
> Stephan Eller (Regie, Technik, Requisiten)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur, Requisiten)
> Katrin Mühleisen (Maske)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie, Requisiten)
> Andreas Wolf (Grafik, Malereien)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Der Witwer Johann bewirtschaftet seit dem Tod seiner Frau den Hof zusammen mit seinem einzigen Sohn Alfred. Beide sind zwar sehr tüchtig, aber in dem Männerhaushalt herrscht – wie könnte es anders sein -totales Chaos. Beim leidigen Abwasch in der Küche geraten Johann und Alfred immer wieder aneinander wegen ein und demselben Thema: Johann wünscht sich, daß sein Sohn endlich heiratet. Statt dessen rät ihm der vorlaute Alfred, doch selbst noch einmal zu heiraten, wodurch dem Chaos in der Küche ein Ende bereitet werden könnte. Auch der ebenfalls verwitwete Nachbar Eugen hat arge Not mit seinem Sohn. Anscheinend besteht die einzige Tätigkeit von Franz darin, vor seinem Vater und der Arbeit zu flüchten. Beliebter Zufluchtsort ist der Hof von Johann und Alfred, wo immer ein gefüllter Kühlschrank, Schnaps und ein Bett auf ihn warten. Auch Franz kümmert sich absolut nicht um das andere Geschlecht, viel wichtiger ist ihm Essen, Trinken und Schlafen. Selbstverständlich kennt Eugen seinen Sohn gut genug, um ihn immer wieder aufzuspüren und mit Gewalt und Geschrei zur Arbeit zu treiben. Als Johann seinem Sohn Alfred den Hof übergeben will und eigens dafür den Notar Siegelring einbestellt, muss er feststellen, dass sich die Hofübergabe gar nicht so einfach darstellt, wie ursprünglich angenommen. Johann nutzt deshalb geschickt die Wettleidenschaft von Alfred aus und schlägt diesem eine Abmachung vor: Wer von beiden zuerst eine Frau findet, bekommt den Löwenanteil des Hofes. Dieser Wette kann Alfred nicht widerstehen und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Jeder der beiden Wettpartner – Vater und Sohn – will auch dem anderen zum Glück verhelfen und so suchen beide ohne Wissen des anderen jeweils zwei Frauen – Mutter und Tochter! Die vier Damen kreuzen gleichzeitig auf und so ist das Chaos in dem sonst so friedlichen Männerhaushalt perfekt. Es beginnt ein richtiges „Damenduell“ um die Gunst der Männer, das die Herren geschickt ausnutzen. Vier Frauen sind jedoch in jedem Fall zwei zuviel und aus diesem Grund widerfährt auch den Nachbarn Eugen und Franz unverhofftes „Glück“.

Geist-reiche Komödie in drei Akten von Markus Scheble und Sebastian Kolb
(Wilhelm Köhler Verlag)

Darsteller & Rollen
> Andrea di Benedetto (göttliche Stimme)
> Gottfried Biber (Froschmeier)
> Stephan Eller (Stelzl)
> Simone Frank (Finni)
> Nadine Gebele (Anna)
> Johanna Holl (Froschmeierin)
> Ramona Lipp (Schellnberger Resi)
> Peter Schmid (Emmeran)
> Erich Zaha (Bömmerl)

Crew
> Christian Eller (Souffleur)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Andreas Wolf (Grafik, Bühnenmalereien)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)
> Markus Zaha (Technik)

Inhaltsangabe
Der Polizeibeamte Stelzl steht an der himmlischen Pforte und ist schon gespannt darauf, was ihn dahinter wohl Schönes erwartet, als ihn eine göttliche Stimme davon in Kenntnis setzt, dass er sich durch einen Spezialauftrag seine göttlichen Flügel erst verdienen muss. Etwas irritiert stimmt er zu und erwartet seinen letzten Auftrag. Er muss „nur“ den verstorbenen Schreinermeister Bömmerl binnen 24 Stunden hinauf in den Himmel holen. Erfreut über den „leichten Spaziergang“ macht er sich auf den Weg hinunter. Der Auftrag erweist sich stündlich schwieriger als gedacht und die „Engel in spe“ müssen sich allerhand einfallen lassen, um ein Verbrechen zu verhindern und um alle weltlichen Dinge geordnet zurücklassen zu können.

Schwank in drei Akten von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Franz Kohlkopf)
> Christian Eller (Mario „Bonzo“)
> Stephan Eller (Thorsten Weichmann)
> Simone Frank (Maria Tomati)
> Anna Geh (Henneliese von Wolkenstein)
> Johanna Holl (Erika Kohlkopf)
> Ramona Lipp (Berta Lädele)
> Angelika Nähr (Maja Müslein)
> Peter Schmid (Klaus Müslein)
> Erich Zaha (Giovanni Tomati)

Crew
> Christian Eller (Technik)
> Stephan Eller (Technik)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Andreas Wolf (Grafik, Bühnenmalereien)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Franz und Erika Kohlkopf sind einfache und robuste Gemüsebauern, die hart arbeiten und leider nur sehr wenig verdienen. Täglich rackern sie sich ab, um finanziell einigermaßen über die Runden zu kommen. Zu allem Überdruss gibt es täglich „Zoff“ mit ihrer überaus gesundheitsbewussten Nachbarin Maja Müslein, die auf ökologischen Gemüseanbau und die traditionelle chinesische Heilkunst schwört. Damit verdient Maja ordentlich Geld insbesondere dann, wenn die vornehme und wohlhabende Frau Henneliese von Wolkenstein samt Kater Amadeus mit ihren Wehwehchen und Problemen zur Behandlung kommt. Majas verschlafener und äußerst langsamer Ehemann Klaus hat dafür nichts übrig. Er ist froh, wenn er essen, trinken und schlafen kann und seine Ruhe hat. Doch die gönnt ihm seine resolute Frau nicht allzu oft.

Die leichtgläubige Kaufladenbesitzerin Berta Lädele kauft ihr Obst und Gemüse mal bei Kohlkopfs aus herkömmlichem Anbau, mal bei Müsleins aus ökologischem Anbau je nachdem, wer ihr den größeren Bären über die Anbaumethoden des jeweiligen Kontrahenten aufbindet. Weitere Kunden sind der italienische Pizzabäcker Giovanni Tomati und seine impulsive Frau Maria von der Pizzeria „La Traviata“, die bei ihren Problemen und Sorgen immer den Rat und die Hilfe der gutmütigen Kohlkopfs in Anspruch nehmen.

Der naive Franz Kohlkopf wittert das große Geld, als plötzlich Mario, eine äußerst dubiose und geheimnisvolle Gestalt, auftaucht und ihm ein paar seltsame Pflanzen andreht. Mario legt dem gutmütigen Gemüsebauern ans Herz, er solle die Pflanzen möglichst unauffällig zwischen den Tomatensetzlingen anbauen und hegen und pflegen. Dafür werde er reich belohnt. Denn Mario gibt an, die Pflanzen gehörten einem Pharmakonzern und eigneten sich zur Herstellung eines Wundermittels zur Potenzsteigerung deshalb sei strengste Geheimhaltung geboten. Franz will seinem Freund Giovanni bei dessen „Liebesproblemen“ helfen und gibt ihm ein paar dieser Wunderpflanzen zum Verzehr. Und der trottelige Klaus Müslein verkauft auf dem Bio-Bauernmarkt versehentlich diese seltsamen Pflanzen anstatt der Tomatensetzlinge. So wird aufgedeckt, dass es sich um Cannabis-Pflanzen handelt. Alle Beteiligten sind nun in höchster Gefahr, denn Mario entpuppt sich als gefährlicher Drogen-Dealer, der vor nichts zurückschreckt, um seine Haut zu retten. Zum Glück schreitet Thorsten ein, der sich bis dato als harmloser „Softie“ mit einer Schwäche für das männliche Geschlecht tarnte, aber in Wirklichkeit ein knallharter Drogenfahnder ist. Er kann dem schrägen Vogel Mario noch rechtzeitig das Handwerk legen. So wendet sich ganz zum Schluss doch noch alles zum Guten und den Kohlkopfs winkt sogar eine Belohnung für ihre Unterstützung.

Schwank in drei Akten von Beate Irmisch
(Theaterverlag Rieder)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Gotthard von Knöttelmeier)
> Stephan Eller (Albatius von Knöttelmeier)
> Simone Frank (Heidi Gockel)
> Anna Geh (Gloria Pappendeckel)
> Johanna Holl (Auguste von Knöttelmeier)
> Joachim Kugelbrey (Hannes Waldeck)
> Ramona Lipp (Berta Sauerkraut)
> Marlene Schmid (Agathe Gockel)
> Peter Schmid (Franz Hirsch)
> Erich Zaha (Ferdinand Gockel)

Crew
> Verena Biber (Souffleurin)
> Christian Eller (Technik)
> Angelika Nähr (Souffleurin)
> Traudl Schaller (Regie)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Andreas Wolf (Grafik, Bühnenmalereien)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Es herrschen nicht gerade rosige Zeiten für’s alte Waldhotel „Zum wilden Gockel“! Dringende Modernisierungsmaßnahmen wären notwendig, um neue Gäste zu locken, aber den Gockel’s fehlt das nötige Kleingeld. Da die Wildschweinplage in diesem Frühherbst besonders groß ist, hat der hiesige Forstverband eine Treibjagd in Gockel’s Pacht angesetzt.
Just zu diesem Spektakel hat sich der betuchte Hobbyjäger Gotthard von Knöttelmeier nebst Gattin Auguste und Sohn Albatius aus Köln angesagt. Knöttelmeier war früher oft zu Gast im alten Waldhotel, als man noch auf Jagd nach Rehen und Hirschen ging. Auf einen Hirsch hat es der alte Knöttelmeier besonders abgesehen. Es ist Rudi – ein Sechzehnender! Ganz versessen darauf, dieses Tier auf der Pirsch zu erlegen, verspricht er Ferdinand Gockel eine stille Teilhaberschaft am Hotel. Die Sache hat nur einen Haken, von dem der alte Knöttel nix weiß: Rudi steht unter Naturschutz! Eigens für die Jagd hat man den Hirsch in ein Gehege gesperrt, damit ihm nichts passiert. Als jetzt auch noch Gloria Pappendeckel, die heimliche Geliebte von Gotthard auftaucht, und sich der trottelige Albatius in diese Dame verliebt, ist das Chaos perfekt!
Ausreden, faustdicke Lügen, Verwechslungen und ein Schuss während einer nächtlichen Pirsch, treiben die Geschichte auf den Höhepunkt! Auch Berta, die Köchin und gute Seele des Waldhotels hat mächtig ihre Hände im Spiel! Lieber Zuschauer! Wie heißt es so schön? Lachen ist die beste Medizin!!! Viel Spaß! (Die Autorin)

Schwank in drei Akten von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Darsteller & Rollen
> Christian Eller (Klaus Muffel)
> Stephan Eller (Peter)
> Simone Frank (Erika Muffel)
> Johanna Holl (Gisela Hansemann)
> Ramona Lipp (Jenny)
> Angelika Nähr (Frauke Brunsberg-Zickenstein)
> Traudl Schaller (Martha Muffel)
> Peter Schmid (Tom Hansemann)
> Erich Zaha (Gottfried Hansemann)

Crew
> Gottfried Biber (Technik)
> Verena Biber (Requisiten)
> Silvia Eller (Requisiten)
> Nadine Gebele (Souffleurin)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Andreas Wolf (Grafik, Bühnenmalerei)
> Petra Wolf (Maske)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Gisela und Gottfried Hansemann, ein vermögendes Ehepaar, genießen seit Jahren die himmlische Ruhe ihres Campingurlaubs. Das ändert sich schlagartig, als Klaus und Erika Muffel mitsamt Schwiegermutter Martha eintreffen. Hier prallen zwei Welten aufeinander, denn die Hansemanns sind äußerst rücksichtsvolle und angenehme Zeitgenossen, wogegen sich insbesondere Klaus Muffel als streitsüchtiger Polterer und Stänkerer erweist. Mit seiner Schwiegermutter Martha liegt Klaus Muffel sowieso im lautstarken Dauerclinch.
Eine weitere Campingplatz-Nachbarin ist Frauke, eine alleinerziehende Mutter und temperamentvolle Erziehungsberaterin, die mit ihren gut gemeinten, spontanen Therapieversuchen allerdings nicht sehr erfolgreich ist. Ein weiterer Camper ist der unscheinbare Peter, der ständig – meist in den unpassendsten Situationen – auftaucht, um dies und jenes auszuleihen. Die Nachricht, dass ein benachbarter Campingplatz von einer Diebesbande heimgesucht wurde, versetzt die Camper in Aufruhr.
Da kommt Hansemanns Sohn Tom wieder einmal zu Besuch, der sich immer nur dann blicken lässt, wenn er bis zum Hals in Schwierigkeiten steckt und Geld braucht. Um ihm ein Schnippchen zu schlagen, beschließen Hansemanns, mit den Muffels einfach die Plätze und damit auch die Verhältnisse zu tauschen. Tom, angeblich erfolgreicher Besitzer einer Model-Agentur, kommt nicht alleine: Er hat Jenny im Schlepptau, der er eine große Karriere auf dem Laufsteg verspricht, die sich jedoch schnell in Luft auflöst. Bis die diversen „Rollenspiele“ aber aufgeklärt sind, gibt es noch viel Aufregung und viel zu lachen.

Schwank in drei Akten von Jürgen Schuster
(Theaterverlag Rieder)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Florian Brandner)
> Christian Eller (Johannes Schöninger)
> Simone Frank (Eva Brandner)
> Johanna Holl (Brigitte Brandner)
> Traudl Schaller (Anna Rehbein)
> Peter Schmid (Bernhard Kälble)
> Erich Zaha (Pfarrer Kaslinger)

Crew
> Stephan Eller (Regie/Technik)
> Nadine Gebele (Souffleurin)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Andreas Wolf (Grafik, Bühnenbau)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Die Feuerwehr von Unterbach, einer kleinen Gemeinde, kämpft beständig um ihre Unabhängigkeit. Bisher konnte die Fusion mit der größeren Nachbargemeinde Oberbach abgewendet werden, aber die Situation verschlechtert sich zusehends.
Florian Brandner, eifriger Vorstand der Feuerwehr, ist der größte Verfechter und stellt seinen Einsatz sogar über seine Familie, was ihm regelmäßig den Zorn seiner Frau Brigitte einbringt. Als er sich trotz anderer Versprechen wieder zum Vorstand wählen lässt, platzt Brigitte der Kragen. Sie jagt ihren Florian aus dem Haus, so dass dieser sich in seinem geliebten Spritzenhaus einquartieren muss.
Doch dann beginnen die Probleme erst. In der ersten Nacht wird er überfallen und niedergeschlagen und ein Drohbrief sorgt für weitere Aufregung. Er verdächtigt seine Frau und beschließt auf keinen Fall klein beizugeben. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern dem alternden Dorfcasanova Johannes Schöninger und dem etwas einfältigen, stotternden Bernhard Kälble plant er unbeirrt das große Feuerwehrfest, probt hierfür sogar bereits fleißig die Einlagen.
Unter den mehr oder weniger strengen Augen des Dorfpfarrers Kaslinger und dessen Haushälterin Frl. Rehbein geschehen jedoch immer noch  turbulentere Dinge: auch Kälble wird von zu Hause ausquartiert, ein Feuerwehreinsatz wird gründlich sabotiert, Johannes Schöninger in einen Hinterhalt gelockt. Alles in allem wird der Fortbestand der Wehr immer unsicherer. Seltsam ist auch, dass Brandners Tochter eigentlich gar nichts gegen einen solchen Zusammenschluss hätte! Was steckt wohl hier dahinter?

Lustspiel in drei Akten von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Gustav)
> Verena Biber (Lisa)
> Stephan Eller (Dr. Reinhard Kümmerlich)
> Simone Frank (Rosi)
> Johanna Holl (Klara)
> Angelika Nähr (Sonja)
> Traudl Schaller (Brunhilde)
> Peter Schmid (Hajo Hassmann)
> Erich Zaha (Anton)

Crew
> Christian Eller (Regie, Technik)
> Nadine Gebele (Souffleurin)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Sandra Schinko (Maske)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Jungbäuerin Rosi bewirtschaftet nach dem Tod ihres Mannes den Bauernhof alleine. Ihr Schwiegervater Opa Anton hat nur Dummheiten im Kopf. Unterstützung erfährt Rosi lediglich durch ihre Mutter Klara, die wegen ihres Putzfimmels aber für Opa Anton ein Dorn im Auge ist. Die geizige Nachbarin Brunhilde taucht regelmäßig bei Rosi auf, um die neueste Frauenzeitschrift „Herz-Schmerz“ auszuleihen und was ihr sonst noch fehlt. Postbotin Lisa schwärmt von der Kolumnistin Britta von Schwallbach, die in der Herz-Schmerz Ratschläge von „Frau zu Frau“ veröffentlicht. Lisa hofft, mit Hilfe dieser Tipps endlich den „Richtigen“ zu finden.

Nebenbei hat Rosi das Altenteil für Opa Anton seniorengerecht renovieren lassen und noch schöne Fremdenzimmer eingerichtet. Opa Anton kündigt an, mögliche Urlaubsgäste so schnell wie möglich wieder zu vertreiben. Auch gibt er in der Herz-Schmerz eine Anzeige auf, worin Rosi angeblich einen zupackenden Bauern sucht. Mit Gustav Glitzer tauch sogar ein Heiratskandidat auf, der aber den Erwartungen ganz und gar nicht entspricht. Dr. Reinhard Kümmerlich hat sich verlaufen und wird von Bäuerin Rosi versehentlich für den sehnlichst erwarteten Tierarzt gehalten. Der erste Feriengast, ein Schriftsteller, möchte inkognito bleiben. Doch Rosi findet heraus, dass es sich um Hajo Hassmann handelt, einen überzeugten Single und Autor von frauenfeindlichen Büchern. Und irgendwie hat Hajo Hassmann auch etwas mit der Zeitschrift Herz-Schmerz zu tun, kennt er doch alle Ratschläge dieser Britta von Schwallbach.

Als sich Brunhilde mit einer Leserzuschrift an die Ratgeberin wendet, stellt sich überraschenderweise heraus: Hajo Hassmann ist der Verfasser dieser Tipps, für Geld tut er eben alles! Dann taucht auch noch Sonja, Hajos heimliche Geliebte auf, die sich als Britta von Schwallbach ausgibt. Opa Anton durchschaut die Tricksereien und lässt sich soviel „Schweigegeld“ zahlen, wie die Gästezimmer monatlich einbringen würden. So hat er die lästigen „Mitbewohner“ los und Rosi bekommt trotzdem die dringend benötigten Einnahmen. Alles scheint bestens geregelt zu sein, doch als Rosis Mutter Klara nun bei Anton einzieht, wünscht er sich sogar den Feriengast wieder zurück.

Schwank in drei Akten von Erich Koch
(Reinehr Verlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Rolf Tauber)
> Christian Eller (Charles de la Pissoir)
> Simone Frank (Ramona)
> Johanna Holl (Emma Schläfer)
> Angelika Nähr (Sabine Klick)
> Traudl Schaller (Klara von Geldig)
> Peter Schmid (Lars)
> Willi Steiger (Erwin Schläfer)
> Erich Zaha (Otto)

Crew
> Verena Biber (Souffleurin)
> Stephan Eller (Technik)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Sonja Schmid (Souffleurin)
> Petra Wolf (Maske)
> Erich Zaha (Bühnenbau)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Opa Otto will mit allen Mitteln nochmals seine Wirkung auf Frauen ausprobieren. Dabei scheut er weder Friedhof noch Internet. Und da interessiert es ihn nicht, dass Erwin aus der Kur, in der dieser sich als Rolf Taube ausgegeben hat, Klara als Kurschatten mitbringt. Da Erwin die Kur frühzeitig abbrechen musste, versucht er, als Adele Kehraus verkleidet, bei seinem Freund Rolf unterzutauchen. Aber dessen rabiate Schwiegermutter hat etwas dagegen. Doch Rolf, der Gefallen an Klara findet, weiß, wie man Schwiegerdrachen mit Baldrian bändigt.

Emma, Erwins Frau, hat bei ihrem heimlichen Wellnessurlaub Charles kennengelernt. Als der bei ihr auftaucht, geraten ihre Gefühle in einen großen Zwiespalt. Sie weiß ja nicht, dass Charles de la Pissoir ein gesuchter Heiratsschwindler ist. Blöd nur, dass Emma im Urlaub aus Langeweile am Wettbewerb einer Zeitung teilgenommen hat und nun zur Hausfrau des Jahres gekürt werden soll. Um die Prämie in Empfang nehmen zu können, muss sie jedoch der Reporterin Sabine erst die erfundene Monsterfamilie präsentieren. Da passt es, dass sich ihr Sohn Lars in Opas Inernetbekannte Ramona verliebt hat. Auch wenn er dabei seinen männlichen Status verliert und Ramona zeitweise seine sprachgestörte Schwester spielen muss. Da alle mitspielen, gelangt der Scheck schließlich doch in Emmas Hände.

Als Charles damit verschwinden will, löst sich schließlich das Versteckspiel auf. Erwin muss den Gang nach Canossa antreten und auch Emma muss ihr Rentnerpetting beichten. Da eine gute Ehe nur wenige Komplimente am Tag verträgt, vertragen sie sich aber wieder. Auch Opa findet nach mehreren Fehlversuchen schließlich Rolfs Schwiegermutter eine platonische Partnerin fürs Altenheim. Doch so ganz hat er seine Hoffnung auf erotische Gefühle noch nicht aufgegeben. Meidtieren hilft immer: Ommni-bus, Ommni-bus.

Lustspiel in drei Akten von Wolfgang Bräutigam
(Wilhelm Köhler Verlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Rudolf Diestler)
> Verena Biber (Melanie Grafinger)
> Christian Eller (Paul Winkler)
> Simone Frank (Sandra Grafinger)
> Johanna Holl (Anna-Maria Maurer)
> Joachim Kugelbrey (Anton Schober)
> Angelika Nähr (Nathalie Herzberg)
> Traudl Schaller (Hedwig Winkler)
> Peter Schmid (Erich Winkler)
> Willi Steiger (Michael Grafinger)
> Erich Zaha (Herbert Grafinger)

Crew
> Nicole Bauer (Souffleurin)
> Stephan Eller (Technik)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Sonja Schmid (Souffleurin)
> Petra Wolf (Maske)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Das Kurhotel „Sonnenschein“ steckt in finanzieller Not. Masseur Anton Schober hat aus dem geerbten Hotel ein Kurhotel gemacht. Die Gesundheitsreform machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Die gesetzlichen Krankenkassen überweisen keine Patienten mehr. Seine Frau hat bei der Scheidung das halbe Vermögen zugesprochen bekommen. Das Anwesen soll nun gepfändet werden.

Als letzte Rettung versucht man das Konzept einer privaten Kurklinik in Reisekatalogen unterzubringen. Das Reiseunternehmen Leckermann ist interessiert und veranstaltet für den Qualitätstest des Hauses ein Preisausschreiben mit dem Gewinn von zwei Wochen freien Aufenthalt für zwei Personen.

Doch leider hat das gesamte Personal gekündigt. Nur der Geschäftsführer Paul hält zu seinem Chef. Hilfe soll Pauls Bruder Erich, ein arbeitsloser Schauspieler, und dessen Freundin, die angehende Ärztin Sandra bringen. Sie sollen als Personal und Gäste für eine florierende Klinik sorgen. Die Reparatur am Fahrstuhl erledigt ein guter „Freund“ von Sandra, der sich als deren Cousine Melanie entpuppt. Paul und Erich haben seit Jahren ihre Mutter brieflich über den angeblichen Werdegang zum Elektroingenieur bzw. zum Arzt auf dem Laufenden gehalten.

Ausgerechnet die Mutter und die Tante der beiden erscheinen als Gewinnerinnen des Preisrätsels in der Klinik. Herbert und Michael wollen in der Klinik wegen eines Inserats zwei „Täubchen“ kennen lernen. Das Erkennungszeichen, eine rote Rose, ist zufällig auch das Begrüßungsgeschenk für die anderen weiblichen Gäste. Herbert und Michael, die Väter von Melanie und Sandra, haben auch nicht die geringste Ahnung davon, dass ihre Töchter beruflich auf Abwegen sind. Auch die Eltern haben einiges vor ihren Kindern verborgen gehalten. Nun treffen in der Kurklinik alle Heimlichkeiten aufeinander. Die Kinder müssen alle Berufe und noch viel mehr unter Beweis stellen. Paul ist Geschäftsführer, Koch und Elektriker; Erich mimt Liftboy, Schauspieler und Kurarzt; Melanie Elektrikerin und Bedienung; Sandra, Sportlehrerin, Schauspielerin und Ärztin. Und dies alles um die Klinik florieren zu lassen und den ganzen Schwindel aufrecht zu erhalten.

Dies wäre kein Problem, wenn da nicht auch noch ein Gerichtsvollzieher, ein Mörder, eine Leiche und doch keine, ein Scheich, Romeo und Julia, und, und, und….wären. So manchen wird es schwindelig, bis sich hoffentlich alles in Wohlgefallen auflöst. So gibt es am Ende viele glückliche Paare, viele mit reinem Gewissen, eine große Überraschung und vielleicht doch noch etwas Sonnenschein für die Kurklinik…?

Lustspiel in drei Akten von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Sebastian)
> Christian Eller (Michael)
> Silvia Eller (Bärbel Restle)
> Stephan Eller (Knut Sonnenschein)
> Simone Frank (Hedwig)
> Johanna Holl (Erna Restle)
> Michael Huber (Gustav)
> Joachim Kugelbrey (Leo Lachmann)
> Angelika Nähr (Klothilde Sonnenschein)
> Traudl Schaller (Lina)
> Peter Schmid (Karl)
> Willi Steiger (Johannes Restle)
> Erich Zaha (Wilhelm Restle)

Crew
> Christian Eller (Regie)
> Nadine Gebele (Souffleurin)
> Sandra Schinko (Maske)
> Tamara Wegner (Souffleurin)
> Norbert Wolf (Technik)
> Petra Wolf (Maske)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Es ist schon merkwürdig! Über Nacht rückt ein kleines, unscheinbares Dorf in den Mittelpunk der Presse-, Radio- und Fernsehberichterstattung. Sogar der Ministerpräsident interessiert sich urplötzlich für dieses Dorf und schickt deshalb einen hochkarätigen Ministerialbeamten. Und dabei fing alles so harmlos an: Der Bürgermeister und der Dorfpfarrer, seit jeher Nachbarn, streiten wieder einmal, daß die Fetzen fliegen. Und das, wo doch die 1200-Jahr-Feier der Gemeinde ins Haus steht! Der Bürgermeister ist derart von sich überzeugt, daß er sich als Brunnenfigur auf der Mitte des Dorfplatzes verewigen läßt. Diese Selbstverherrlichung ist dem Pfarrer zuwider. Wen wundert es, daß er im Zorn meint, aus diesem Dorfbrunnen müsse schon Heilwasser fließen, damit er mit dem Bürgermeister zusammenarbeiten könne. Dieser Ausspruch hat fatale Folgen! Der gerissene Opa und der Altknecht, zwei „kaisertreue Haudegen“ vom alten Schlag, nutzen die Ankunft von Feriengästen, um den „Wunsch“ des Pfarrers wahr werden zu lassen. Angeblich sei ein Feriengast durch einen Sturz vom Heuboden schwer verletzt worden, aber durch die Berührung mit dem Brunnenwasser wieder geheilt, erzählt man sich. Daraufhin bricht das Heilwasser-Fieber aus. Bürgermeister und Pfarrer werten dieses Phänomen als Ergebnis ihrer „blendenden Nachbarschaft“ und werden plötzlich Freunde.

Presse, Fernsehen und Radio lassen nicht lange auf sich warten, ebensowenig der „Commerz“. Beflügelt durch unerwartete Einnahmen aus dem Heilwasserverkauf, planen die beiden nicht nur eine 1200-Jahr-Feier, sondern ein Jahrhundertereignis. Vorschnell wird ein vermeintlicher Opernstar engagiert. Doch an dessen Echtheit darf gezweifelt werden, denn der gewiefte Opa hat die Fäden in der Hand und bereitet dem Heilwasser-Fieber ein schnelles Ende.

oder „Lieber einen Mann als gar keinen Ärger“
Schwank in drei Akten von Regina Rösch (Theaterverlag Rieder)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Maximilian Müller)
> Simone Frank (Susanne Pfeiffer)
> Johanna Holl (Betty Fetzer)
> Traudl Schaller (Helga Geiger)
> Marlene Schmid (Tante Edith)
> Peter Schmid (Stefan Fetzer)
> Willi Steiger (Emil Fetzer)
> Erich Zaha (Oswald Geiger)

Crew
> Christian Eller (Souffleur)
> Silvia Eller (Requisiten)
> Stephan Eller (Requisiten)
> Michael Huber (Requisiten)
> Joachim Kugelbrey (Requisiten)
> Angelika Nähr (Requisiten)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Norbert Wolf (Technik)
> Petra Wolf (Maske)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Es ist der 24. Juni, ein warmer Sommertag, doch im Wohnzimmer der Familie Fetzer steht noch immer der Weihnachtsbaum, an dem sich mit letzter Kraft einige Nadeln festhalten. Die Wohnung versinkt im Chaos, denn die Umgebung des Christbaums wurde von Emil, dem Herrn des Hauses, zum Sperrgebiet erklärt.

Schließlich stehen 30 Liter Bier auf dem Spiel, die Emil erhält, wenn „es sein Baum länger aushält“ als der seines Freundes Oswald. Und mitten in den Streitereien um den Baum und das seit 25 Jahren nicht mehr tapezierte Wohnzimmer, keimt bei Emil und seiner Frau Betty der Verdacht, man könne in einer Woche Silberhochzeit haben. Doch in welchem Jahr war der „Kriegsbeginn“? Die „Sterbeurkunde“ ist nicht zu finden, das „Fangeisen“ geht nicht vom Finger und auch Oswald, der den Fehler seines Lebens im gleichen Jahr wie Emil begangen hat, kann sich lediglich erinnern, dass es im besagten Jahr auf dem Feuerwehrfest Schaschlik gab. Der Verdacht wird zur Gewissheit, die Silberhochzeit steht vor der Tür!

Betty und Oswald’s Frau Helga wollen groß feiern und erwarten Geschenke für ihr Durchhaltevermögen, doch die Männer sind der Meinung ein „Obstbödele“ und eine Tasse Kaffee wären in Anbetracht dessen, was man bereits erlitten habe, völlig ausreichend. Die Enttäuschung ist groß, bei Helga und Betty fließen die Tränen und auch Emil gerät in Panik, als Betty die Anreise der Erbtante Edith zur Silberhochzeit verkündet. Schnell wird allen klar, dass man den Erwartungen der Erbtante wohl in keinster Weise gerecht werden wird. Denn Betty hat in ihren Briefen an Tante Edith ihr Familienleben so dargestellt wie sie es sich immer erträumt hat. Sohn Stefan, der mit Ach und Krach seine Schlosserlehre geschafft hat, ist Zahnarzt, man verkehrt, statt mit Oswald und seiner Frau Helga, die nicht mit Intelligenz gesegnet sind, in höchsten Kreisen, und der sein Sofa und Bier liebende Emil ist der angesehenste Bürger der ganzen Gemeinde. Nun ist guter Rat teuer, schließlich baut Emils gesamte Altersvorsorge auf Tante Edith auf und man will auf keinen Fall enterbt werden!

Die Silberhochzeit steigt, genau so, wie Betty es sich erträumt hat! Unter Mithilfe der Nachbarn und Freunde wird für Tante Edith ein wahres Theaterstück inszeniert um sich als „High Society“ darzustellen, was leider nicht immer ganz reibungslos klappt, denn Manieren und gute Umgangsformen bekommt man leider nicht von heute auf morgen. Aber – nicht nur die von Emil für die Feier engagierten Nachbarn spielen Theater!

Ein ungewöhnliche Wahlkampf auf dem Dorf von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Peter Hering)
> Christian Eller (Hannes Klug)
> Silvia Eller (Anni Gscheidle)
> Simone Frank (Gerda Scharf)
> Johanna Holl (Kunigunde Schlotterbeck)
> Michael Huber (August Scharf)
> Angelika Nähr (Marylin)
> Traudl Schaller (Gisela Keusch)
> Marlene Schmid (Emma Hering)
> Peter Schmid (Karl Fässle)
> Willi Steiger (Heinz Gscheidle)
> Erich Zaha (Paul)

Crew
> Stephan Eller (Technik)
> Joachim Kugelbrey (Souffleur)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Norbert Wolf (Maske)
> Petra Wolf (Maske)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)

Inhaltsangabe
Eigentlich sollte es in der Gemeinde wieder einen Kommunalwahlkampf geben, wie man ihn kennt. Die Ortsgewaltigen kandidieren um das Amt des Gemeinderats, werden selbstverständlich gewählt und treiben in der nächsten Amtsperiode weiterhin ihr Unwesen. Und Bürgermeister Heinz Gscheidle wäre sicher wieder zufrieden, wenn er am Ratstisch seine altbekannten Kumpanen um sich hätte.

Aber alles kommt anders! Bei dieser Wahl hat sich nämlich erstmals eine Frauenliste gebildet mit dem Ziel, die Männerherrschaft im Gemeinderat zu brechen. Mit ihrem nicht alltäglichen Wahlprogramm, das gravierende Einschnitte in die „heile Männerwelt“ vorsieht, findet die Frauenliste unter Führung der resoluten Kunigunde Schlotterbeck große Zustimmung bei den weiblichen Wählern. Auch in den Meinungsumfragen schneiden die Damen sehr gut ab und die Hälfte der Gemeinderatssitze scheint der Frauenliste sicher zu sein.

Dies ist Grund genug für Bürgermeister Gscheidle, den Vormarsch der resoluten „Emanzen“ im Wahlkampf zu bremsen. Dazu ist ihm jedes Mittel recht. Kurzerhand beschließt er, seinen neuen Gemeindeinspektor Hannes Klug in die Frauenriege einzuschleusen. Dieser soll – als Frau verkleidet – ihn über die Pläne der gegnerischen Liste informieren. Kurz vor der Wahl will der Bürgermeister dann aufgrund der so gewonnenen Informationen zum vernichtenden Gegenschlag ausholen, um den Frauen sämtliche Chancen zu verderben. Selbstverständlich wäre auch Hannes Klug als Mitwisser danach überflüssig und könnte sich nach einer anderen Stelle umsehen.

Hannes spielt jedoch seine Rolle als eine „männergeschädigte Emanze“ so perfekt, daß ihn die Frauenliste zur „Spitzenkandidatin“ macht. Schließlich waren es seine Vorschläge, die den Wahlkampf der Damen zur „FRAUENPOWER“ werden ließen. Auch die Presse freut sich an dem neuen und für die Männer gänzlich unverständlichen Wahlprogramm der Damen und füllt ihre Zeitungen damit!

Das umstrittene Nachtlokal „Rosaroter Panther“ und Bardame Marylin tragen ihren Teil dazu bei, daß der Wahlkampf interessant bleibt. Die Männer sind dort Stammgäste, sehr zum Leidwesen der Damen, die derartige Lokale verabscheuen und aus Prinzip nicht betreten. Hannes Klug schafft es jedoch mit List, daß die Damen der Frauenliste in entsprechender Verkleidung – um inkognito zu bleiben – den „Panther“ betreten. Wie der Zufall will, sind auch Bürgermeister Gscheidle und seine Gemeinderäte dort. Die Herren erkennen jedoch ihre politischen Gegnerinnen nicht und „baggern“ sie an. Die Folgen sind fatal! Peinliche Fotos dieser ungewöhnlichen nächtlichen Begegnung und weitere Druckmittel nutzt Hannes geschickt, um beide Parteien in die Knie zu zwingen. Schließlich schwindet die Lust sowohl bei den Damen wie auch bei den Herren, in den Gemeinderat einziehen zu wollen, und Hannes kann getrost seinen „Wunsch-Gemeinderat“, sehr zum Leidwesen des Bürgermeisters, zusammenstellen.

Ein dörflicher Schwank in drei Akten von Bernd Gombold
(Deutscher Theaterverlag)

Darsteller & Rollen
> Gottfried Biber (Prof. Dr. Gottlieb Schippenschein)
> Christian Eller (Heinz-Harald von Silberstein)
> Simone Frank (Hannelore)
> Johanna Holl (Helene Kübele)
> Michael Huber (Anton Besele)
> Angelika Nähr (Ludwiga von Silberstein)
> Traudl Schaller (Rosalinde Schneckenberger)
> Marlene Schmid (Emma Lädele)
> Peter Schmid (Sepp Schäufele)
> Erich Zaha (Franz Kübele)

Crew
> Stephan Eller (Technik)
> Silvia Eller (Souffleurin)
> Sandra Schinko (Maske)
> Marlene Schmid (Regie)
> Norbert Wolf (Technik)
> Heidi Zaha (Kartenverkauf)
> Petra Ziegelmeier (Maske)

Inhaltsangabe
Franz Kübele, stressgeplager Ortsvorsteher einer ländlichen Gemeinde, ist vom Pech verfolgt. Zuerst vergißt er seinen Hochzeitstag und muß sich die Vorwürfe seiner Frau anhören. Dann kreuzt, wie jeden Tag, das überkandidelte Ehepaar Silberstein auf, um sich über den krähenden Hahn, die probende Blaskapelle und die läutenden Kirchturmglocken zu beschweren. Franz Kübele ist bereit, in allem nachzugeben, aber wie soll er einem Hahn das Krähen verbieten? Die Glocken hingegen will er eigenhändig abhängen. Der Versuch geht allerdings schief und Franz erhält einen Schlag auf den Kopf, der ihm das Gedächtnis für die letzten fünf Jahre raubt. Diese Situation nützt der gerissene Amtsdiener Sepp geschickt aus. Zunächst sorgt er für seine Beförderung. Dann löst er die Probleme der Silbersteins auf seine Weise. Auch die Sekretärin Hannelore trägt mit einer Heiratsanzeige dazu bei, daß die Lage in der Amtsstube alsbald eskaliert. Und damit auch alle im Dorf erfahren, was sich dort abspielt, erkauft sich die Schwatzbase Emma vom Lädchen nebenan die jeweils neuesten aber nicht unbedingt zutreffenden Gerüchte mit kleinen „Geschenken“.

Kabarett

Hillus Herzdropfa sorgen auf gut Schwäbisch für viele Lacher bei den Theaterfreunden aus Margertshausen (von Marcus Angele)

Zum 15. Kabarettabend hatten die Theaterfreunde des SSV Margertshausen zwei besondere „Schwoaba“ zu Gast: Hillus Herzdropfa alias Hillu Stoll und Franz Auber brachten den randvollen Saal im Vereinsheim zum Kochen. Mit Dialekt, schwarzem Humor und dem ewigen Kampf zwischen Mann und Frau zündeten sie über zwei Stunden ein herrlich lustiges Pointenfeuerwerk, bei dem die Zuschauer kaum aus dem Lachen heraus kamen. Der Erfolg der beiden steckt mehr oder weniger versteckt im Detail: in jeder der kleinen überspitzt lustigen Geschichten steckt vielleicht ein Fünkchen Wahrheit, die man aus dem wirklichen Leben kennt.

Hillus Herzdropfa sind mittlerweile weit über die Grenzen der schwäbischen Alb, auch durch Funk und Fernsehen, bekannt und feiern in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. In ihrem Flyer haben sie dazu eine Aufstellung mit einigen interessanten und witzigen Fakten zusammengestellt. So haben sie in den 20 Jahren 4.300 Auftritte, zirka 34.400 Auftrittsstunden gespielt, sind 680.000 Kilometer gefahren, haben sechs Mal eine Fahrzeugkontrolle schadlos überstanden und Hillu ein Paar Gummistiefel durchgelaufen. Mit rund 280 Auftritten sind sie praktisch das ganze Jahr unterwegs und machten nun wieder in Margertshausen einen unterhaltsamen Stopp. „Ich hab eigentlich nur ein Plakat bei unserem Bäcker aufgehängt und dann blieb das Telefon praktisch nicht mehr still“, meinte Gottfried Biber zum schnell ausverkauften Kartenvorverkauf.

Bevor der Angriff auf die Lachmuskeln beginnt, gibt es aber zunächst ernste Worte von Hillu in Form eines Gedichts, wie schön es doch auf einer friedlichen Erde wäre. Doch hier gehört auch Lachen dazu und da hatten die Herzdropfa die absolut richtige Medizin dabei.

Im Programm sind Lena und Maddeis zwei Ur-Schwoaba vom Baurahof mit einem rota Bulldog. Lena führt dabei mit Schurz, Kopftuch, Gummistiefel und einer sehr strengen Mimik das Regiment, während der etwas naive Maddeis zwar gern der Herr im Haus wäre, aber dies eben nur dann auslebt, wenn seine Lena grad nicht da ist. Und so beginnt der äußerst heitere Kampf der Geschlechter. Dazu gelingt es den beiden immer wieder herrlich, das Publikum ins Schauspiel mit einzubeziehen. Die Meinung der resoluten Lena ist dabei klar: „Alle Männer sind gleich, wenn man die in einen Sack steckt und drauf haut, trifft man immer den Richtigen. Wer Männer versteht, kann auch durch Null teilen“. Aber auch die „Hegga-Scheißer“, das sind die unbeliebten Bewohner rund um Stuttgart, kann sie nicht leiden und Lena freut sich nach einem Unfall mit ihrem geliebten Massey-Ferguson-Bulldog tierisch, als die feine Dame plötzlich in der „Seuchrinna vorm Misthaufa“ liegt. Anschließend kommt ihr Mann Maddeis mit einem Buch auf die Bühne. Mit „Der Herr im Haus bin ich“ soll daheim alles anders werden und er weiß, wie befreiend es ist, wenn man allein zu Hause einmal auf den Tisch haut. Als er sich so in Rage redet, wie er künftig regiert möchte, steht seine Frau Lena bereits im Hintergrund und hört sich das Ganze mit ihrer unnachahmlichen grimmigen Mimik genau an, um dann ihrem Mann wieder die Leviten zu lesen und er natürlich brav klein beigibt.

Herrlich gelingt auch der anschließende Kirchenbesuch, und da kommt den beiden nichts aus: wer ist der Herr mit dem Hut, die unmögliche Nachbarin mit den roten Haaren, wer was in den Klingelbeutel wirft oder ob zuhause das Bügeleisen ausgeschaltet ist, ist wesentlich wichtiger als die Messe selbst. Aber auch Frauen untereinander können beim Tratsch zweier Ratschweiber schon bissig werden. Schließlich wird diskutiert, ob eine Unterhose nach 15 Jahren schon ausgetauscht werden darf und unter Umständen auch weitervererbt wird.

Nach der Pause erfährt das Publikum, dass man ohne Hirn in der Politik durchaus weit kommen kann. Dazu muss sich noch ein Malermeister mit seinem naiv-faulen Lehrling herumärgern genauso wie eine Brauereibesitzerin mit ihrem Fahrer. Der will ihr nämlich verschönt erklären, dass die Abkürzung beim Bierausfahren durch einen Eisenbahntunnel nicht ganz so lief wie geplant.

Zur Zugabe zeigen die beiden noch musikalisches Talent, als sie über die schlüpfrige Herkunft der fünf Kinder der Brauereibesitzerin Lisbeth singen. Nach langem Applaus merkt man schnell, dass es nicht nur dem Publikum einen Heidenspaß gemacht hat, sondern auch den beiden Protagonisten auf der Bühne und sie kündigten an, dass sie voraussichtlich in 2025 wieder nach Margertshausen kommen.

Helmut A. Binser begeistert in Margertshausen mit unglaublichen Geschichten und schwarzem Humor (von Marcus Angele)

Margertshausen Es ist schon wieder vier Jahre her, als Helmut A. Binser zum ersten Mal beim Theaterverein in Margertshausen zu Gast war. Nun kam er wieder mit seinem neuen Programm „Bavarian Influencer“ in die Staudengemeinde und sorgte unter anderem mit seinen schier unglaublichen Geschichten aus seinem oberpfälzischen Heimatdorf für fast pausenlose Lachsalven im kleinen Sportheimsaal.

Das neue Bühnenprogramm von Musikkabarettist Helmut A. Binser kam zwar coronabedingt fast zwei Jahre später als geplant, es ist aber ein über zweistündiger Angriff auf die Lachmuskeln pur. Es macht ihm auf der kleinen Bühne sichtlich Spaß und er muss sogar wie beim Lied „Alkoholfreies Bier“ mit dem Publikum, das er immer wieder in seine Geschichten und Lieder einbindet, mitlachen. Für Binser, der eigentlich Martin Schönberger heißt, ist es ein Privileg auf der Bühne zu stehen und so genießt er jeden Auftritt: „Gerade die Coronapause hatte einen ganz speziellen Effekt für mich. Man geht wieder mit viel mehr Freude auf die Bühne und man spürt, wie schön und nicht selbstverständlich es ist, seinen Traumberuf auszuleben“. Der Name „Bavarian Influencer“ kommt eigentlich von seinen sehenswerten kurzen YouTube-Videos, in denen er bayerische Bräuche und Begriffe in einem kuriosen bayerischen Englisch erklärt. Das Bühnenprogramm handelt dagegen von „fast echten“ Geschichten aus seinem Heimatdorf Runding bei Cham, die er gespickt mit Ironie im schönsten oberpfälzischen Dialekt vorträgt. Dabei wechselt er gekonnt innerhalb von Sekunden von liebenswerten Nettigkeiten zu schwärzestem Humor.

Der sympathische immer mit Hut, Brille und in schwarz gekleidete Künstler macht vor nichts halt und versteht es meisterhaft, der Spitze noch einen drauf zu setzen. Die Geschichten beginnen meist recht harmlos. So ging der Pfarrer beim Faschingsumzug im Schottenrock. So weit so gut, aber als Hochwürden dann einen Handstand direkt vor dem Frauenbund machte, eskalierte die Sache. Genauso der Männerausflug nach Hamburg, der ursprünglich zum Modelleisenbahnmuseum führen sollte, der aber dann durch unglückliche Verkettungen über die Reeperbahn in der Kellerbar im Hotel Atlantic endete, wo schließlich Udo Lindenberg mit Udo Jürgens verwechselt wird. Er selbst hat ein Wiesengrundstück mit 25000 Quadratmetern für den sagenhaften Preis von 25000 Euro an einen Investor verkauft. „Jeden Tag steht eben a Blöder auf“, sagt der Binser stolz. Am Schluss ist aber er der Blöde, weil auf der Wiese einige teure Bauplätze entstanden, wo jetzt lauter Häuser im typisch-bayerischen Toskana-Stil stehen. Binser erzählt von seinen beiden Katzen, Benedikt und Franziskus, die ihre Hinterlassenschaften bevorzugt im Zen-Garten, der wahrscheinlich so heißt, weil er das zehnfache kostet, des ungeliebten Nachbarn verrichten. Herrlich verrückt mutiert auch die Story über das „kontrollierte“ Abfackeln seines denkmalgeschützten Stadels, das, dank seiner Freunde, zu einem wahren Dorffest wird. Sogar der Rettungshubschrauber bekommt hier dann noch seinen Einsatz, da sein Freund Doni mit der Kettensäge wenig „Fingerspitzen“-Gefühl zeigte und selbige dann erst wieder aus der Biotonne zwischen den abgenagten Ripperl herausgesucht werden müssen.

Und in der gleichen Humor-Taktung geht es mit den Vorteilen von großen Nasenlöchern oder Intervallfasten, einem ländlichen Arztbesuch oder dem Zusammenhang von Pflasterpflege und Zahnreinigung fort. Das Publikum ist begeistert und fordert am Ende immer wieder eine Zugabe, die natürlich auch kommt, weil Binser gar nicht von der Bühne geht, sondern sich nur hinter dem schmalen Lautsprecher „versteckt“. Zum Schluss bietet er auch noch eine Wette an, wer ihm das Lied „Überall dahoam“ auswendig vorsingen kann, bekommt 100 Liter Freibier. Allerdings sind hier die Chancen eher bescheiden, da er in seinem Blues rasend schnell alle bisherigen Auftrittsorte aufzählt – und schließlich dann mit Margertshausen das Lied und das Konzert beendet.

Die Coronapause nutzte Binser übrigens, um sich seinen lang gehegten Wunsch – einen Roman zu schreiben – zu erfüllen. In „Flink“, so der Titel, geht es um einen ehemaligen Profifußballer, der seinem Heimatverein zum Aufstieg verhilft. Dazu kommen auch noch einige Dorf- und Liebesgeschichten. Mittlerweile sind es sogar drei Bücher geworden.

Thomas Mayer alias der Vogelmayer sorgt beim Kulturabend der Margertshauser Theaterfreunde mit Witz und Gesang für viele Lacher (von Marcus Angele, Augsburger Allgemeine, 30.10.2019)

Beim schon traditionellen Kabarettabend der Theaterriege des SSV Margertshauen durften die Besucher gut zwei Stunden über das mit teils derben Stammtischwitzen und kuriosen Wortspielen gespickte Programm des Vogelmayers lachen. Der gesellige Niederbayer versteht es dabei, die Leute zu unterhalten, mitzunehmen und bei seinen Liedern auch zum Nachdenken zu animieren.

„Genießen Sie den Abend, meistens komm ich bloß einmal“, begrüßt der sympathische Vogelmayer lachend im „Dahoam“-T-Shirt und Lederhose seine Gäste. Zuerst erklärt er sich und sein Programm, möchte das aber gar nicht so langziehen um aber dann doch wieder grinsend noch eine Erklärung nachzulegen. Über den gesamten Abend bekommt man so den Eindruck, er könnte beinah der gemeinsame Sohn von Fredl Fesl und Willi Astor sein, der oft am Witze erzählenden Stammtisch sitzt. Der Vogelmayer spielt gern mit dem Publikum und darum ist er auch lieber auf den kleinen Bühnen zuhause. Rund 170 Vorstellungen gibt er im Jahr hauptsächlich in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg sowie Österreich und hier und da muss er dann doch etwas mehr oder weniger „hochniederbayerisch“ reden. In Margertshausen hatte er keinerlei Verständigungsprobleme und lederte mit seinen Witzen los, öfters auch völlig hemmungslos und herrlich politisch unkorrekt. Doch er weiß genau wie weit er hier gehen kann und relativiert dies oft geschickt im gleichen Atemzug wieder, wenn er sich zum Beispiel nach einigen Witzen über Schwule, gegen die er überhaupt nichts hat, rechtfertigt: Es gibt ungefähr zehn Millionen Österreicher, aber 300 Millionen Schwule auf der Welt – und merkt´s was?“. Dann kalauert er sich von einer Schote zur nächsten, wenn er unter anderem behauptet „Ich habe den Körper eines Gottes, leider ist es Buddha“ oder fragt „ist Kegeln mit Thomas Anders als mit Dieter Bohlen?“. Spontan witzelt er auch über eine Vegetarierin in der ersten Reihe. „Gell, sie ist schon mager, aber wir sind hier ja auch in Ma(r)gertshausen“. Seine Blödeleien bewegen sich immer knapp über oder auch unter der Gürtellinie, aber er hat eben den Charme und das Können, dass er alle damit einfängt und zum Lachen bringt.

Thomas Mayer ist seit fast fünfzehn Jahren der Vogelmayer und möchte der Gesellschaft schon hier und da den Spiegel vorhalten. Als Vogelmayer darf er auch derb und unbequem sein und spricht das aus, wo viele von uns öffentlich mit der eigenen Meinung lieber zurückhalten. Darum findet Thomas Mayer den Vogelmayer für sich selbst und für die Besucher gleichermaßen wichtig: „Jawohl, der hat´s amol gsagt wie´s is.“ Aber er fügt auch hinzu:  „Man muss das halt auch alles im richtigen Kontext zueinander sehen und nicht einseitig nach falsch oder richtig beurteilen – in jede Richtung ist ‚extrem‘ wahrscheinlich ungut“.

Diese Ansicht bringt er sehr deutlich in zwei nachdenklichen Liedern zum Ausdruck.  In „Die Welt wird von Tag zu Tag blöder“ prangert er die zunehmende Dummheit auf der Welt an, in der sich die Leute von Klatschpresse, Politiker und Internet übel beeinflussen lassen, ohne nachzudenken, was eigentlich viel wichtiger ist auf dieser Welt: Friede, gute Freunde und auch einmal über sich selbst lachen können. In „Dahoam“, so auch der Titel seines aktuellen Programms, zeigt er, dass „Dahoam“ kein Ort, sondern ein Gefühl ist.

Gegen Ende lässt er das Publikum noch einmal herzlich lachen, wenn beim Zungenbrecher der schwarz-weiße Ritter und seine bunte Ritterschar vom karierten Drachen gefressen werden oder wenn er über den Furz beziehungsweise den „Schoiß“ sinniert. Denn nicht das erste Date oder der erste Kuss sind in einer Beziehung entscheidend, nein, der erste „Schoiß“ auf dem Sofa neben deinem Partner, der ist es, genau dann sind die beiden richtig zusammen. Außerdem sollten es die Leute doch öfter so machen wie sein Kumpel: „Bevor i mi aufreg, is´ mer des wurscht“.

Zum Dank für einen sehr unterhaltsamen Abend überreichten die Theaterfreunde zum Schluss dem selbst ernannten Goaßmaß-Botschafter Vogelmayer eine Halbe des „edlen Getränks“ und stießen mit ihm gemeinsam auf die gelungene Vorstellung an.

Helmut A. Binser begeistert in Margertshausen mit zünftigem und spitzbübischem Humor (von Marcus Angele, Augsburger Allgemeine, 22.10.2018)

Eines muss man den Margertshauser Theaterfreunden lassen: Ihr Gespür für gute Unterhaltung ist sehr gut ausgeprägt. Nicht nur mit ihren Theaterstücken liegen sie immer in der Gunst der Zuschauer, auch mit ihrem Kabarettabend begeistern sie Jahr für Jahr. Diesmal hatten sie den Kabarettisten Helmut A. Binser zu Gast – und der ganze Saal bog sich fast den ganzen Abend bei seinen manchmal albernen aber oft sehr hintersinnigen Geschichten vor Lachen.

„Viel braucht er nicht, der Binser“, sagt Margertshausens ‚Kabarettbeauftragter‘ Gottfried Biber vor der Veranstaltung, „schwarzer Hut, schwarzes T-Shirt und schwarze Hose. Dazu seine Instrumente und noch einen Tisch für sein Bier“. Er ist schon länger ein Fan des lustigen, bei uns aber eher noch unbekannten Oberpfälzers, der vor ein paar Jahren noch als „Praktikant“ mit Martina Schwarzmann unterwegs war. Hauptsächlich ist Binser auf den kleineren Bühnen in Bayern, Österreich und Baden Württemberg daheim, ist aber auch gelegentlich im Bayerischen Fernsehen zu sehen.

Es dauert keine fünf Minuten, da hat der sympathische Musikkabarettist den ausverkauften Saal für sich gewonnen. Binser beherrscht von Anfang an das humorige Zusammenspiel mit dem Publikum und er improvisiert auch mit viel Vergnügen. So erzählt Binser zum Beispiel, dass er schon vier Stunden früher nach Margertshausen gekommen sei, um sich die Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde anzuschauen – „guat, i bin dann davon dreiahalb Stund da hinten in meiner Umkleide gsessen“ – resümiert er dann schließlich achselzuckend unter dem Gelächter der Zuschauer. Immer wieder darf das Publikum bei seinen Liedern mitsingen oder sich auch einmal als Echo betätigen. In seinen Erzählungen und Liedern nimmt das urige bayerische Original hauptsächlich den Alltagswahnsinn mit viel Selbstironie aufs Korn.

So sei er trotz seiner „Lebensmittelschwangerschaft“ schon sportlich, nahm erfolgreich beim Blitzermarathon teil und hat 2017 mehrfach zum Rauchen aufgehört. Seine Schnupftabaksucht bekämpft er mit Belladonna-Globuli, die aber ab und zu lustig aus der Nase an die Windschutzscheibe klatschen.  Zuhause geht auch nicht immer alles so glatt, wenn er den Namen seiner schwangeren Frau verwechselt, einen Tomatenfisch beim Dosenöffnen in der ganzen Küche verteilt oder mit dem Opa in den Wald zum Holzmachen geht und dieser dann Ein-Mann-Mikado spielt, wenn der Baum fällt. „Drei neue Bulldog ham mer deswegen schon kaufa müssn“. Sein Lehrer verzweifelte an ihm und sagte immer nur „Von Schweinen kann man kein Rindfleisch erwarten“, was er aber nicht verstand. Die Schule hat er schließlich mit der Note 3,8 abgeschlossen – aber das war ja noch zu D-Mark-Zeiten, was jetzt ja ungefähr 1,9 bedeuten würde. Ja und sein Nachbar, des is a Depp, aber der denkt wohl genauso.

Binser gelingt es bravourös, die Dinge, die uns alle irgendwie bewegen und die wir uns vielleicht nur denken, in seinen Liedern spaßig, teils aber auch mit einer Prise schwarzen Humors umzusetzen. Als Letztes gibt er musikalisch den wohlgemeinten Tipp: Ma muass oft nur a bisserl warten, dann regelt sich alles von alloa. Ma muass oft bloß a bissal Zeit ham, mehr braucht ma gar ned doa“.

Frei nach Binsers neuem Programm „Ohne Freibier wär das nie passiert“ überreichten ihm die Theaterfreunde  Willi Steiger, Christian Eller und Gottfried Biber zum Dank für einen wunderbaren Abend eine Kiste regionale Bierspezialitäten.

Kabarettabend des SSV Margertshausen sorgt für Bauchmuskelkater (von Marcus Angele)

Margertshausen  Mit dem Duo Hillu Stoll und Franz Auber alias „Hillu´s Herzdropfa“ hatten die Theaterfreunde des SSV Margertshausen wieder den richtigen Riecher: Über zweieinhalb Stunden sorgten die beiden schwäbischen Mundart-Kabarettisten im ausverkauften Sportheim für Schenkelklatscher und Lacher im Minutentakt.

„Die Globalisierung macht auch in Margertshausen nicht halt. Darum haben wir diesmal internationale Gäste aus Baden-Württemberg eingeladen“,  begrüßte Theaterleiter Christian Eller grinsend das Publikum zum elften Kabarettabend des SSV Margertshausen. Hillu Stoll und Franz Auber sind Vollblut-Komiker. Bekannt sind sie vor allem im schwäbischen Raum rund um Ulm. Auch im Fernsehen sind sie mittlerweile öfters zu sehen, wie zum Beispiel bei der Memminger Faschingssitzung „Schwaben weiß-blau“. Prämiert wurden die beiden im Jahr 2016 mit dem Sebastian-Blau-Preis für ihr schwäbisches Mundart-Kabarett.

Ohne große Einleitung geben die beiden Künstler auch sofort Gas. „Verstandet ihr uns iberhaubt“, frägt Hillu Stoll nach einem ausdrucksstarkem Disput mit ihrem Partner Franz, wer jetzt das Publikum begrüßen darf. Und wenn Hillu dann in Fahrt ist, dann rattert das Mundwerk wie eine Maschinenpistole und Franz muss mit seinen Weisheiten so gut es geht dagegenhalten. Auf ihre fehlende Größe angesprochen, hat sie natürlich auch sofort eine Antwort parat: „Woisch, in de kloine Fläschla isch´s Gift“. Fließend verwandeln sich die beiden in verschiedenste Charaktere. Ob als Doktor oder Krankenschwester, Bräuwirtin und Bierkutscher oder als schlicht gestrickte Feuerwehrmänner – die beiden verstehen es meisterhaft, mit teils derbem Sprachwitz und urkomischer Mimik das Publikum mit den Banalitäten aus dem täglichen Leben zu begeistern.

Hillu´s Paraderolle ist aber definitiv Bäuerin Lena. Mit ihrem einfältigen Mann „Maddeis“, wunderbar naiv von Franz Auber gespielt, hat es die resolute und wortgewaltige Bäuerin schon schwer. Geheiratet hat sie ihn auch nur, weil er einen roten Bulldog hat. Weil „auf dr Alb hant die reiche Baura en roten und die arme en grüna Bulldog“.  Aber auch im Elektronikmarkt bringt sie den Verkäufer bald an seine Grenzen. Hier biegen sich die Zuschauer vor Lachen, wenn er der technikresistenten aber doch altklugen Bäuerin anfangs noch freundlich das neue Navigationsgerät für ihren Bulldog erklären und programmieren möchte.

Sehr amüsant ist auch das Aufeinandertreffen der Generationen im Wartezimmer eines Arztes, wenn sich der leicht schwerhörige Opa („Friedhofsverweigerer“) mit der jungen aufgestylten Tussi („junger Misthaufa“) über Anstand, Mode und Alter zankt. Bei der Feuerwehr geht es dagegen etwas ruhiger zu und wenn´s brennt, dann kommen sie meist erst, wenn die Maurer schon wieder aufbauen.

Das Publikum wird im Laufe des Programms immer wieder herrlich eingebunden und so entsteht eine durchwegs heitere und ausgelassene Stimmung im Saal, die am Schluss mit verdient langanhaltendem Applaus und einer Zugabe endet. Willi Steiger und Gottfried Biber übergaben zum Schluss noch  Gastgeschenke an die beiden Akteure und Steiger gestand, dass er jetzt schon Muskelkater vom Lachen hat. Den dürften vom Publikum dank der „Herzdropfa“ in den nächsten Tagen einige haben.

Das Allgäu-Schwäbische Trio „Maulquappen“ sorgt im Sportheim für viele Lacher. Doch die Kabarettisten schlagen auch ernsthafte Töne an.
von Frederick Haug 

Wenn in der offiziellen Ankündigung des Kabarett-Abends des SSV Margertshausen von „Humor bedingter Inkontinenz“ zu lesen ist, liegt die Erwartung an die drei Herren aus Allgäu-Schwaben, die sich zusammen „Maulquappen“ nennen, relativ hoch. Doch der Name ist im süddeutschen Raum bereits bestens bekannt: Mit ihrer Mischung aus Musik, Kabarett, Gedichten und derbem Wortwitz begeistert das Trio regelmäßig ein beachtliches Publikum.

Und um es gleich vorweg zu nehmen: Auch an diesem Abend in Margertshausen gelingt es ihnen gleich von Beginn an, die 150 Menschen, die sich im ausverkauften Sportheim auf einen lustigen Abend freuen, mitzureißen.

Dabei treten sie in große Fußstapfen, denn die Liste vergangener Künstler, die den mittlerweile zur Tradition gewordenen Kabarettabend in Margertshausen in der Vergangenheit besuchten, liest sich wie ein Who-is-who der lokalen Kabarettszene. So fanden bisher unter anderem Herr und Frau Braun und Silvano Tuiach den Weg in die Stauden. „Wir haben ein treues Publikum, das auch teilweise von außerhalb kommt“, kommentiert Christian Eller von der Abteilung Theater des Sportvereins den Erfolg ihrer Veranstaltung.

Das knapp dreistündige Programm der „Maulquappen“ ist ein wilder Ritt durch verschiedenste Themen, mal politisch, mal nicht, mal ironisch und dann aber auch wieder nachdenklich. So vielfältig, wie der Inhalt ist auch die musikalische Garnierung.

Vor keinem Musik-Genre scheinen die drei Herren, die seit 2004 als Trio auftreten, Halt zu machen. Sie spielen volkstümliche Lieder, aber auch Blues, Chansons, Reggae und Bossa Nova. Dabei kommen zahlreiche Instrumente zum Einsatz: neben Akkordeon, Gitarre und Kontrabass, bekommt man im Laufe des Programms auch eine Klarinette, eine Tuba sowie eine „Steirische Ziach“ zu hören. Man erhält oft den Eindruck, als habe man eine ganze Band vor sich. Dies gelingt ihnen vor allem durch den Einsatz eines Kofferschlagzeugs, welches sie mit den Füßen zusätzlich bedienen können.

Inhaltlich erfährt man viel über die Sicht des Schwabens auf die Dinge. Vor allem natürlich auf das politische Weltgeschehen. Aus Hillary Clinton wird „Hillery Hollero“ und aus dem Geheimdienst NSA „Neigierige-Sau-Ami“. Auch Ulli Hoeneß, Präsident Erdogan, Bischof Tebartz van Elst und die „erneuerbaren Bundesländer“ bekommen ihr Fett weg.

Doch den Schwaben beschäftigen auch einfache Dinge wie Thermomix, Tupperparties und der Traum von wärmeren Gefilden. Ganz grundsätzlich hat er so seine Probleme mit den neuen englischen Begriffen. Er versteht statt „Halloween“ „Hello Wien“ und muss einer Ostdeutschen die Dampfnudel als „Steamnoodle“ erklären. Nicht zuletzt denkt der Schwabe natürlich an das Alter und lebt nach dem Motto: „Lasst uns unsere Zeit genießen, bevor uns die Verwandten gießen“. Er liest die „Rentnerbravo“, also die Apotheken Umschau, und trinkt sein RedBull mit Blasentee.

Ein bisschen ernster wird der Auftritt der „Maulquappen“ dann zum Schluss, als sie ein Lied über den Neid in einem solch reichen Land wie unserem singen. Bei all dem Spaß trägt dies dann wieder zur Besinnung bei.


(Fotos von Christian Eller)

Am vergangenen Samstag (04.06.2016) erlebten die Kabarettbesucher in Margertshausen zwei Stunden erstklassige Unterhaltung bei „Heimatkunde“ mit Herr und Frau Braun.

Es könnte vielleicht das letzte Mal gewesen sein, dass man das Duo Roland Krabbe und Gabriela Koch live auf Tour erleben darf. Deswegen haben die Theaterfreunde Margertshausen kurzerhand den Termin für den 9. Kabarettabend in den Juni vorverlegt, denn im November, der sonst üblichen Zeit, wäre es zu spät gewesen. Es hat sich auf alle Fälle gelohnt, dass man die beiden Künstler zum bereits vierten Mal ins Sportheim des SSV Margertshausen einladen konnte.

Wenn Herr und Frau Braun auf die Bühne gehen, dann bekommt der Zuschauer nicht nur Stand-up-Comedy geboten. In vielen kleinen Szenen zeigen die beiden ihre Liebe zum Theaterspiel. Sie schlüpfen in die unterschiedlichsten Rollen um einem die Eigenheiten der „Augschburger“ beizubringen. Dabei versäumen sie es aber nicht, zu der gehörigen Portion Lokalkolorit auch aktuelle Themen und Gesellschaftstrends beizumischen.

In der Anatomiestunde erläutert ein verrückter Professor den Körperbau des Augsburgers und anschließend ermittelt die Kommissarin aus dem Tatort Augsburg. Nach ein paar kurzen philosophischen Gedanken über das Älterwerden bringt Schlagersängerin Gabriella mit ihrem neuen Plärrerhit“Leopardenspur“ den Saal zum Kochen. Die Ängste von Helikoptermüttern werden ebenso durchgenommen wie der Handywahn in der heutigen Zeit. Es gibt praktische Tipps zum sofortigen Ausprobieren bei der kollektiven Eheberatung, bevor Frau Beitelrock einen Mann über eine Dating Agentur sucht.

Das Publikum in Margertshausen erlebte einen sehr humorvollen Abend. Es hat allen sichtlich Spaß gemacht, was besonders in den Szenen zu spüren war, in denen die Zuschauer zum Mitmachen und Mitsingen animiert wurden. Nach zwei Zugaben verließen Herr und Frau Braun unter viel Applaus die Bühne. Mal sehen, ob es ein Wiedersehen gibt.

(Fotos von Gottfried Biber)

TraumFraun therapieren die Lachmuskeln – Allgäuer Duo sorgt mit frechen Anekdoten und einer Portion Selbstironie für Spaß in Margertshausen
von Philipp Kinne (Augsburger-Allgemeine 17.11.2015)

„Heute abend sind Sie alle unsere Privatpatienten“, stellen die beiden Kabaretttherapeutinnen gleich zu Beginn ihres Auftritts klar. Was das Margertshauser Publikum dann erwartet, ist eine Sitzung mit viel Charme, urkomischer Alltagskomik und Pointen, die treffen wie Nadelstiche einer Akupunktur. „Therapieren durch akupointieren“, das ist das Motto des siebten Bühnenprogramms der beiden Allgäuerinnen Claudia Lau und Elke Hermann.

Sichtlich wohl fühlen sich die beiden Powerfrauen auf der kleinen Bühne im Sportheim, während sie künstlerisch zwischen Slapstick, Gesang und großer Literatur glänzen und inhaltlich irgendwo zwischen Alltäglichem und Weltgeschehen pendeln. Die großen Themen der Zeit gehen die TraumFraun anschaulich mit dem eigenen Körper als Modell an. „Stellen Sie sich einmal vor, die Claudia wäre ein Gebäude“, erklärt TraumFrau Elke Hermann. Dem Klimawandel könne man hier beispielsweise bestens mit einer „lipiden Dämmung“ in der Bauchgegend entgegenwirken. Seit Jahren investiere sie schon in diese Dämmung, meint Claudia Lau, das zahle sich energietechnisch natürlich aus. Auch das sogenannte „Female Fracking“, mit dem auch das letzte bisschen Energie aus dem weiblichem Körper gewonnen werden könne, sei immer interessanter geworden, scherzen die Kabarettistinnen. Bei den Männern hingegen sehe das rein energietechnisch oft ganz anders aus. „Lohnt sich die Investition in die Fassade, oder greift da schon der Denkmalschutz?“, sei das Stichwort.

Daneben kommen die beiden TraumFraun auch ihrem Bildungsauftrag nach. Den hätten die beiden Mütter schließlich „mit der letzten Presswehe im Kreißsaal“ mitbekommen. Sie interpretieren immer wieder literarische Klassiker und verwandeln sie in Verszeilen des Alltags. Mörikes „Frühling“ wird zu einem Gedicht des menschlichen Stoffwechsels, Goethes „Erlkönig“ zu einem Dialog zwischen Führerscheinneuling und besorgter Mutter. Wie Goethes Vater, der mit seinem Sohn durch Nacht und Wind reitet, begleitet dann die ängstliche Mutter jede Bewegung des pubertierenden Sohnes hinter dem Lenkrad. Dass dieser am Ende lieber zu Fuß den Heimweg antritt, als nur noch eine Sekunde neben der uncoolen Mutter zu verbringen, versteht sich wohl von selbst. Zum Thema Fitne,ss: Beim Yoga gebe sie allerdings mehr das Modell „Maulwurfshügel“, als graziler Kranich ab, witzelt Claudia Lau. Die „Kontrollspiegel“ im Studio hätten ihr bislang nur eine gewisse Ähnlichkeit zu Tsunamis attestiert: „wellenförmige Katastrophe“. Ins Schwitzen gerieten die Kabarettistinnen doch wohl auch ohne Fitnessübungen auf der Margertshauser Bühne. Bis auf den letzten Platz war das Sportheim mit begeistertem Publikum gefüllt, was die Temperatur im Saal in die Höhe steigen ließ.

Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Glücklich therapiert bedankten sich die Margertshauser mit großem Applaus.

Zur Eröffnung des Jubiläumsjahres des SSV Margertshausen (90 Jahre) präsentierte die Theaterabteilung bei ihrem sechsten Kabarettabend: „Geisterfahrer“ Silvano Tuiach mit seinem Programm „Immer auf der richtigen Seite“. Tuiach war schon 2008 und 2011 zu Gast im Margertshauser Sportheim. Vor einem seit Wochen ausverkauften Haus begrüßte der erste Vorsitzende des SSV Margertshausen Anton Schmid im Namen des Vereins das begeisterte Margertshauser Kabarettpublikum. „Leider erhielt ich heute Morgen den Anruf von Silvano Tuiach, dass er erkrankt sei und somit nicht auftreten kann“, so Anton Schmid. Die Suche nach einem Ersatz war nicht einfach, doch ist er auf einen Herr Hennemann gestoßen.

Als Herr Hennemann von der Firma Hausfrauenglück aus Bergisch Gladbach, der seine Kundinnen im Publikum ausmachte, war er von Beginn an mittendrin, im wahrsten Sinne des Wortes. Tuiach alias Hennemann machte schnell in Margertshausen allerseits bekannten drei Damen unter den Zuschauern aus und stellte sie dem Publikum vor. Er plauderte mit ihnen über die Sauberkeit im Wohnzimmer. Seine Waren sind nicht peinlich, er preist mit indiskreten Geschichten den Schnarchstopper ebenso an wie die Toilettenhilfe für den Herrn, die Erdstrahlendecke und den Seifenresteverwerter. Seinen Bröselrambo nutzt der Perücken tragende Schwerenöter für eine nette Anmache. Doch mit einem Griff an den Kopf ist Hennemann verschwunden, der glatzköpfige Tuiach wird zum Verlagsmitarbeiter, der die Werke des Sodala-Verlags präsentiert. Die bieten ihm unbegrenzte kabarettistische Möglichkeiten. Das Kleinbürgerliche Gesetzbuch braucht der spießige Hauseigentümer unbedingt wegen des Nachbarschaftsrechts. Im Sodala-Verlag findet auch der älter werdende Mann den passenden Ratgeber, nebenbei verrät Tuiach, dass sich das männliche Alter trotz vielerlei Tricks nicht verstecken lässt, jedenfalls nicht in der Königstherme oder im Bärenkellerbad. Geisterfahrer Tuiach gab nebenbei eine kleine Biografie preis. Er erklärte seinen Namen, der kein Künstlername, sondern der seiner italienischen Eltern sei. Nach dem „V8“ in Steppach absolvierte er eine Druckerlehre, machte über den zweiten Bildungsweg Abitur, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie. So liegt es ihm nicht fern, sich mit dem modernen Sprachgebrauch auseinanderzusetzen, über die Verwendung des Wortes Todsünde zu philosophieren und auf sehr individuelle Weise die sieben christlichen Todsünden zu erklären.

Am Ende der Vorstellung erzählte er noch in seiner Paraderolle des Walter Ranzmayrs aus dem Hochfeld über die lustigen Geschehnisse mit seiner Frau Mathilde, seiner Schwägerin Iris und seinen Stammtischbrüdern. Nach einer Zugabe und langem Schlussapplaus überreichte der erste Vorsitzende des SSV Margertshausen Anton Schmid dem Kabarettisten mit einem zum Auftritt passende Gastgeschenk. Anschließend mischte sich der Künstler unter die Besucher und ließ den gelungenen Abend mit noch vielen freundschaftliche Gespräche ausklingen. (Gottfried Biber)

Von Anton Schmid (Staudenzeitung, Heft 116, Dez. 2014)

Ein gutes Pflaster für Kabarettauftritte wird zunehmend das Sportheim des SSV Margertshausen. In den letzten Jahren fanden sieben Kabarettabende vor jeweils ausverkauftem Haus mit Silvano Tuiach, den „Traumfraun“ sowie „Herr und Frau Braun“ statt. Diesmal waren wieder letztere, und das schon zum dritten Mal hier auf der Bühne. Abteilungsleiter Christian Eller erinnerte einleitend an diese Tradition, ließ aber auch den Scherz mit dem „Verflixten Telefon“ einspielen, den Roland Krabbe (alias Herr Braun) mit dem SSV-Mitglied Gottfried Biber aufführte.

Das aktuelle Programm des Duos unter dem Titel „Tütenknaller“ löste bei den begeisterten Besuchern viele Lager und Applaus aus. Es war ja auch beste Unterhaltung, als die beiden Kabarettisten in der Rolle von Polizisten einen Handtuchdieb dingfest machen wollten, als Lehrer/Eltern beim Elternabend oder als „baustellengeplagte Augschburger“ auftraten. Die beiden Künstler versprachen, gerne wieder zum SSV zu kommen, und das schon allein deshalb, weil die Besucher „das beste Publikum waren“, das sie heute Abend hatten.

Von Philipp Kinne (Augsburger Allgemeine, 18.11.2014)

Für den SSV ist es ein wichtiges Jahr. Der Verein wurde 1924 gegründet und feiert in diesem Jahr somit sein 90-jähriges Bestehen. So war es für den Abteilungsleiter der Theatergruppe des SSV, Christian Eller, ein ganz besonderes Anliegen, in diesem Jubiläumsjahr einen unterhaltsamen Kabarettabend auf die Beine zu stellen. „Wir möchten die Leute unterhalten, heute sollen sie für zwei Stunden den Alltag vergessen und Spaß haben“, so Eller am vergangenen Samstagabend.

Zu Gast war das Augsburger Kabarett-Duo „Herr und Frau Braun“. Ihnen scheint es in Margertshausen besonders gut zu gefallen, denn sie spielten am vergangenen Wochenende bereits zum dritten Mal im ausverkauften Sportheim des SSV.

Auch zum engagierten Vereinsmitglied Gottfried Biber haben die beiden ein besonderes Verhältnis. Herr Braun hatte ihm vor einiger Zeit mit seinem „verflixten Telefon“ des Hitradio RT1 einen Telefonstreich gespielt. Natürlich konnte er es sich nicht nehmen lassen, das Telefonat zu Beginn des Abends noch einmal vorzuspielen. Damals wollte Herr Braun 500 Stück der – spätestens seit der WM in Brasilien in aller Munde – Freistoß-Spraydosen direkt in den Keller von Gottfried Biber liefern lassen. Dieser ließ sich allerdings nicht so leicht aus der Ruhe bringen, blieb ganz locker und erkannte den Kabarettisten Braun am Ende sogar.

Das aktuelle Programm des Kabarett-Duos „Tütenknaller“, war dann ein großer Erfolg. Egal, ob als Polizisten verkleidet, als Lehrer oder Ehepaar, die Beiden unterhielten mit ihrem typischen „Augschburger“ Humor jeden einzelnen der rund 150 Gäste. Das begeisterungsfähige Margertshauser Publikum dankte mit reichlich Lachern und Applaus. So verabschiedeten sich die Künstler am Ende gewohnt humorvoll: „Ihr wart das beste Publikum, das wir heute Abend hatten!“

Sehr gute Stimmung im Sportheim in Margertshausen

Die Theaterabteilung des SSV Margertshausen veranstaltete letzten Samstag ihren fünften Kabarettabend. Die Traumfraun, alias Claudia Lau und Elke Hermann begeisterten das Margertshauser Publikum mit ihrem neuen Programm „Wild auf Wechsel“. Dabei zeigten sich die TraumFraun nicht nur von einer, sondern von ganz vielen neuen und sehr verschiedenen Seiten. Sie schlüpfen – wortwörtlich – in fremde Häute, wechseln Identitäten und Perspektiven, tauschen Rollen und Erfahrungen: Das „Mysterium Mann“ wird gründlich geprüft und analysiert, es wird wortreich „am Hirn vorbei direkt ins Mark“ kommuniziert und kein noch so „haariges“ Thema ausgelassen. Zwischendurch tauchen freilich auch immer wieder mal Hanni und Celestine auf, die beiden Figuren, mit denen seinerzeit alles begann. Zu Lachsalven hingerissen wurde das Publikum, als vom Besuch beim Edelfriseur erzählt wurde. Hier erläuterte man nicht die neuesten Frisurentrends für den Kopf, sondern für tiefer liegende Körperteile. Das Modell „Landebahn“ sei jetzt „in“ und diene der Männerwelt als taktile Orientierungshilfe. Claudia Lau meinte errötend, dass es nichts Besseres als die „Leberwurstsemmel und die Schokolade danach“ gäbe, und dass man es ihr ja schon fast ein wenig ansehe, dass „es“ (noch) oft passiert. Die TraumFraun scheuen sich auch nicht, als Tofuwurst (die Schlanke) und als Schweinsbratwurst (die weniger Schlanke) auf dem Grill über ihre jeweiligen gesundheitlichen Vorzüge zu berichten. Arztbesuche seien mittlerweile frustrierend, weil selbst der Gynäkologe nicht mehr nach Verhüttungsmitteln frage, sondern nach der Fähigkeit, das Wasser zu halten. Die beiden TraumFraun äußerten ihre Freude über die Männer, die als „Randgruppe“ ihr vollstes Verständnis bräuchten. Männer und Autos hätten Gemeinsamkeiten. „Kaum hast Du einen angeschafft, bekommt er Mängel und wird teuer“, meinte Claudia. Eine langjährige Ehe führe zu einem ansehnlichen Frontspoiler, ein Tuning wäre fällig und eine kleine Spritztour ab und zu sei nur bis 22 Uhr möglich. „Männer sind keine Altersvorsorge, nur ein schönes Hobby“, waren sie sich einig. Nach mehr als zwei Stunden Programm wurden die beiden Damen aus Waltenhofen im Allgäu nach einer sehr gut gelungenen Vorstellung von dem Kabarettbegeisterte Margertshauser Publikum, das immer wieder herzhaft lachte und klatschte, zu drei Zugaben überredet.

Willi Steiger und der Abteilungsleiter der Theaterfreunde Margertshausen Christian Eller dankten den Künstlerinnen in Reimform und übereichten zur Erheiterung aller zwei Traummänner zu anbeißen aus Hefeteig. Beide zeigten sich darüber hocherfreut. Im kulturell sehr aktiven Margertshausen wird diese Veranstaltung als Highlight des Jahres angesehen. (gobi)

Die Theaterabteilung des SSV Margertshausen veranstaltete letzten Samstag ihren vierten Kabarettabend. Herr und Frau Braun waren bereits das zweite Mal zu Gast im Sportheim Margertshausen. Mit nur wenigen Requisiten schlüpften die beiden dabei in unterschiedlichste Rollen, kramten humorvoll in allen Registern und wechselten problemlos Stimmungen und Gesichter. Das kabarettbegeisterte Margertshauser Publikum musste immer wieder herzhaft lachen und klatschte oft spontan Beifall.

Als Außerirdischer landet Herr Braun im von Baustellen geprägten Augsburg. Nicht nur mit der Landung, sondern auch mit der Sprache der Einheimischen hat er Probleme. Mit der Vereinsbrille betrachtet Frau Braun die Geschehnisse auf dem Fußballplatz. Ihr fünfjähriger Sohn gilt in ihren Augen als Jahrhunderttalent und soll schließlich auch einmal Real Madrid spielen. Die verbalen Auseinandersetzungen mit den Müttern der gegnerischen Mannschaft kamen so manchem Zuhörer recht bekannt vor. Die Erfahrung, dass es trotz einer Menge von gespeicherten Rufnummern möglicher Partner, nicht einfach ist an einem Samstagabend ein Date zu vereinbaren machten beide. Als Kommissarin ermittelt Frau Braun im Tatort Augsburg und Herr Braun obduziert als Gerichtsmediziner die Leiche, deren Mageninhalt er in einer Plastiktüte noch genauer inspiziert.

Nach mehr als zwei Stunden Programm verabschiedete sich das Augsburger Comedy-Duo von den begeisterten Margertshauser Besuchern mit den Worten“ Wir kommen gerne nach Margertshausen“.Im kulturell sehr aktiven Margertshausen wird diese Veranstaltung als Highlight des Jahres angesehen. (gobi)

Im Landboten der Augsburger Allgemeinen war dazu folgender Artikel zu lesen:

Kreuzfahrt statt Altersheim

Zum Auftakt der Kulturtage verpflichtete die Theaterabteilung des SSV Margertshausen die Brüder Reiner und Dietmar Panitz – unter dem Namen „Mehlprimeln“ sind sie seit fast 40 Jahren im schwäbisch-bayerischen Raum ein Begriff für Kleinkunst, Satire und Musik. Vor 300 Zuschauern stellten sie in der Schwarzachhalle ihr neues Programm vor. Es trägt den Titel: „Kurz vorm Gebiss“.

Wortspielereien zu den aktuellen Themen: Die Politik, die Piratenpartei als „Facebookgemeinde“, die Gesundheitsreform, die Überalterung unserer Gesellschaft, die Lebensmittelskandale und schließlich auch Beziehungskrisen und Schönheitschirurgie kamen diesmal in Vers- und Liedform voller Witz und Ironie zur Sprache. Die Wortspielereien der beiden Brüder sind grandios, hintersinnig, man könnte platzen vor Lachen. Gemeinsame Auftritte mit Gerhard Polt, Dieter Hildebrandt und der Münchner Lach- und Schießgesellschaft können die beiden Kabarettisten vorweisen. Bei allem Wortwitz bleiben ihre Sketche stets tiefgründig und hintersinnig. Die Brüder nahmen besonders die Senioren und die Rentner unter die Lupe: „Jung ist ein Mensch, der mit dem Alter nicht mithält“, sagte Reiner Panitz und spielte damit auf die „Apotheken-Umschau“ an. Herzschrittmacher, Blutdruckmessgerät und Demenz waren ebenso Schlagworte wie Viagra. Und sie rechneten vor: Die Kosten für die Unterbringung im Altersheim seien höher als die für eine Kreuzfahrt mit der Aida! Auch die Klimakatastrophe war ein Thema: „Wenn im Schlafzimmer der geografische Nordpol ist, wenn die Frau abgekühlt ist und nicht mehr dahin schmilzt, ist die Klimakonferenz angesagt.“

Die „Mehlprimeln“ gingen auch einer brisanten Frage nach: Wer kümmert sich eigentlich um die Hinterlassenschaften unserer geliebten Vierbeiner? Der Song „Hundekacke-Tütchen“ erläuterte die Problematik recht anschaulich. Mit Gitarre, Klarinette und Harfe bewiesen die beiden Künstler auch ihr musikalisches Können. Schließlich musste noch Heinos Schnulze „Bergvagabunden“ für eine Parodie herhalten, in der es um Biwak und Zwieback ging. Drei Zugaben hatten die Brüder noch in petto. (soc)

AUSFLÜGE

In diesem Jahr haben wir bei unserem Ausflug den Schritt auf eine wirklich große Bühne gewagt. Auf dem Programm stand eine Backstage-Führung beim Musical Aladdin in Stuttgart. Es ist wirklich beeindruckend auf einer Spielfläche von knapp 200 Quadratmetern zu stehen. Über einem hängen mehrere tonnenschwere Kulissen in luftiger Höhe und unter dem Bühnenboden liegen nochmal zwei Stockwerke. Es gibt meterlange Kleiderstangen mit bunten Kostümen und etliche Regale voll mit Requisiten. Dazwischen stehen noch riesige mobile Bühnenelemente mit ausgeklüglter Technik für Spezialeffekte. Wenn man diese Dimensionen hautnah erleben darf, erkennt man sehr schnell den gewaltigen Aufwand, der hinter dieser millionenschweren Produktion steckt. Da bekommt der Laienspieler den Mund vor Staunen nicht mehr zu. Während der 75-minütigen Führung bekommen wir jede Menge Hintergrundinformationen. Bei Fragen zu Zauberticks und dem fliegenden Teppich hat unsere Gastgeberin auf einmal temporäre Taubheit. Das ist aber auch gut so. Schließlich soll die Magie in den Straßen von Agrabah erhalten bleiben.

Fotografiert von Dietmar Holl

Nach diesem aufregenden Vormittag gibt es erst einmal ein gutes Mittagessen. Beim PAULANER am Kirchplatz in Leinfelden-Echterdingen gibt es Riesenbrezenbröselschweineschnitzel und andere Leckereien. Es wird genüsslich geschlemmt und über die Eindrücke bei der Musicalführung diskutiert. Ursprünglich wollten wir danach noch durch die Gärten von Schloß Hohenheim schlendern. Gemütlich entscheiden wir uns dann aber aufgrund des schlechten Wetters zur Weiterfahrt nach Ulm. Einige von uns spazieren dort ein wenig durch die nassen Straßen des Fischerviertels, andere genießen eine gute Tasse Kaffee mit Kuchen. Gegen halb sieben setzen wir unsere Rückreise fort und sind pünktlich zur Tagesschau wieder zuhause.

Dieses Jahr starteten wir wieder mit dem Zug zu unserem Theaterausflug. Kurz vor acht am Sonntagmorgen fuhren wir von Gessertshausen über Augsburg, Buchloe und Immenstadt nach Lindau am Bodensee. Bei sonnigem Wetter empfing uns Ursula Ippen in der Rolle der Frau des einzigen Leuchtturmwärters in Bayern bereits am Bahnhof.

Mit ihr tauchten wir ein in das Lindau des 19. Jahrhunderts. Humorvoll und sehr unterhaltsam erklärte sie uns den großen Einfluss der Dampfeisenbahn auf das Stadtbild. Zudem gab sie uns einen tiefen Einblick in den Alltag und das Leben der Frau. Gespickt mit bekannten Sprichwörtern ließen die vielen kleinen Anekdoten über die Rechte der Frauen der das Aussehen des Löwen bei der Hafeneinfahrt die Zeit wie im Flug vergehen. Die Kostümführung ist keine klassische Stadtführung, sondern ganz großes Theater, und leider viel zu schnell vorbei.

Im Anschluss ging es zum Mittagessen in die Alte Post. Mit schwäbischen Spezialitäten wie Maultaschen und Zwiebelrostbraten mit Kässpätzle stärkten wir uns für den Nachmittag.

Einige von uns zog es auf den See. Bei einer Rundfahrt im Drei-Länder-Eck konnte man die Seele baumeln lassen und Bregenz und Lindau vom Wasser aus bestaunen. Der andere Teil der Gruppe schlenderte durch die engen Gassen oder vom Casino am Ufer entlang zum Hafen.

Am frühen Abend trafen wir uns alle im Biergarten des Gasthofs Stift zu einer gemeinsamen Brotzeit, bevor wir satt und zufrieden wieder zurück fuhren und um viertel vor zehn einen schöner Theaterausflug beendeten.

Dieses Jahr starten wir bei unserem Theaterausflug Ende August die Fahrt ins Blaue. Bis zur Abfahrt mit Kleinbussen in Margertshausen wissen nur die Organisatoren das Ausflugsziel. Nach ein paar Tipps erraten es auch die zahlreichen Teilnehmer. Wir fahren bei herbstlichem Wetter und Nieselregen zum Schliersee.

Nach einem kurzen Zwischenstopp erreichen wir den Schliersee und dort das Markus Wasmeier Freilichtmuseum. Dort erfährt man in einem altbayerischen Dorf einiges über das bäuerliche Landleben, wie es einst war. Bei einer Führung mit Christoph Reichenbach tauchen wir ein in die Geschichte: er erzählt uns, wie es auf alten Bauernhöfen, die bis ins Jahr 1513 zurückreichen, früher zuging. Die lockere Art und die lustigen Anekdoten lassen uns die Zeit komplett vergessen.

Wir sehen eine traditionelle Bierschöpf-Brauerei, die historische Schreinerei und Schmiede und dazwischen Bauern- und Kräutergärten.

Nebenbei der Geruch von frischem Brot und Auszogne (Kiachla). Wir treffen auch den Edelweißschnitzer Sepp und den Schindlmacher Stefan. Nach gut 90 Minuten haben wir vieles erfahren und gelernt. Redensarten wie „Vom Regen in die Traufe“ oder „den Löffel abgeben“ sind jetzt klar. Zudem wissen wir jetzt auch, dass die früheren viel zu kurzen Betten mehr mit Aberglaube als mit der kleinen Wuchsform der Menschen zu tun hatten.

Danach stärken wir uns erst einmal im Wirtshaus „Wofen“ bei bayerischen Spezialitäten und Bier aus der eigenen Brauerei. Nach dem Mittagessen haben wir noch genügend Zeit um zufrieden durch das Museumsdorf zu schlendern oder gemütlich einen Kaffee zu trinken. Einige machen sich noch auf zu Slyrs Single Malt Whisky Destillerie, der Whiskybrennerei am Schliersee. Nach einem kurzen Film zur Einleitung können wir bei einem Rundgang durch die Brennerei lernen, wie guter Whisky hergestellt wird und worauf es bei der Lagerung von bis zu 12 Jahren ankommt. Auf einem kleinen Balkon über mehreren hochprozentigen Fässern verkosten wir dann noch verschiedene Sorten.

Gemeinsam fahren wir nun zum Ufer des Schliersees. Bei einem kleinen Spaziergang werden noch Fotos von der schönen Lage des Sees in mitten der bayerischen Alpen gemacht. Bevor wir zurück nach Margertshausen fahren gibt es natürlich noch ein ordentliches Abendessen. Wir kehren im Augustiner Ratskeller direkt in Schliersee ein und lassen es uns kulinarisch nochmal so richtig gut gehen. Es ist bereits dunkel, als wir nach einer entspannten Fahrt ohne Staus wieder glücklich zuhause ankommen.

Der diesjährige Theaterausflug führte uns ins Allgäu. Mit dem Zug ging es von Gessertshausen über Augsburg und Buchloe nach Seeg. Dort wurden wir schon von Herrn Linder mit zwei Kutschen erwartet. Die sechs Haflinger brachten uns bei noch sonnigem Wetter in etwas mehr als einer Stunde zur Alpe Kögelhof, einem beliebten Ziel für Radler, Wanderer und natürlich Kutschenfahrer. Den kräftigen Regenschauer konnten wir bei einem gemütlichen Mittagessen mit bayerischen Schmankerln gut überbrücken.

Danach ging es mit den Kutschen weiter, vorbei an Bauernhöfen mit Blick auf die Bergkulisse der Allgäuer Alpen. Ein paar Regentropfen konnten unsere gute Stimmung nicht drücken und es wurde während der Kutschfahrt das eine oder andere Lied angestimmt. Bei Sonnenschein erreichten wir gut gelaunt das Landhotel Haflingerhof in Vordersulzberg zwischen Seeg und Roßhaupten. Nach einer Tasse Kaffee erhielten wir eine kurze Führung über das Haflingergestüt. Herr Linder erzählte uns einiges über die Haflingerzucht in Deutschland und die Geschichte des Gestüts. Dabei hatte er durch seine humorvolle Art und manche Anekdote die Lacher stets auf seiner Seite. Auch auf unsere Fragen hatte er immer die passende Antwort und einen kleinen Witz parat.

Zum Abschluss genossen wir im Restaurant des Haflingerhofs noch eine ordentliche Brotzeit, bevor uns Herr Linder zurück zum Bahnhof in Seeg brachte. Nach der herzlichen Verabschiedung ging es mit dem Zug zurück nach Augsburg. Den kurzen Aufenthalt am Augsburger Bahnhof nutzten wir noch um uns ein kleines Eis zu gönnen. Gut erholt kamen wir abends wieder in Margertshausen an.

Weitere Fotos gibt es auf myHeimat.de.

Der Theaterausflug der Saison 2012 führt uns in Kuchelbauer’s Bierwelt. Fast schon traditionell brechen wir am Bahnhof in Gessertshausen auf und fahren mit dem Zug nach Abensberg. Dort angekommen sind es nur ein paar Minuten zu Fuß bis wir die Brauerei mit dem berühmten Turm des weltbekannten Künstlers Friedensreich Hundertwasser sehen. Nach einer kurzen Wartezeit beginnt die Führung. Zuerst erhalten wir Erklärungen, wie Bier gebraut wird. Vom Sudhaus geht es über den Gärkeller in die Füllerei. Zwischendurch machen wir einen kleinen Stop in der Bierapotheke. Bier als Medizin und das ohne Rezept: eine Halbe für die Dame und zwei Halbe für den Herrn und man bleibt ein Leben lang gesund.

Bereits von Anfang erkennen wir, dass in Kuchelbauer’s Bierwelt die Braukunst mit anderer Kunst kombiniert wird. Neben der Braukunstspur, die sich durch das gesamte Gebäude zieht, treffen wir auf die Spezialistenzwerge, wandeln unter einem Sternenhimmel am hellichten Tag und stehen vor einem der berühmtesten Gemälde der Welt: das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci. Der krönende Abschluss der Führung ist der Hundertwasserturm. Das Architekturprojekt soll das menschengerechte Bauen im Einklang mit der Natur versinnbildlichen. Im Turmkeller gibt es eine Sammlung von über 4000 Weißbiergläsern zu bewundern. Beim Hinaufsteigen zur Kugel und dem Baum der Erkenntnis lernen wir die vier Turmwunder kennen und können die vier Turmgeheimnisse lüften. Lediglich die Kosten für dieses Bauwerk bleibt wohl für immer im Verborgenen.

Nach der Führung haben wir uns erst einmal die Verkostung verdient. Bei einer Turmweiße oder einem Sportsfreund stillen wir den ersten Durst im Biergarten direkt am Fuß des Turms. Danach brechen wir auf in die Stadtmitte von Abensberg. In Kuchelbauer’s Brauereigasthof am Stadtplatz genießen wir unser Mittagessen und lassen bei einer weiteren Turmweiße die Eindrücke der Bierwelt nochmal Revue passieren. Gut genährt machen wir uns auf den Weg und erkunden das kleine Städtchen bei einem kurzen Rundgang. Anschließend treffen wir wieder auf dem Stadtplatz ein und genießen Kaffee, Kuchen und große Eisbecher. Bevor es zurück zum Bahnhof geht, machen wir noch einen kleinen Zwischenshop im Souvenirshop von Kuchelbauer’s Bierwelt. Die Zugfahrt zurück gibt uns Zeit für lustige und kurzweilige Gespräche. Nach knapp zwölf Stunden und einem schönen gemeinsamen Tag verabschieden wir uns am Bahnhof in Gessertshausen.

Der Theaterausflug der Saison 2011 führt uns in die Stadt Nürnberg. Auch ein defekter Fahrkartenautomat am Bahnhof der deutschen Bahn kann uns nicht daran hindern. Am Hauptbahnhof in Augsburg werden die Bayerntickets gelöst und es geht mit dem Regionalexpress in die ehemals freie Reichsstadt. Nach einem kurzen Fußmarsch treffen wir am Hauptmarkt in Nürnberg unsere Stadtführerin Ingrid Hingler.


Das Wahrzeichen Nürnbergs – Die Burg


Frau Hingler erklärt die Bedeutung Nürnbergs auf dem Hauptmarkt

Zu Beginn des zweistündigen Altstadtrundgangs gibt uns Frau Hingler einen kurzen Einblick in die Geschichte der Stadt. Im Spätmittelalter blühte Nürnberg wegen der hervorragenden Handwerkskunst, besonders im Bereich der Messingverarbeitung. Zudem war die Stadt ein wichtiger zentraler Handelspunkt innerhalb Europas. Am Hauptmarkt betrachten wir die Frauenkirche und drehen am Messingring des Schönen Brunnens. Das Drehen am Ring soll Wünsche in Erfüllung gehen lassen. Ursprünglich ging es dabei um den Kindersegen. Nach einem kurzen Regenschauer setzen wir unseren Rundgang fort und Frau Hingler führt uns in das Rathaus. Nach der Besichtigung des Stadtsaals und einem kurzen Blick auf die Reichskrone, das Reichzepter und den Reichsapfel geht es weiter zu St. Sebald, der Kirche des Stadtpatrons. Von dort geht es weiter zum Platz am Tiergärtnertor. Frau Hingler lenkt unseren Blick auf das Albrecht-Dürer-Haus und auf eine Messingskulptur, die einen Hasen und die Geschicke der Menschheit darstellt. Während einem kurzen Aufstieg in Richtung Burg bekommen wir noch ein paar Erklärungen zum Fachwerkbau und einen kurzen Überblick über das Wahrzeichen von Nürnberg: die Burg. Nach einer kurzweiligen Stadtführung verabschieden wir uns von Ingrid Hingler.


Frau Hingler und der Hase von Dürer


Am Fuß der Burg

Im Restaurant „Zum Burgwächter“ direkt unterhalb der Burg genießen wir unser Mittagessen: Kässpatzen, Schäufele mit Knödel und weiteren Leckereien, abgerundet mit einem kühlen Kellerbier. Nach dieser Stärkung erklimmen wir den äußeren Burgring und haben einen schönen Überblick über die gesamte Altstadt. Danach schlendern wir gemütlich durch die Gartenanlage der Burg, über die Stadtmauer und durch die Gassen der Altstadt.


Mittagessen im Burgwächter

Mittlerweile hat sich das Wetter auch deutlich gebessert und es ist angenehm warm. Es wird als Zeit für Kaffee und Kuchen oder einen großen Eisbecher. Langsam wird es Zeit, die Heimreise anzutreten. Wir spazieren durch die Fußgängerzone wieder zurück zum Bahnhof. Um 17:30 Uhr startet die Rückfahrt mit der Bahn und wir erreichen kurz nach 20:00 Uhr wieder Gessertshausen. Zum Ausklang des Tages treffen wir uns alle noch im Sportheim. Dort genießt der eine oder andere noch eine griechische Spezialität und bei einem Gläschen Wein lassen wir den Tag noch einmal Revue passieren.


Die Theaterfreunde in Nürnberg


Gabriele Friedl erklärt die Geschichte Augsburgs

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah.“ So lautete das Motto unseres Ausflugs, der uns am Samstag, 03. Juli 2010 mit dem Zug nach Augsburg führte. Um 10:00 Uhr nahm uns Gabriele Friedl zu einem zweistündigen Rundgang am Rathaus in Empfang. Auf dem Rathausplatz erhielten wir erst ein paar einleitenden Informationen zur Entstehung von Augsburg zur Römerzeit. Anschließend lenkte Frau Friedl unser Auge auf den Augustusbrunnen. mit aus Bronze gegossenen Figuren. Der Blick auf die Figur der Wertach, die schönste Frau Augsburgs, mit dem Rathaus im Hintergrund gilt als eines der am meisten fotografierten Motive der Stadt.


Die Wertach am Augustusbrunnen mit Rathaus im Hintergrund

Danach besichtigten wir den Goldenen Saal im Rathaus und bestaunten die prunkvollen Gemälde. Nach den Zerstörungenim 2. Weltkrieg wurde das Rathaus nach Kriegsende wieder aufgebaut. Erst zur Zweitausendjahrfeier beschloss der Stadtrat auch den Goldenen Saal nach alten Zeichnungen und Fotografien wieder herstellen zu lassen. Während auf dem Rathausplatz große Geschäftigkeit herrschte, führte uns Gabriele Friedl in die Kirche St. Peter hinter dem Perlachturm, ein ruhiger Ort in mitten des Trubels. Hier fällt das Auge des Besuchers auf das Wallfahrtsbild „Maria Knotenlöserin“. Abschließend besuchten wir die Fuggerei, die älteste Sozialsiedlung der Welt. Frau Friedl versorgte uns mit vielen Details zu den Fuggern, wie diese zu Reichtum gelangten und sich bis heute in Form einer Stiftung für die Aufrechterhaltung der Fuggerei einsetzen. Wir hatten während der Führung viel Spaß, die Zeit verging wie im Flug und mit einem herzlichen „Auf Wiedersehen“ verabschiedeten wir uns von Gabriele Friedl.


Die älteste Sozialsiedlung der Welt – Die Fuggerei

Pünktlich wie die Handwerker ging es zum Mittagessen. Bei heißen Temperaturen von über 30 Grad schmeckte jedem ein kühles Schorle oder Radler im „Cafe zu den Barfüssern“ oder im Ratskeller. Auf dem Rückweg zum Bahnhof noch ein kleiner Zwischenstopp in einer Eisdiele und dann waren wir rechtzeitig wieder in Margertshausen. Denn ab 16:00 Uhr regierte König Fußball und wir feierten den deutlichen Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien. Danach ließen wir uns im schönen Innenhof von Marlene und Leo Schmid nieder. Zum Abendessen hatte Erich Zaha auch alle Helfer eingeladen, die uns während der Theateraufführungen in jeglicher Form unterstützt hatten. In gemütlicher Runde genossen wir das gute Essen, Eis mit heißen Himbeeren und Kaffee und Kuchen und feierten bis in die späten Abendstunden den Abschluss einer wieder mal gelungenen Theatersaison.


Gemütlicher Abend im Innenhof von Marlene und Leo Schmid

Der diesjährige Theaterausflug zum Abschluss der Saison 2009 führte uns in die Stadt Bamberg, die seit 1993 als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO eingetragen ist. Mit dem Zug machten wir uns am Samstag, 18.07.09, morgens um kurz nach 6:00 Uhr von Gessertshausen auf nach Bamberg. Auf dem Maximiliansplatz erwartete uns Frau Claudia Büttner von „Abenteuer Bamberg“ um uns bei einer zweistündigen Stadtführung die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu zeigen.


Claudia Büttner von „Abenteuer Bamberg“

Wir sahen auf unserem Weg zum Bamberger Dom die Martinskirche, den „Gabelmoo“, einen barocken Neptunsbrunnen am grünen Markt, passierten den alten Stadthafen und (leider auch) die Brauerei Schlenkerla, die für das „Aecht Schlenkerla Rauchbier“ bekannt ist. Die Führung wurde durch einen Besuch des Rosengarten der neuen Residenz, von wo aus man einen guten Blick über die ganze Altstadt und die Kirche Sankt Michael hat, und des alten Rathauses abgerundet. Die zwei Stunden vergingen wie im Flug, zumal Frau Büttner neben viel Wissenswertem auch immer wieder eine heitere Anekdote zu gewissen Sehenswürdigkeiten parat hatte. Wie es in Bayern so üblich ist, konnten wir uns um 12:00 Uhr imGasthausbrauerei Ambräusianum beim Mittagessen stärken und das legendäre Rauchbier probieren.


Altes Rathaus und der Dom zu Bamberg

Der Nachmittag stand jedem zur freien Verfügung. Beim Besuch der Kirche Sankt Michael konnten wir uns von Rückenleiden heilen lassen, als wir durch den Sarkophag von Bischof Otto I. hindurch krabbelten. Den Dom haben wir dann noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Zudem war auch in der Fußgängerzone einiges geboten. Unter dem Motto „Bamberg zaubert“ traten auf kleinen und großen Bühnen Jongleure, Akrobaten und Zauberer auf. An den Buden und Ständen versorgten einige sich mit Süßigkeiten und Getränken, während andere sich in einer Eisdiele niederließen. Gegen halb sieben abends traten wir die Rückreise an und trudelten nach gut drei Stunden wieder zu Hause ein.

Weitere Bilder finden Sie unter myHeimat, die dort von Gottfried Biber bereitgestellt wurden

INFOS

Besonderes

Was macht die Theateraufführungen in Margertshausen zu etwas besonderem? Das ist zum einen die gemütliche Atmosphäre des Sportheims. Bei einer Vorführung können nicht mal 100 Zuschauer dabei sein. Aber sie bekommen bei den Veranstaltungen, die oft mehr als drei Stunden dauern, alles geboten, was zu einem gelungenen Theaterabend gehört. Zum anderen ist es die Liebe zum Detail. Nicht nur, dass oft stundenlang über kleine Veränderungen am Bühnenaufbau und an den Requisiten gebrütet wird. Der Zuschauer erhält auch ein Gastgeschenk, das eigens für jedes Stück entworfen und meist selbst gebastelt wird. Das erinnert ihn auch über Jahre hinweg an einen Theaterabend der besonderen Art.

Gastgeschenke von verschiedenen Theaterstücken: Zwoa harte Nüß, Der Ölscheich von Kraglfing, Die Lügenglocke, Das Loch in der Wand, Frauenpower, Der ledige Bauplatz, Der Liebestee, Das verflixte Klassentreffen.

Termine Theater

Aufführungen von „Malefiz Donnerblitz“
15.03.2024 / 16.03.2024 / 17.03.2024
22.03.2024 / 23.03.2024
05.04.2024 /06.04.2024 / 07.04.2024
12.04.2024 / 13.04.2024

Termine Kabarett

N/A